Merry Christmas (vom 24.12.2016)

Angesichts der jüngsten Ereignisse könnte einem das Lachen nur allzu leicht im Halse stecken bleiben. Allerdings bringt es nun auch nichts, während der Feiertage Trübsal zu blasen oder gar in Depressionen zu verfallen.

Macht es euch gemütlich, schnappt euch eure Familie und genießt die Weihnachtsfeiertage. Gerade in unruhigen Zeiten sollte man sich mit den Menschen umgeben, die man liebt. Egal, ob die grantelnde Oma mal wieder nervt oder die plärrenden Kinder die Geduld ihrer Eltern bis zum äußersten strapazieren. Entspannt euch einfach und seht nicht alles so eng.

Baut eure aufgestauten Aggressionen doch lieber bei einer Runde Mario Kart ab oder gebt euch bei Street Fighter ordentlich auf die Mütze. Das ist meiner Meinung nach immer noch die beste Art, Stress abzubauen und dabei auch noch Spaß zu haben.

Wir wünschen euch wunderschöne und vor allem friedliche Weihnachten. Lasst es euch gut gehen und besucht unsere Seite weiterhin so zahlreich. Wir lesen uns 2017! (TN)

Crash is back! (vom 11.12.2016)

Crash Bandicoot, der quirlige Beuteldachs aus alten PSone-Zeiten, ist zurück. Gerüchte zu einem Comeback der beliebten Jump-and-Run-Reihe  gab es ja seit geraumer Zeit. Auf der diesjährigen PlayStation Experience ließen die Entwickler von Vicarious Visions die Katze, äh den Dachs, nun endlich aus dem Sack.

Die ersten drei Episoden des 3D-Hüpfers erschienen zwischen 1996 und 1998 für die erste PlayStation. Crash war zu dieser Zeit Sonys direkte Antwort auf Mario und Sonic und sollte als Maskottchen für die neue Konsole der Japaner herhalten. Dieser Plan ging anfangs auch auf, allerdings verloren die Spieler aufgrund der mangelnden Weiterentwicklung der Serie irgendwann das Interesse an dem witzigen Beuteltier und der gute Crash verschwand irgendwann in der Versenkung.

Nichtsdestotrotz handelte es sich gerade bei den ersten drei Teilen um ganz exzellente Vertreter ihrer Zunft. Dank der hohen Geschwindigkeit der Games war vor allem ein gutes Reaktionsvermögen bei den Spielern gefragt. Zusammen mit den witzigen Animationen der Charaktere kann Crash Bandicoot auch heute noch unterhalten, nur die grobschlächtige 3D-Grafk der Originale ist leider nicht allzu gut gealtert.

Dieses Manko dürfte bei dem kommenden Remake aber ausgemerzt worden sein. Nach Angaben der Entwickler bekamen die Episoden eine komplette Generalüberholung verpasst. Am Leveldesign soll sich aber nur wenig geändert haben. Lassen wir uns überraschen. Die sogenannte N. Sane Trilogy erscheint nächstes Jahr für die PS4. (TN)

 

 

Weihnachtsgewinnspiel (vom 02.12.2016)

Die Temperaturen nähern sich trotz drohendem Klimawandel dem Nullpunkt und in der Fußgängerzone riecht es verdächtig nach Glühwein. Höchste Zeit also, euch unser alljährliches Weihnachtsgewinnspiel zu präsentieren. 

Dank der freundlichen Unterstützung der eMedia GmbH verlosen wir wieder zehn Exemplare der Retro Gamer. Im Fokus der aktuellen Ausgabe stehen unter anderem so großartige 8-Bit-Spielemaschinen wie das NES oder Commodores VC-20. Um an eine der Zeitschriften zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

Um was für eine Art von Spiel handelt es sich bei dem Klassiker "Quake"?

A - Point-and-Click-Adventure

B - Jump-and-Run

C - Ego-Shooter

Schickt uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort (und eurer Anschrift) an die folgende Adresse info@retrovideogames.net. Der Einsendeschluss ist der 18.12.2016. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 18.12.2016: Die glücklichen Gewinner wurden per Mail informiert. Allen, die diesmal leer ausgegangen sind, wünschen wir beim nächsten Mal mehr Glück.

Slaps and Beans (vom 18.11.2016)

Kaum zu glauben, aber wahr, das Kult-Prügel-Duo der 70er und 80er, Bud Spencer und Terence Hill, wartet noch immer auf seine erste Videospiel-Umsetzung. Wobei „Duo“ in diesem Zusammenhang leider nicht mehr stimmt, denn Carlo Pedersoli, alias Bud Spencer, verstarb dieses Jahr im Alter von 86 Jahren.

Man wundert sich deshalb umso mehr, dass nach all den Jahren noch niemand auf die Idee gekommen ist, ein Spiel rund um die zwei „Haudraufs“ zu basteln. Wer die Klamaukbrüder in seiner Jugend kennen und vielleicht sogar lieben gelernt hat, wird wissen, dass sich die turbolenten Filmvorlagen der Beiden wunderbar für eine Versoftung eignen würden.

Dies haben sich wohl auch die Initiatoren der Kickstarter Kampagne zum kommenden Spiel „Slaps and Beans“ gedacht. Das italienische Entwicklerstudio Trinity Team hat sich bereits erfolgreich die Filmlizenzen gesichert und eine nette Demo gebastelt, die zeigt, wie das fertige Spiel einmal aussehen soll. Bei Slaps and Beans handelt es sich passenderweise um ein seitlich scrollendes Beat-em-Up für ein oder zwei Spieler. Aufgelockert wird die Prügelorgie durch kleine Minispiele, wie beispielsweise Fahrten mit dem bekannten Dune Buggy oder Fress-Wettbewerbe, in denen man sicherlich einige Portionen Bohnen mit Speck verdrücken muss (Zitat Bud Spencer "Hoffentlich halten´s die Hosen aus!").

Der 16-Bit-Stil der Demo sieht wirklich gelungen aus und die aus den Filmen entnommenen Zwischensequenzen fangen den Charme der Vorlage wunderbar ein. Da das Minimalziel der Kampagne (von 130.000 Euro) bereits erreicht wurde, steht dem lobenswerten Plan der Entwickler nichts mehr im Wege. Das fertige Spiel soll im Winter 2017 für PC, Linux und Mac OS erscheinen. Ob auch Umsetzungen für die aktuelle Konsolengeneration realisiert werden, hängt stark vom finalen Ergebnis der Crowdfunding-Kampagne ab. (TN)

 

 

Daytona USA 3 (vom 06.11.2016)

Wer das Glück hatte, Anfang der 90er-Jahre bereits Spielhallen betreten zu dürfen, wird an diesem Titel nicht vorbeigekommen sein. Die Rede ist natürlich vom Arcade-Racer Daytona USA. Was mir im Zusammenhang mit diesem Spiel im Gedächtnis geblieben ist, sind die Muscle-Cars und die kurvigen Strecken durch den Grand Canyon. Ach ja, und natürlich der legendäre Soundtrack ("Daytooooona!").

Segas Multiplayer-Hit hatte mit einer modernen Fahrsimulation tatsächlich soviel zu tun, wie Donald Trump mit der Frauenrechtsbewegung. Zudem war die Steuerung schwammig und gebremst wurde nur im Notfall, aber das tat der Gaudi keinen Abbruch. Gerade zusammen mit ein paar Kumpels ergaben sich dank der niedrigen Lernkurve schnell spannende Kopf-an-Kopf-Rennen und bei gleichzeitigem Genuss eines alkoholischem Getränks, konnte der Spielspaß sogar noch multipliziert werden.

Die Heimumsetzung des ersten Teils kam (mit technischen Abstrichen) für den Sega Saturn auf den Markt. Die Fortsetzung erschien dann 1998 leider nur noch in der Spielhalle. Jetzt darf aber wieder gerast werden: Sega kündigte an, im Zuge der diesjährigen IAAPA Expo in Orlando den dritten Teil der Daytona-Serie vorzustellen. Zu den wenigen, bereits bekannten Features des Spielautomaten gehören die 47" HD-Bildschirme und die Kameras, die den jeweiligen Fahrer beim Spielen filmen sollen. Ob irgendwann auch eine Umsetzung für aktuelle Konsolen folgen soll, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss. (TN)

 

 

Symphonic Selections (vom 01.11.2016)

Weihnachten rückt unaufhaltsam näher und es wird mal wieder Zeit für Glühwein, Lebkuchen und jede Menge besinnliche Musik. Alle, die bereits bei der bloßen Erwähnung von klassischer Musik unendliche Müdigkeit übermannt, könnten mit Hilfe der folgenden Veranstaltung vielleicht sanft an das Thema herangeführt werden.

Am 12. November geben die Bochumer Symphoniker zwei Konzerte im großen Saal des ortsansässigen "Anneliese Brost Musikforum Ruhr" (um 14:00 und 20:00 Uhr). Aufgeführt werden orchestrale Interpretationen aus Spielen wie Final Fantasy, Everybody’s Gone to the Rapture oder Angry Birds. Klingt nett, dürfte aber noch keinen eingefleischten Zocker hinter der Konsole hervorlocken. Aber jetzt kommt´s: ein Großteil des Konzerts wird sich den musikalischen Werken von Chris Hülsbeck, und noch genauer, dem zweiten Teil der Turrican-Reihe widmen.

Entliehen sind die Kompositionen dem im Dezember erscheinenden Album "25 Years Turrican 2 - The Orchestral Album", das Dank einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne vom Meister selbst realisiert werden konnte. Klingt unterhaltsam und dürfte vor allem für Fans des Amiga-Originals interessant sein. Wer noch Karten für eine der beiden Veranstaltungen ergattern möchte, sollte sich aber ranhalten. Schließlich werden das die einzigen Konzerte sein, die hierzulande aufgeführt werden. (TN)  

Sonic Mania Collector´s Edition (vom 23.10.2016)

Sammlerausgaben von Videospielen spalten die Gemüter vieler Gamer. Einige zahlen gerne etwas mehr, um ihr Lieblingsspiel in einer edlen Verpackung zu besitzen und stehen darauf, sich nerdiges Zubehör, wie Actionfiguren oder Artbooks, in´s Regal zu stellen. Andere wiederum, halten den ganzen zusätzlichen Krempel für absolut unnötig. Nun ja, ich persönlich bin auch kein großer Fan von Collector´s Editions und ich habe schlicht und einfach keinen Platz, die teuren Staubfänger in meiner Wohnung zu platzieren.

Allen persönlichen Befindlichkeiten zum Trotz, kündigte Sega diese Woche an, die ursprünglich nur für den nordamerikanischen Raum vorgesehene Collector´s Edition von Sonic Mania, auch hierzulande zu veröffentlichen (für PC und PS4). Erscheinen soll die limitierte Ausgabe im Frühjahr 2017.

Aber gleich zuerst die Enttäuschung: Das eigentliche Spiel wird nur als Downloadcode mitgeliefert. Viele Sonic-Fans hätten sich hier bestimmt eine physikalische Version, inklusive Hülle und Anleitung, gewünscht. Immerhin hat Sega die Code-Karte in ein hübsches Case, in Form eines MegaDrive-Moduls gepackt. Besser sieht es mit dem Rest der Edition aus - die ebenfalls mitgelieferte Sonic-Figur ist stolze 30cm hoch, sieht hübsch aus und spielt auf Knopfdruck den bekannten Sega-Jingle ab ("Seeeega!"). Alles natürlich völlig sinnfrei, aber warum muss man immer alles so rational betrachten? Öffnet doch mal euer Nerd-Herz! (TN) 

 

 

Verspieltes Halloween (vom 09.10.2016)

In den 80ern kannte man hierzulande "Halloween" ausschließlich aus amerikanischen Filmen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir in diesem Zusammenhang die witzige Verkleidungsszene aus dem Spielberg-Klassiker E.T., in der der schrumpelige Außerirdische von seinen menschlichen Gastgebern als Geist verkleidet wird, damit er in der Öffentlichkeit kein Aufsehen erregt.

Heutzutage ist das natürlich anders. Auch in Deutschland ziehen Kinder pünktlich am 31. Oktober von Haustür zu Haustür, um sich mit jeder Menge Süßigkeiten einzudecken. Die Kostümierungen der zuckersüchtigen Vandalen sind zwar meistens wenig horrormäßig, aber egal.

Erwachsene Grusel-Fans stimmen sich im Vorfeld der großen Halloween-Party standesgemäß mit Splatterfilmen und düsteren Videospielen ein und genau um letztere soll es in diesem Artikel gehen. Hier ist unsere diesjährige Top3 der Horror-Games, speziell für Retrozocker.

Pinball Fantasies (Digital Illusions, 1992)

Eine Pinball-Simulation in der Top3 der Horror-Games? Na gut, wirklich schockierend ist der Flippertisch "Stones ´n Bones" nicht, aber das morbide Design und vor allem der gelungene Soundtrack tragen jede Menge zum gruseligen Feeling bei.

Pinball Dreams und der Nachfolger Pinball Fantasies (ursprünglich entwickelt für den Amiga) lösten Anfang der 90er einen regelrechten Pinball-Boom aus, der einige Jahre anhalten sollte. Die zuletzt genannte Fortsetzung enthielt neben den eher standardmäßigen Tischen Party Land, Speed Devils und Billion Dollar Gameshow auch einen Grusel-Flipper namens Stones ´n Bones. Genau dieser hat es mir bis heute ganz besonders angetan.

Die Rampen, sowie die Bumper, sind clever angeordnet und können nur mit dem richtigen Fingerspitzengefühl gezielt angespielt werden. Das Scrolling ist butterweich und direkt, was bei vielen Pinball-Simulationen dieser Zeit leider nicht selbstverständlich war. Der Tisch ist mit seinen Totenköpfen, Geistern und dem Sensenmann zudem herrlich trashig designt. Einfach der perfekte Horror-Happen für euren Halloween-Countdown 2016. Für unterwegs empfehle ich übrigens die iPhone-Version, die bereits für ein paar Euro zu haben ist.

Resident Evil (Capcom, 1996)

Was wurde über dieses Spiel nicht schon alles geschrieben? Die Veröffentlichung des Survival-Horror-Klassikers Resident Evil war damals mein persönlicher Anreiz, mir endlich eine PlayStation zuzulegen. Eigentlich interessierte ich mich zu dieser Zeit ja mehr für Mädels, als für Videospiele, aber allein das trashige FMV-Intro hatte es mir so angetan, dass ich dieses Spiel einfach besitzen musste. Natürlich heimste der Titel aber auch Höchstwertungen in den Spielezeitschriften ein und die Rezensenten überschlugen sich nahezu vor Lob.

Worum geht es im ersten Teil der Residen-Evil-Reihe? Wissenschaftler der Umbrella Corporation werkeln am sogenannten T-Virus, der seinem Wirt übermenschliche Kräfte verleihen soll. Zur Demonstration der Wirkung des Erregers wird kurzerhand die gesamte Belegschaft des Forschungslabors, die sich in einem alten Herrenhaus befindet, infiziert.

Natürlich geht dieser skrupellose Test mächtig in die Hose und die zombifizierten Hausbewohner marodieren schnell in der Umgebung des Gemäuers umher und töten bei ihren Streifzügen einige Wanderer. Daraufhin wird eine Spezialeinheit entsannt, die nun möglichst schnell, und ohne großes Aufsehen, für Ordnung sorgen soll.

Dank der spannenden Inszenierung und den dosiert eingesetzten Schockeffekten hat mich das Game damals regelrecht an den Bildschirm gefesselt. Die Mischung aus Rätseln und Ballern war zu dieser Zeit enorm innovativ. Wer das Spiel heutzutage nachholen möchte, greift am besten zu einem der HD-Remakes für die aktuelle Konsolengeneration.

Elvira (Accolade, 1990)

Der Amiga-Klassiker Elvira - Mistress of the Dark  basiert lose auf dem gleichnamigen B-Movie von 1988. Im Film erbt Elvira, die als Showstar kein besonderes Glück hat, unverhofft ein heruntergekommenes Haus. Schnell geraten die spießigen Nachbarn und die exzentrische Elvira aneinander und es entbrennt ein irrwitziger Kampf zwischen den ungleichen Parteien.

Im Spiel erbt Elvira nicht nur ein Haus, sondern gleich ein ganzes Schloss. Elvira, ständig klamm und in Geldnöten, träumt bereits davon, hier ein zweites Schloss Neuschwanstein zu eröffnen, in dem der Rubel nur so rollt. Leider hat Elvira die Rechnung ohne ihre Ur-Ur-Urgroßmutter Emelda gemacht, die samt einer riesigen Horde ekelhafter Kreaturen, von den Toten auferstanden ist und das Haus für sich beansprucht. Das ist sogar für Elvira etwas zuviel des Guten.

Ihr pirscht als selbst ernannter Geisterjäger durch das Anwesen, um die modrigen Bewohner aus dem Gemäuer zu vertreiben. Spielerisch wirkte die Mischung aus Adventure und Rollenspiel damals frisch und konnte vor allem durch seine technische Präsentation überzeugen. Die expliziten Sterbeanimationen sind zudem bis heute nichts für schwache Nerven.

Elvira - Mistress of the Dark ist somit der perfekte Begleiter für den Halloween-Monat Oktober. Alle, die mehr über dieses Spiel erfahren möchten, lesen unseren ausführlichen Test

Nintendo Classic Mini Famicom (vom 01.10.2016)

Wie wir unlängst berichteten, veröffentlicht Nintendo Anfang November das sogenannte Nintendo Classic Mini NES. Die kleine Retro-Konsole wird bequem per HDMI an den Fernseher angeschlossen und dank der dreißig vorinstallierten Spiele, darf sofort losgelegt werden. Eine feine Sache, nicht nur für Nostalgiker, sondern auch für jüngere Gamer, die einen Einblick in die gute alte 8-Bit-Zeit gewinnen möchten.

Kenner werden allerdings wissen, dass das Nintendo Entertainment System in seinem Heimatland Japan unter einem anderem Namen erschien. Hier hörte das Gerät auf den Namen Family Computer (kurz Famicom). Neben dem etwas kindlicheren Look, verfügte die Konsole über zwei, fest verdrahtete Controller und einen regulären Modulschacht auf der Oberseite.

Folgerichtig sollte doch auch in Japan eine Miniaturausgabe des Famicom erscheinen, oder? Na klar, so ist es auch. Nintendo veröffentlichte diese Woche einen Trailer zum Launch des Geräts. Das Design entspricht ebenfalls der Original-Konsole und die beiden charakteristischen Joypads sind auch dabei. Alles eben nur etwas kleiner.

Weitere Unterschiede zur westlichen Variante gibt es vor allem bei den Spielen. Neben den unvermeidlichen Mario- und Zelda-Klassikern, sind hier einige, bei uns eher weniger bekannte Games mit an Bord. Beispielsweise Tsuppari Oozumou (eine Sumo-Simulation) oder Yie Air Kung-Fu (ein Beat-Em-Up der ersten Generation). Das Famicom Mini dürfte deshalb hierzulande vor allem für Sammler interessant sein. (TN)

 

 

Ozapft is! (vom 17.09.2016)

Heute, pünktlich um 12:00 Uhr Mittag, war es wieder soweit: Auf der Theresienwiese wurde das erste Bierfass vom Münchner Oberbürgermeister angezapft. Dies ist der alljährliche Startschuss für das größte öffentliche Besäufnis der Welt – von manchen auch Oktoberfest genannt.

Während die eine Hälfte der Münchner seit Monaten auf dieses Ereignis hinfiebert, verlassen die restlichen Einwohner in den nächsten 14 Tagen nur noch im absoluten Notfall ihre Wohnung. In dieser Zeit haben die Lederhosen- und Dirndl-Träger die Stadt fest im Griff.

Für gestandene Gamer gibt es so oder so relativ wenig Anreize, sich in das Getümmel der Wiesn zu stürzen. Schließlich wird auf einem Volksfest, neben Dosen-Werfen oder Frösche-Klatschen, spielerisch eher wenig geboten. Biergenuss und die Vorliebe für klassische Videospiele müssen sich aber nicht unbedingt ausschließen. Der Arcade-Klassiker Tapper ist wohl das beste Beispiel für diese These.

Bei Tapper handelt es sich um einen Arcade-Automaten, der 1983 von Bally Midway vertrieben wurde. Neben der ungewöhnlichen Tatsache, dass man in diesem Game einen gestressten Schankkellner spielt, sticht vor allem der originelle Controller ins Auge. Dieser erinnert nämlich nicht zufällig an den Hebel einer Zapfanlage, wie man ihn aus der Kneipe kennt. Das (leider nur virtuelle) Bier fließt bei Tapper also in Strömen. Mit dem Joystick in der Mitte steuert ihr lediglich die Laufrichtung des gestressten Barkeepers.

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: An jeweils vier Theken versucht ihr die zügig anrückende Kundschaft schnellstmöglich mit frischem Bier zu versorgen.

Zeitgleich müsst ihr darauf achten, dass die nach dem Genuss achtlos zurückgeschleuderten Krüge nicht von der Theke plumpsen. Passiert dies im Eifer des Gefechts doch, verliert ihr eines eurer drei Bildschirmleben. Das gilt übrigens auch für den Fall, dass ihr ein Bier zapft, obwohl kein zahlender Abnehmer in Reichweite ist oder aber ein Gast das Ende der Theke erreicht, ohne von euch bedient worden zu sein. Der Alltag eines Barkeepers ist wahrlich kein Zuckerschlecken.

Immerhin lassen einige Schluckspechte ein Trinkgeld am Tresen liegen, was euren Highscore in die Höhe schnellen lässt. Zwischen den einzelnen Runden gibt es zudem kurze Verschnaufpausen in Form von Hütchenspielen.

Beim Spielen von Tapper ist vor allem das richtige Timing und ein gutes Reaktionsvermögen gefragt. Wie in Spielen dieser Periode üblich, steigert sich der Schwierigkeitsgrad stetig und ihr werdet schon nach kurzer Zeit nicht mehr wissen, wo euch der Kopf steht. Übung macht hier den Meister.

Umsetzungen für Konsolen und Heimcomputer gab es damals reichlich (u.a. für Atari 2600, C64, Schneider CPC), aber der optimale Spielspaß kommt meiner Meinung nach nur am Automaten auf. Das Bierzapfen geht mit dem Hebel einfach am schnellsten von der Hand und macht den besonderen Reiz des Spiels aus. Falls ihr hierzulande einen Tapper-Automaten sucht, solltet ihr einen Ausflug nach Karlsruhe (RetroGames e.V.) oder Rodenbach (For Amusement Only e.V.) einplanen. Hier könnt ihr am originalen Gerät testen, ob ihr zum Schankkellner taugt oder nicht.

Arm werdet ihr dabei übrigens nicht. Die Geräte sind nämlich allesamt auf „Free-Play“ gestellt. Da bleibt dann sicher auch noch Geld für das eine oder andere Bier. Prost! (TN)

 

 

Neuer Spieletest Online (vom 10.09.2016)

Einige von Euch werden sich vielleicht noch an den ungewöhnlichen Mix aus Puzzle-Game und Jump-and-Run namens „A Boy and his Blob“ erinnern. Das Spiel erschien 1989 auf dem NES und wurde von keinem Geringeren als David Crane entwickelt, der sich einige Jahre zuvor bereits mit dem Ur-Hüpfspiel „Pitfall“ einen Namen machte. Seitdem ist viel Zeit vergangen und es wurde ruhig um den Jungen mit seinem treuen Freund Blob, der sich vor allem durch seine exzessive Vorliebe für Jellybeans auszeichnete. Glücklicherweise nahm sich das Entwicklerstudio WayForward 2009 diesem fast vergessenen Klassiker an und schuf eine zeitgenössische Neuinterpretation für die Wii. Seit Anfang des Jahres dürfen nun endlich auch Besitzer der aktuellen Konsolengeneration ran. (SK)

Wir haben uns für euch mit jeder Menge Geleebohnen eingedeckt, um zu ergründen, ob es sich immer noch lohnt, mit den beiden unterschiedlichen Charakteren durch quietschbunte Welten zu streifen. Hier geht´s zu unserem ausführlichen Test

Retro Gamer Gewinnspiel (vom 01.09.2016)

Bevor die ersten MS-DOS-PCs auch für Privatpersonen erschwinglich waren, ebneten eine ganze Reihe von sogenannten "Heimcomputern" den Weg für die grauen Rechenknechte. Ein ganz besonders beliebter Vertreter dieser Gattung war und ist sicherlich der Commodore 64 - kurz C64.

Dank der freundlichen Unterstützung der eMedia GmbH verlosen wir wieder zehn Exemplare der Retro Gamer. In der aktuellen Ausgabe des Magazins wird der bereits erwähnte C64 ausführlich beleuchtet. Um an eine der Ausgaben zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

In welchem Jahr wurde die Produktion des C64 eingestellt?

A - 2001

B - 1989

C - 1994

Schickt uns eine E-Mail mit eurer Antwort (und eurer Anschrift) an die folgende E-Mail-Adresse info@retrovideogames.net. Die ersten zehn Teilnehmer (mit der richtigen Antwort) gewinnen. Der Einsendeschluss ist der 18.09.2016. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 19.09.2016: Gewonnen haben Karin L., Janet L., Felix B., Falko B., Timo H., Till V., Jens B., Michael E., Julian B., Ali U.

Gamescom 2016 (vom 21.08.2016)

Nachdem ich es letztes Jahr leider nicht auf die Gamescom geschafft habe, hat es mir diesmal einfach keine Ruhe gelassen. Ich musste mich endlich wieder in das Getümmel der größte Spielemesse Europas stürzen und mir selbst ein Bild von den angekündigten Spiele-Highlights machen.

Positiv überrascht hat mich der, gottlob wieder etwas gedrosselte, Besucherandrang am Fachbesuchertag. Die Hallen im Kölner Messezentrum waren natürlich gut gefüllt, tumultartige Zustände, wie in den Jahren zuvor, konnte ich aber nicht beobachten.

Der seit Monaten auf uns zu rasende Hype Train "VR" stand natürlich ganz klar im Fokus der diesjährigen Gamescom. Kaum ein Hersteller konnte es sich demnach erlauben, nicht zumindest ein Spiel für das zukunftsträchtige Medium anzukündigen (egal für welches der Systeme). Aber Hypes haben nun mal die negative Angewohnheit, sehr schnell wieder abzuflauen und nach kurzer Zeit keine Rolle mehr zu spielen. Gamer können wahrlich ein Lied davon singen. Ich erinnere hier nur an bewegungssensitive Spiele (z.B. Wii, Kinect) oder die große 3D-Welle (z.B. 3DS, PS3). Ob sich die technikhungrige und momentan noch sehr teure VR-Technik langfristig am Spielemarkt durchsetzen wird, bleibt also abzuwarten.

Bei aller Skepsis habe ich es mir aber natürlich nicht nehmen lassen, mich voller Begeisterung in die düstere Welt von Batman VR (PlayStation VR) zu stürzen und mich auf eine 4D-Achterbahnfahrt zu begeben (Samsung Gear VR). Eine wirklich vielversprechende Technik. Warten wir einfach ab, was hier in den nächsten Jahren auf uns zukommt.
Abseits von VR gab es aber natürlich auch noch jede Menge zu erleben. Neben den obligatorischen Fortsetzungen, wie Fifa 2017 oder Forza Horizon 3, gab es mit dem spielbaren Film Detroit (für die PS4) tatsächlich noch eine waschechte Neuentwicklungen zu entdecken. Ich durfte von dem Spiel zwar nur eine Präsentation sehen, allerdings machen mich die Anleihen bei Heavy Rain und das an Blade Runner erinnernde Setting sehr neugierig.

Nicht wirklich neu, aber dafür solide, wirkt auf mich das Action-Gemetzel Gears of War 4, für die Xbox One. Das kurzweilige Spielprinzip, gepaart mit völlig übertriebener Splatter-Action mag man, oder eben nicht. Mich als alten Probotector-/ Contra-Veteran spricht es auf jeden Fall an.

Nintendo hielt sich erwartungsgemäß bedeckt. Bereits im Vorfeld der GC war klar, dass die Japaner ihren WiiU-Nachfolger (Nintendo NX) erst im September präsentieren wollen. So mussten sich Nintendo-Fans wohl oder übel mit bekannten Spielen (Splatoon, Super Smash Bros.), sowie mit diversen Download-Titeln begnügen (u.a. Captain Toad, Pikmin 3). Der wirkliche Kracher, The Legend of Zelda: Breath of the Wild, blieb nur wenigen Pressevertretern vorbehalten. Mir ist es leider nicht gelungen, im Vorfeld einen der heiß begehrten Präsentationstermine zu ergattern.

Alle Highlights der Messe aufzuführen würde sicherlich den Rahmen dieses Artikels sprengen. Um euch aber einen besseren Eindruck meines Besuchs in Köln zu vermitteln, gibt´s natürlich wieder ein kurzes Video mit meinen persönlichen Eindrücken der GC 2016. Viel Spaß dabei! (TN)  

 

 

Master System Evolution

Das Master System lebt (vom 12.08.2016)

Brasilien ist nicht nur bekannt für Samba, Karneval und sportliche Großereignisse, vielmehr ist Brasilien auch eine der letzten 8-Bit-Bastionen der Welt! Schließlich wird hier bis heute das Master System hergestellt. Aktuelle Konsolen sind am Zuckerhut natürlich bekannt, aber utopisch teuer und deshalb nur für gutbetuchte Zocker ein Thema.

Schuld an dieser Misere sind die enormen Steuern und Einfuhrzölle, die die brasilianische Regierung für elektronische Erzeugnisse aus dem Ausland festgelegt hat. Wer hier beispielsweise eine PS4 sein Eigen nennen möchte, muss mindestens 1400 Euro auf den Tisch legen. Für Spiele fallen dann jeweils noch mal 60 Euro an. Bei einem durchschnittlichen (monatlichen) Einkommen von gerade mal 670 Euro kann man sich vorstellen, dass wohl nur wenige Brasilianer in den Genuss der aktuellen Konsolengeneration kommen dürften.

Aber zurück zum Thema: Auch vor über 30 Jahren konnten Spielkonsolen in Brasilien, aus genannten Gründen, nur schwerlich an den Mann gebracht werden. Deshalb entschied sich Sega damals dazu, seinen NES-Konkurrenten Master System in Lizenz von Tectoy (einem einheimischen Elektronik-Hersteller) fertigen und vertreiben zu lassen.

Was soll man sagen? Der Plan ging voll auf und Brasilien war spielerisch für viele Jahre fest in der Hand der Sonic-Erfinder. Während dieser Zeit erschien eine Reihe von exklusiven Titeln und Umsetzungen für das Master System, wie zum Beispiel 8-Bit-Versionen von Street Fighter 2 oder Dynamite Headdy. 

Die Popularität des Master Systems in Brasilien ist heutzutage natürlich wesentlich geringer, als in den Jahrzehnten davor. Allerdings stellt Tectoy nach wie vor Konsolen in Lizenz her. Das aktuelle Modell hört auf den Namen Master System Evolution und hat bereits 132 Spiele vorinstalliert. Darunter befinden sich so ziemlich alle namhaften Titel, die jemals für das Master System erschienen, wie Sonic, Alex Kidd oder Shinobi. Einen Modulschacht besitzt das Gerät leider nicht. Mit dabei sind dafür zwei 6-Button-Pads, die manche von euch noch vom Mega Drive her kennen dürften.

Wer sich das kuriose Teil hierzulande besorgen möchte, schaut einfach mal bei Konsolenkost.de vorbei.

Street Fighter 2

Dynamite Headdy

Sonic Mania (vom 01.08.2016)

Anlässlich des 25. Jubiläums ihres Firmenmaskottchens vermeldete Sega kürzlich die baldige Veröffentlichung einer neuen Sonic-Episode, namens Sonic Mania. Halt, nicht gleich wegklicken! Ich weiß, einige der letzten Titel, mit dem blauen Igel in der Hauptrolle (z.B. Sonic - The Lost World), waren, na sagen wir mal ziemlich mittelmäßig, aber bei Sonic Mania wird es sich um ein reinrassiges 2D-Abenteuer, im Stile der alten Mega-Drive-Teile handeln. Technisch soll das Spiel nur dezent aufgepimpt werden (Animationen, Farben, etc.).

Laut dem britischen Magazin Retro Gamer orientiert sich Sonic Mania vom Spielgefühl her stark an den ersten 16-Bit-Teilen, was nicht der schlechteste Schachzug ist. Schließlich waren es genau diese Titel, die Sonic zu einer waschechten Ikone der Videospielgeschichte machten.

Sonic-Fans dürfen sich unter anderem auf die Neuinterpretation der guten alten "Green Hill Zone" freuen. Neben klassischen Spielabschnitten wird es aber auch brandneue Levels, wie die "Studiopolis Zone" geben. Zudem werden Veteranen allerlei Anleihen aus weiteren Sega-Klassikern, wie Streets of Rage oder Daytona USA entdecken.

Der Trailer sieht auf jeden Fall charmant aus und lässt uns ein paar der missglückten 3D-Ausflüge vergessen. Ein wenig gedulden müssen wir uns allerdings noch, denn erscheinen soll das Spiel erst im Frühjahr 2017 (für PS4, Xbox One und den PC).

 

 

Nintendo Classic Mini (vom 15.07.2016)

Eine der größten Stärken von Nintendo war seit jeher die Vermarktung und Pflege der eigenen Spiele. Gerade alte Klassiker, aus 8- und 16-Bit-Tagen, werden regelmäßig neu aufgelegt und können auch auf aktuellen Konsolen (kostenpflichtig) heruntergeladen werden.

Einige werfen Nintendo deshalb Profitgier vor, andere wiederum freuen sich darüber, ihre alten Lieblingsspiele auch auf ihrer neuen Konsole zocken zu können. Was Nintendo aber diese Woche vermeldete, kam völlig überraschend.

Die Japaner kündigten für diesen November eine neue Konsole, namens Nintendo Classic Mini an. Hierbei handelt es sich um eine Miniaturausgabe des legendären NES. Vorinstalliert sind bereits 30 (echte) Klassiker. Darunter befinden sich solche Perlen wie:

- Super Mario Bros. 1 - 3

- Castlevania I & II

- Donkey Kong & Donkey Kong Jr.

- Ghosts´n Goblins

- Kid Icarus

- Mega Man 2

- Ninja Gaiden

- Metroid

- The Legend of Zelda

Erweitern lassen sich die Spiele nachträglich leider nicht mehr. Die kleine Spielmaschine kann per HDMI-Kabel an den Fernseher angeschlossen werden und bezieht seinen Strom über USB. Den dazugehörigen Stromadapter, für die Steckdose, liefert Nintendo allerdings nicht mit. Mit dabei ist dafür ein Controller im NES-Design. Der finale Verkaufspreis wird bei 70 Euro liegen. (TN)

Sommerloch (vom 05.07.2016)

Fast hätte ich nicht mehr daran geglaubt: Das Thermometer zeigt seit einigen Tagen Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke an, die Biergärten laden zum gemütlichen Verweilen ein und die Besitzer von Eisdielen atmen erleichtert auf. Der Sommer ist endlich da!

Für alle, die sich auch von Terroranschlägen und Naturkatastrophen nicht entmutigen lassen wollen und trotzdem das schöne Wetter genießen möchten, beginnt jetzt die wohl schönste Zeit im Jahr. Leider bedeutet das auch, dass der Controller nun wesentlich weniger in die Hand genommen wird, als normalerweise üblich.

Das es in nächster Zeit urlaubsbedingt etwas ruhiger zugehen wird, merkt man nicht zuletzt an den Schlagzeilen der Tagespresse. Es ist mal wieder Zeit für mysteriöse UFO-Sichtungen, süße Tierbabys und die unvermeidlichen Grill-Tipps.

Zeit also auch für uns, diesem Vorbild nachzueifern. Da nach der E3 in Los Angeles erfahrungsgemäß wieder Ruhe in die Welt der Computer- und Videospiele einkehrt, beglücken wir euch (wie jedes Jahr) mit einem Musikvideo, das in irgendeiner Form Bezug auf unser Lieblingshobby nimmt. Diesmal haben wir ein besonders trashiges Exemplar aufgestöbert. Die Rede ist vom Titel "Männer sind Schweine" von den Ärzten (1998). Die digitalen Auftritte von Lara Croft in dem Video sind wirklich besonders schlecht gealtert. (TN)

 

 

Hyperkin Smart Boy (vom 26.06.2016)

Vor etwas mehr als einem Jahr machte der amerikanische Zubehörspezialist Hyperkin mit der Ankündigung eines Hardware-Adapters, namens Smart Boy, auf sich aufmerksam.

Was zuerst als Aprilscherz gedacht war, wurde kurz darauf schon ernst. Der Grund für das schnelle Umdenken der Macher war sicherlich die überwältigende Resonanz der potenziellen Käuferschaft. Die Scherzkekse von Hyperkin bekamen zu ihrem Fake-Adapter, der aus einem Smartphone (mit Hilfe eines Emulators) einen waschechten Game Boy bzw. Game Boy Color machen sollte, in kürzester Zeit so viele Kaufanfragen, dass es einfach kein Zurück mehr gab.

Auf der diesjährigen E3 gab es nun tatsächlich einen Prototyp des Super Boys zu sehen und der erste Eindruck war schon mal ganz ordentlich.

Ein wenig ernüchternd empfand ich ehrlichgesagt das etwas grobschlächtige Design des Adapters. Da es sich bei dem vorgestellten Exemplar offensichtlich um ein Development Kit handelt, kann sich hier aber bis zur endgültigen Veröffentlichung (angepeilt wird Q4 2016) noch einiges tun.

Zu sehen gab es den Super Boy bisher nur in der Android-Version. Laut den Angaben von Hyperkin soll aber auch eine iOS-Variante erscheinen. Welche Geräte schlussendlich genau unterstützt werden (Hersteller, Displaygröße, etc.) konnte ich bisher leider nicht eindeutig ermitteln. 

Warten wir also ab, was sich in Bezug auf die angesprochenen Punkte noch tut. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden. (TN)

 

 

Aus Alt mach Neu (vom 19.06.2016)

Die E3 in Los Angeles gehört alle Jahre wieder zu den Ereignissen, die von Gamern weltweit ungeduldig herbeigesehnt werden. Der größte Vorteil eben dieser Spieleschau besteht aber vor allem in der Exklusivität der vorgestellten Titel. Während bei den europäischen Pendants, wie der Gamescom in Köln, primär bereits bekannte Games präsentiert werden, enthüllen die Hersteller in LA zumeist ihre noch unbekannten Fortsetzungen und Neuankündigungen.

Bei meinen persönlichen Highlights der diesjährigen E3, handelt es sich natürlich nicht gerade zufällig, um Titel, die auf eine lange Tradition zurückblicken können.

Das erste Spiel, das meine Aufmerksamkeit auf sich zog, ist Resident Evil 7 (für PS4, Xbox One und PC). Alle, die jetzt gelangweilt abwinken, sollten sich schleunigst den Trailer zu dieser Fortsetzung ansehen. Nach eigenen Aussagen, besinnt sich der japanische Hersteller Capcom in diesem Spiel wieder seiner gruseligen Wurzeln, ganz im Stil der ersten Episoden auf der (Ur) PlayStation.

Entgegen den letzten Teilen, die eher wie Hollywood-Blockbuster inszeniert waren, arbeitet der siebte Teil wieder mehr mit klassischen Shockeffekten und Rätseln. Das fließbandmäßige Abschlachten von Zombie-Horden, soll somit endgültig der Vergangenheit angehören. Also Qualität, anstatt Quantität. 

Mit einem ganz besonderen Gimmick kann die PS4-Variante aufwarten. Hier wird das Spiel nämlich optional mit der im Oktober erscheinenden VR-Brille spielbar sein (PlayStation VR), was den Gruselfaktor noch um Vielfaches erhöhen sollte. Resident Evil 7 wird im Frühjahr 2017 verfügbar sein. 

Bei meinem zweiten Highlight noch von einem Geheimtipp zu sprechen, wäre wohl etwas vermessen. The Legend of Zelda: Breath of the Wild kommt ebenfalls Anfang des nächsten Jahres auf den Markt. Weniger klar war allerdings, ob die neue Zelda-Episode noch für Nintendos bereits abgeschriebene Konsole Wii U, oder gleich für den Nachfolger (Arbeitstitel "Nintendo NX") erscheinen wird. Wie aber bereits vermutet, bekommen beide Konsolen eine  angepasste Version des Spiels spendiert.

Inhaltlich soll sich bei dem neuesten Zelda-Teil allerdings einiges ändern. Nintendo bewegt sich mit Breath of the Wild weg vom eher linearen Spielerlebnis, und geht mehr in Richtung Open World.

Hinzu gesellen sich allerlei rollenspieltypische Inhalte, die sich deutlich an aktuellen Genre-Vertretern orientieren. Somit gibt es nun haufenweise Ausrüstungsgegenstände in der weitläufigen Spielewelt zu finden, deren Eigenschaften im Verlauf des Abenteuers eine große Rolle spielen können. So verschlechtern sich Links Fähigkeiten beispielsweise deutlich, wenn er sich zu dünn angezogen, in einem kalten Umfeld bewegt.

Auch die regelmäßige Nahrungsbeschaffung wird sich nicht unerheblich auf die Ausdauer eures Protagonisten auswirken. Ob man das nun als sensationelle Innovation, oder eher als längst überfällige Anpassung an moderne Spielgewohnheiten ansehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Optisch präsentiert sich The Legend of Zelda: Breath of the Wild in einem hübschen Cel-Shading-Gewand, das sich angenehm von der zumeist düsteren Konkurrenz abhebt. Trotz alledem bleibt abzuwarten, ob es Nintendo schaffen wird, die neuen Elemente erfolgreich mit dem gewohnten Zelda-Feeling zu verknüpfen, ohne dabei die langjährigen Fans der Serie zu verschrecken.

 

 

 

 

Und dann kam Tetris (vom 12.06.2016)

Der CSW-Verlag veröffentlicht, neben dem regelmäßig erscheinenden RETRO Magazin, immer wieder interessante Bücher zum Thema Classic Gaming. So wie jüngst geschehen mit einem Werk namens "Und dann kam Tetris", des Autors Christian Gehlen.

Wer jetzt allerdings eine, auf knapp 200 Seiten gestreckte, Abhandlung der Entstehungsgeschichte des weltweiten Phänomens Tetris erwartet, befindet sich auf dem Holzweg. Ganz entgegen dieser Erwartung, beginnt das Buch zeitlich gesehen Anfang der 70er-Jahre, als die ersten elektronischen Spiele die Arcades überschwemmten und Atari-Gründer Nolan Bushnell, mit Pong, einen regelrechten Boom auslöste, der erst mit dem legendären Videospiele-Crash (1983) eine kurzzeitige Unterbrechung fand.

Im weiteren Verlauf des Buchs geht Christian Gehlen, der seit Jahren als Journalist bei verschiedenen Onlineportalen tätig ist (u.a. snesfreaks.com), auf die Anfänge von Nintendo im Westen ein und spannt einen Bogen vom erfolgreichen Launch des NES bis hin zur Entstehungsgeschichte des Knobel-Klassikers Tetris.

Die historischen Fakten dürften gestandenen Gamern natürlich bekannt sein, allerdings liest sich "Und dann kam Tetris" angenehm kurzweilig und spart auch nicht mit lustigen Anekdoten zu den Protagonisten dieser aufregenden Epoche. Dank des günstigen Preises, von gerade mal 9,99 Euro, gibt´s von uns eine klare Kaufempfehlung. (TN)

Worms WMD (vom 06.06.2016)

Die Spieleserie Worms zählt, genau wie Bomberman, zu meinen liebsten Multiplayer-Games aller Zeiten. Das Ziel des Spiels ist schnell umschrieben (fege mit einer Armee von bewaffneten Würmern das Team deines Gegners vom Bildschirm) und die Steuerung in kürzester Zeit erlernt.

Meiner Meinung nach zwei Grundzutaten, für einen echten Spieleklassiker. Dank abgedrehter Waffen, wie explodierenden Schafen oder heiligen Handgranaten, schafft es der britische Traditionsentwickler Team17 seit nunmehr 21 Jahren, diabolische Schadenfreude bei Zockern weltweit auszulösen. Der schwarze Humor ist ein wichtiger Bestandteil der Serie und so lassen es sich die Wurm-Soldaten natürlich nicht nehmen, ihre Gegner mit frechen Sprüchen zu verhöhnen, bevor sie ihre überdimensionierten Waffen abfeuern ("Banzaaaaiiiiii!"). Das so mancher Angriff dabei nach hinten losgeht, gehört zum partytauglichen Spielprinzip.

Zum ungeraden Jubiläum hat Team17 für dieses Jahr eine neue Worms-Episode, namens Worms WMD für PS4, Xbox One und PC angekündigt. Wie bereits im Trailer zu sehen ist, gesellen sich hier auch neue Spielelemente (wie lenkbare Fahrzeuge und einnehmbare Festungen) zum klassischen Spielprinzip hinzu. Wann genau das Spiel erscheinen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. (TN)

 

 

Contra lebt, aber... (vom 28.05.2016)

Wer unsere Webseite schon eine Weile verfolgt, hat sicherlich mitbekommen, dass wir allesamt riesige Fans der Contra-Reihe sind (in Deutschland unter dem Namen Probotector bekannt). Vor allem die Portierungen für das NES und SNES sind nach wie vor echte Spielspaßgranaten, gerade zusammen mit einem zweiten Mitspieler.

Leider wurde es in den letzten Jahren ruhig um die einstmals so erfolgreiche Run-and-Gun-Serie des japanischen Herstellers Konami. Die letzten (durchaus gelungenen) Lebenszeichen gab es 2009 auf der Wii (Contra ReBirth) und 2011 auf der PS3 bzw. Xbox 360 (Hard Corps: Uprising).

Kürzlich erschien allerdings ein Trailer zu einem Remake des Spielhallen-Klassikers von 1987. Wie in letzter Zeit so oft, hat aber auch diese Ankündigung von Konami einen Haken. Contra Mobile (so der vorläufige Titel) soll, wie es der Name schon erahnen lässt, ausschließlich auf Smartphones spielbar sein (iOS und Android). Dieses Manko ließe sich mit einem Bluetooth-Controller ja noch beheben, aber damit nicht genug: Bisher wurde nur eine Fassung für den chinesischen Markt vorgestellt, die dort im Laufe des Jahres erscheinen soll.

Ob es tatsächlich eine Umsetzung für westliche Fans der Reihe geben wird, steht noch in den Sternen. Wartens wir´s also ab und erfreuen uns zumindest an dem hübschen Trailer. (TN)

1987

2016

 

 

Retro Receiver NES (vom 16.05.2016)

Zockt ihr eure alten Games auch am liebsten auf der Original Konsole? Emulatoren sind natürlich eine feine Sache, keine Frage. Gerade dann, wenn man ein Spiel erst einmal testen möchte, bevor das Geld seinen Besitzer wechselt. Schließlich sind die Preise für gebrauchte Spiele in den letzten Monaten geradezu explodiert. Gut erhaltene Module für das NES oder SNES gibt es beispielsweise kaum noch für unter 30 Euro.

Das nostalgische Gefühl, sobald die Cartridge in den Modulschacht wandert (Staub rauspusten nicht vergessen!) und der alte Controller in die Hand genommen wird, ist nahezu unbezahlbar. Für mich gehört das, genau wie Bier und Chips, einfach zu einer Retro-Session mit guten Kumpels dazu.

Retro-Feeling schön und gut, was mich aber immer wieder extrem nervt, ist der Kabelsalat, der sich unweigerlich einstellt, sobald mehr als ein Controller an die Konsole angeschlossen wird. Auf diesen Teil des nostalgischen Happenings könnte ich gerne verzichten.

Dies dachten sich wohl auch die Nintendo-Spezialisten von 8bitdo.com. Hier gibt es seit Kurzem einen Bluetooth-Adapter für das NES. Einfach in den Controller-Port eurer Konsole stöpseln und mit bis zu zwei PS3-, PS4- oder WiiU-Pro-Controllern pairen. Schon hat das Kabelgewirr ein Ende.

Wer es etwas originalgetreuer haben möchte, besorgt sich natürlich noch einen der hübschen Retro-Controller aus dem selben Hause. Hierzulande werden die Produkte von 8Bitdo übrigens von dragonbox.de vertrieben. (TN)

 

 

GOG Gewinnspiel (vom 10.05.2016)

Nachdem die Feierlichkeiten zu unserem 10-jährigen Jubiläum abgeschlossen sind und der Kater so langsam abklingt, wäre es doch eine Schande, nicht auch an euch zu denken. Schließlich sollt auch ihr für eure Treue belohnt werden.

Dank der freundlichen Unterstützung von GOG.com verlosen wir diesmal zehn Spiele-Klassiker aus dem umfangreichen Arsenal des Online-Anbieters. Darunter befinden sich solche Perlen wie Sam & Max Hit the Road, Indiana Jones and the Fate of Atlantis (beide von LucasArts), Populous, Dungeon Keeper, uvm.

Um an einen der Download-Codes zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

Für was stand die Abkürzung "GOG" ursprünglich?

A - Grumpy Old Gamer

B - Good Old Games

C - Ganz oder gar nicht

Schickt uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort an die folgende Adresse info@retrovideogames.net. Der Einsendeschluss ist der 31.05.2016. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 01.06.2016: Gewonnen haben Lars B., Heinz S., Andrea S., Matthias S., Peter H., Petra K., Bernd K., Sabine A., Bettina B., Elena V.

10 Jahre Retro Videogames (vom 01.05.2016)

Happy Birthday to us! 10 Jahre ist es nun her, seit ich zum ersten Mal das dringende Bedürfnis verspürte, mein Wissen über klassische Computer- und Videospiele mit der Welt zu teilen. Eine (anfangs noch recht schlichte) Webseite war schnell zusammengeklickt und das Projekt "Retro Videogames" begann nach und nach Formen anzunehmen. 

Nach all den Jahren kam so einiges zusammen: 60 Spieletests, 11 Interviews, über 300 News-Artikel, haufenweise YouTube-Videos und vieles, vieles mehr. Eine Menge Holz, für eine unabhängige Webseite wie diese. Allein wäre das nur schwer zu bewerkstelligen gewesen. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinen beiden langjährigen Mitstreitern Steffi und Yasin bedanken! Ohne eure tatkräftige Unterstützung hätte ich sicher nicht so lange durchgehalten. Mein besonderer Dank geht natürlich an alle Besucher von Retrovideogames.net. Bleibt uns weiterhin so treu!

So, nun aber genug mit dieser schamlosen Selbst-beweihräucherung. Warum also nicht lieber ein paar prominente Freunde und Unterstützer unserer Webseite zu Wort kommen lassen? ;-)

Fabian Döhla 

PR Manager Sega Online

Winnie Forster 

gameplan.de

 

 

"Zehn Jahre - im Bereich der Unterhaltungselektronik ist das eine lange Zeit, im Spezialgebiet der Retrospiele aber nur ein Bruchteil einer vor fast fünfzig Jahren begonnen Geschichtsschreibung.

Aber auch Bruchteile machen ein großes Ganzes aus und so können im pulsierenden Lebenszyklus einer Hardwaregeneration zehn Jahre über Leben und Sterben von Konsolen, Softwareentwicklern und Franchises entscheiden.

Im Falle von Retrovideogames.net hat sich die Geschichte gnädig gezeigt und uns zehn Jahre an einem tollen, lilafarbenen Retroprojekt teilhaben lassen, dass ich stets gerne verfolgt habe. Ich gratuliere herzlich zum Jubiläum und hoffe, auch 2026 noch über Trends und News aus dem Retrosektor informiert zu werden!"

 

Sebastian Kalitzki 

Pixelkitsch.de

Constantin Gillies 

Autor der Extraleben-Buchreihe

"Weißte noch …? Wahrscheinlich haben das schon die Neandertaler gesagt, als sie abends vorm Feuer saßen. Sobald mehr als zwei Menschen zusammensitzen und in die Flammen starren, geht der Blick zurück. Nicht in Wut, sondern voller Sehnsucht, nach einer Zeit, in der alles einfacher zu sein schien. 

Wer heute allerdings stehenbleibt und zurückguckt, ist der Freak. Die angesagte Social-Media-Plattform wechselt fast wöchentlich, genau wie die Geräte, auf die wir starren. Digitalisten sind einfach zu beschäftigt, um sich um ihre Geschichte zu kümmern. Oder um Geschichten.  

Doch das ist falsch. Manchmal kann man die Dinge nur verstehen, wenn man ab und zu in den Rückspiegel guckt. Deshalb sind Seiten wie Retrovideogames.net so wichtig. Sie konservieren die Zeit, in der eine Jugend auf ihr eigenes Lagerfeuer starrte – den Fernseher oder Monitor, über den 8- oder 16-Bit-Klötzchen zuckelten. Diese Ära hält Thomas und sein Team seit zehn Jahren lebendig, nicht mit trockenen digitalhistorischen Abhandlungen, sondern mit persönlichen Geschichten.

Mach doch noch mal das Lagerfeuer an. Drück noch mal auf Start. Auf die nächsten zehn Jahre!"

3DS im Retro-Look (vom 16.04.2016)

Nintendo Japan kündigte letzten Monat den baldigen Release einer Sonder-Edition des New 3DS XL an. So weit, so unspektakulär, oder? In diesem Fall natürlich nicht, denn bei der angekündigten Version des Handhelds handelt es sich um eine liebevoll, im Stil des SNES (bzw. Super Famicom in Japan) gehaltenen Special Edition, die vor allem für Retro Gamer interessant sein dürfte.

Meine Meinung zum New 3DS ist durchaus zwiegespalten: Einerseits ist der 3D-Effekt des oberen Screens nun endlich so stabil, wie er eigentlich bereits zur Erstveröffentlichung der Konsole hätte sein sollen. Andererseits überzeugt mich der viel zu klein geratene Analog-Stick wenig. Auch die Tatsache, dass die im eShop angebotenen Download-Spiele für das SNES nur auf der neuen Variante des 3DS laufen, finde ich mehr als fragwürdig. Nichtsdestotrotz ist der New 3DS eine tolle Konsole für Unterwegs.

Aber zurück zur Special Edition: Die Rückseite des Geräts sieht dem originalen Super Nintendo zum verwechseln ähnlich und auch die Buttons sind im alten Design gehalten. Nun aber zur schlechten Nachricht: Bisher wurde die Sonder-Edition nur für den japanischen Markt angekündigt. Ob hierzulande ein entsprechendes Equivalent erscheinen wird, ist bisher ungewiss. Wer sich das Teil nun kurzerhand aus Japan importieren möchte, sollte zudem bedenken, dass der 3DS einen Region-Lock verbaut hat. (TN)

Alles Gute Link (vom 09.04.2016)

Einige von euch können sich bestimmt noch daran erinnern: Ihr steht ganz in Grün gekleidet ohne Rüstung und Waffe in einer kargen Landschaft; ganz in der Nähe von euch befindet sich eine Höhle. Ein Bildschirm weiter links begegnet ihr spuckenden Igeln, die euch nach dem Leben trachten. Geht ihr nach oben oder nach rechts, schaut es nicht besser aus. Also macht ihr genau das, was euch zu Beginn von The Legend of Zelda (NES) am Sichersten erscheint; ihr rettet euch in eine dunkle Höhle, ohne zu wissen, was euch dort erwartet. Damit ist es beschlossene Sache: Das Abenteuer nimmt seinen Lauf! 

Unglaublich, dass dieses Ereignis bereits dreißig Jahre her ist, wo ich mich doch noch so gut an die Anfänge erinnern kann, die sich fest in mein Gedächtnis eingegraben haben. Schon die ersten Spielminuten, begleitet von der epischen Musik aus der Feder von Koji Kondo, ließ mich damals spüren: Dieses Spiel ist etwas Besonderes!

Zeit für ein wenig Geschichtsunterricht: Am 21. Februar 1986 erschien The Legend of Zelda auf dem Famicom Disk System in Japan, ein Jahr später folgte dann die Modul-Version für europäische NES-Besitzer. Verantwortlich für diesen ersten Paukenschlag war kein Geringerer als Shigeru Miyamoto, der geistige Vater von Spiele-Klassikern wie Super Mario, Star Fox oder Donkey Kong. Die Erfolgsgeschichte des Zipfelmützenträgers Link nahm seinen Lauf und das ist keineswegs übertrieben. Die Zelda-Reihe zählt mit über 60 Millionen verkauften Exemplaren (für alle Systeme) zu den populärsten Spielserien aus dem Hause Nintendo. Schon das Original aus den 80ern setzte mit seinem innovativem Gameplay Maßstäbe für das noch junge Action-Adventure-Genre. 

Die Entwickler sind sich im Laufe der Jahre, was das Spielprinzip angeht, ziemlich treu geblieben. So wecken alle Zelda-Games stets den Forscherdrang des Spielers. Die Zutaten sind dabei immer gleich: Zu Beginn liegt euch eine riesige Spielewelt zu Füssen (in der Regel das Königreich Hyrule), die mit vielen Rätseln, versteckten Höhlen und Herzteilen aufwartet. Die Dungeons, früher Level genannt, punkten mit verborgenen Räumen, in denen magische Items versteckt sind. Ohne diese Gegenstände ist es euch unmöglich bis zum Endboss vorzudringen. Fast immer mit von der Partie ist die namensgebende Prinzessin Zelda. Der Held ist und bleibt allerdings der Jüngling Link, was bei Nichtkennern der Reihe schon mal für Verwirrung sorgen kann.

A Link to the Past (SNES)

Ocarina of Time (N64)

Diese gleichbleibenden Merkmale bedeuten allerdings nicht, dass sich die Serie nie weiterentwickelt hat. Bereits Zelda 2: Adventure of Link beispielsweise (erschien 1987 für das NES), kam in ungewohnter Sidescrolling-Manier daher und wies RPG-Elemente auf. Es blieb bis heute allerdings das einzige Zelda, bei dem Link Erfahrungspunkte sammeln musste, um sein Fähigkeiten zu verbessern. 2002 wagte sich Nintendo dann mit Wind Waker (für den Game Cube) an einen frischen, comichaften Grafikstil, der später auch in den NintendoDS-Spielen Phantom Hourglass und Spirit Tracks aufgegriffen wurde. Leider konnten sich die meisten Zelda-Fans nicht mit den zaghaften Eingriffen anfreunden und so ist es wenig verwunderlich, dass sich Nintendo mittlerweile mit Änderungen am grundsätzlichen Spielprinzip zurückhält.

Keine Angst, ich werde jetzt bestimmt nicht auf jedes einzelne Spiel der Reihe eingehen, das in den letzten 30 Jahren erschien. Das würde den Rahmen unserer News-Sektion sicherlich sprengen. Daher nur soviel: Zu den beliebtesten Episoden der Fans gehören mit Abstand Zelda - A Link to the Past (veröffentlicht 1991 für das SNES) und Zelda - Ocarina of Time (erschien 1998 für das N64). Falls ihr also den bestmöglichen Einstieg in die Welt von Zelda sucht, solltet ihr definitiv mit einem dieser Teile beginnen.

Alte Hasen, die bereits alle offiziellen Teile der Serie durchgespielt haben und jedes Dungeon in und auswendig kennen, könnten sich für einen der zahlreichen Ableger interessieren, wie beispielsweise das Hack-and-Slay Hyrule Warriors (erschien 2014 auf der Wii U) oder Link´s Crossbow Training (Lightgun-Shooter für die Wii). Außerdem spendiert Nintendo seinem berühmten Mützenträger seit 1999 immer wieder Auftritte in der hauseigenen Prügel-Serie Super Smash Bros.

Aber wie geht es mit Zelda weiter? Letztes Jahr sorgte beispielsweise ein Gerücht über eine weibliche Version von Link für mächtig Gesprächsstoff unter den Fans. Diese Gerüchte basierten auf der optischen Wandlung, die Link in seiner langjährigen Lebenszeit durchlaufen hat. Betrachtet man sich dann noch die neuesten Screenshots, der für 2016 erwarteten Fortsetzung (für Wii U und / oder den Nachfolger), könnte man tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass der gute Link seine Ersparnisse in eine Geschlechtsumwandlung investiert hat. 

Schlussendlich bleibt abzuwarten, wie sich die Reihe weiterentwickeln wird. Da sich in den letzten Jahren besonders Open-World-Spiele (wie zum Beispiel Witcher 3) großer Beliebtheit erfreuen, ist es nicht abwegig, dass auch Nintendo diesen Weg einschlagen könnte. Doch das ist derzeit noch reine Spekulation.

Es mag also in den Sternen stehen, wohin die Reise mit Link und Prinzessin Zelda gehen wird, aber eines kann man wohl mit Gewissheit festhalten: Die Zelda-Serie leibt weiterhin spannend, episch und einzigartig. Ich werde auf jeden Fall wieder voller Vorfreude zum Schwert greifen, um Zelda zu retten und jede Menge Bösewichte ins Jenseits zu befördern. (SK)

Elf oder Elfin?

Sega is back! (vom 01.04.2016)

Wenn das mal nicht die News-Meldung des Jahres ist! So mancher Experte hat es bereits geahnt: Nachdem Nintendo seit geraumer Zeit schwächelt und Sony, sowie Microsoft, mit ihrer primären Auslegung auf physikalische Medien dem Trend hinterherlaufen, ist die Zeit reif, für einen neuen (alten) Herausforderer - Sega is back!

Die Sonic-Erfinder besinnen sich ihrer alten Stärken und bringen, nach eigenen Aussagen, noch in diesem Geschäftsjahr eine neue Konsole auf den Markt. Überraschend? Eigentlich nicht. Sega zeichnete sich bereits in der Vergangenheit als erfolgreicher Hersteller von Videospielkonsolen aus. Zuletzt demonstrierte der japanische Konzern mit seiner Dreamcast eindrucksvoll, wie eine moderne Konsole auszusehen hat. Das ist aber bereits 15 Jahre (!) her und der Markt hat sich enorm weiterentwickelt.

Bisher sind nur wenige Fakten zu Segas geplantem Comeback bekannt. Klar ist nur, dass es sich bei dem Gerät um eine reine Online-Konsole, mit internem Flash-Speicher handeln wird. Spiele auf veralteten Medien, wie DVDs oder BluRays sind also endgültig Geschichte. Die Games sollen, gegen eine monatliche Gebühr, online gestreamt werden können. Sega kündigte bereits jetzt den Zugriff auf eine Vielzahl alter und neuer Games an. Ob es eine VR-Brille für das Gerät geben wird, oder wie der, nach eigenen Aussagen, revolutionäre Controller aussehen soll, ist bisher noch nicht bekannt. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt. Mehr Infos findet ihr auf der offiziellen Webseite

Neue NMag-Ausgabe verfügbar (vom 26.03.2016)

Pünktlich zum Frühling veröffentlicht die NMag-Redaktion mal wieder eines ihrer kostenlosen PDF-Magazine, für alle Nintendo-Nerds. Der Fokus der neuesten Ausgabe liegt ganz klar auf Zelda und dem aktuellen HD-Remake von The Legend of Zelda: Twilight Princess (erschienen für die Wii U).

Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum werden aber auch noch mal die Pocket Monsters, besser bekannt als Pokémon, näher beleuchtet. Besonders interessant finde ich hier das kuriose Prügel-Spin-Off Pokémon Tekken (ebenfalls für Wii U). Wer Pikachu und Co also schon immer mal ordentlich eins auf die Nase geben wollte, sollte sich den Test zum Spiel nicht entgehen lassen.

Zu guter Letzt findet ihr in der neuen NMag einen schönen Artikel über die aktuellen SNES-Download-Titel für den Nintendo 3DS. Bevor ihr jetzt aber beherzt zur Kreditkarte greift, um eure geliebten Spiele für die 16-Bit-Konsole auch unterwegs zocken zu können, sei noch erwähnt, dass ihr hierzu unbedingt einen "New" 3DS benötigt. Auf den älteren Konsolen laufen SNES-Spiele leider nicht. Ich persönlich halte diese Marketing-Maßnahme von Nintendo ja für sehr unglücklich.

Ach ja, fast hätte ich´s vergessen. Hier findet ihr den Download-Link zur 63. Ausgabe der NMag. (TN)

Street Fighter V (vom 10.03.2016)

Für mich gehört die Street-Fighter-Reihe seit jeher zur absoluten Creme de la Creme des Prügel-Genres. Das liegt sicherlich daran, dass ich den zweiten Teil damals auf dem SNES, zusammen mit meinen Kumpels, rauf und runter gezockt habe. Versteht mich nicht falsch, die grafisch opulenteren Neo-Geo-Pendants, wie King of Fighters, Samurai Shodown oder Art of Fighting konnten mich zu dieser Zeit ebenfalls an´s Pad fesseln, aber die erste Liebe bleibt eben doch etwas Besonderes.

Diese "Liebesbeziehung" hat bis heute angehalten und so hat es nun auch der kürzlich veröffentlichte fünfte Teil (erschienen für PC und PS4) in meine Spielesammlung geschafft. Was soll ich sagen? Alte SF-Tugenden, wie die akkurate Spielbarkeit und der (wie ich finde) äußerst charmante, comicartige Grafikstil wurden gekonnt in die nächste Generation übertragen. Insgesamt haben die Entwickler also noch mal kräftig an der Technik-Schraube gedreht. Die Auswahl an Charakteren (bisher 16) ist zwar nicht gerade üppig, sollte Veteranen, wie Neulinge aber erstmal zufrieden stellen. Capcom hat bereits angekündigt, in Kürze weitere Kämpfer als DLC (gegen Spielwährung oder echtes Geld) anzubieten. Am wichtigsten ist natürlich der Spielspaß, und der ist traditionell riesig, vor allem gegen menschliche Kontrahenten (egal ob Online oder Offline).

Ärgerlich ist aber Capcoms Entscheidung, keinen "echten" Story- bzw. Arcade-Modus zu integrieren. Diese Inhalte sollen erst im Laufe der nächsten Monate "nachgepatcht" werden. Solo-Spieler kommen somit leider (noch) nicht auf ihre Kosten. Wer mit diesem Manko leben kann, und mit dem Genre auch nur ein bisschen was anzufangen weiß, sollte trotzdem zugreifen. "HADOUKEN!" (TN)

 

 

Interview mit Joachim Hesse (vom 01.03.2016)

Vor allem PC-Zockern dürfte der Name Joachim Hesse ein Begriff sein. Schließlich werkelte er viele Jahre in den Redaktionen der Spielemagazine PC Action und PC Games. Dank seines ironischen Schreibstils hebt er sich bis heute angenehm von seiner Konkurrenz ab und mit Retro-Spielen hat er gar mehr am Hut, als ihr vielleicht denkt. Umso mehr hat es uns gefreut, dass sich "Onkel Jo" spontan zu einem kurzen Interview bereit erklärt hat.  

Wie bei unseren Interviews so üblich, würde ich zu Beginn gerne ein bisschen in deiner Vergangenheit wühlen. Was war der Auslöser für deine anhaltende Liebe zu Computer- und Videospielen?

JH: Elektronische Spiele haben mich fasziniert, seit ich als Knirps einen Pong-Klon in Aktion auf dem Fernseher erleben durfte. Fernsehen zum selber steuern - wie geil war das denn? Danach habe ich alles konsumiert, was mir zu dem Thema in die Finger kam: Atari VCS bei Freunden, C64-Diskettenspiele, Spielautomaten auf der Kirmes und so weiter. Eine Liebe, die nie aufgehört hat. Irgendwann stand dann auch mein erster eigener Computer im Kinderzimmer. 

Wie du selbst sagst, wurde dir bereits vor dem Ende deines Studiums klar, dass du zukünftig als Spielejournalist arbeiten möchtest. War das deine erste Berufswahl, oder bist du doch eher zufällig in diese Branche „abgedriftet“? 

JH: Na ja, klar wurde mir das schon früher, aber ich konnte das erst zu diesem Zeitpunkt in die Tat umsetzen. Vorhergegangen ist eine längere aus Interessen und gesellschaftlichen Zwängen geprägte Odyssee durch die deutsche Arbeitswelt. Ich habe zum Beispiel auch eine Ausbildung als Industriekaufmann abgeschlossen. Dass ich nachher als Spiele-Journalist angefangen habe, hatte weniger mit Zufall aber natürlich auch mit Glück zu tun. Es gab damals deutlich weniger Möglichkeiten in der Branche zu arbeiten als heute und es braucht immer jemand, der dir die Chance dazu gibt. 

Du gehörst der zweiten bzw. dritten Generation von Redakteuren an, die hierzulande über elektronische Spiele berichten. Hast du vor deiner beruflichen Karriere ebenfalls gerne in Zeitschriften geschmökert und falls ja, welche waren das? 

JH: Aber sicher. Ich habe alles gelesen, was ich in die Finger bekommen konnte. ALLES. Schließlich gar es zu Beginn dieser Leidenschaft auch noch kein Internet und ich war auf bedrucktes Papier für Informationen angewiesen. Jugendliche können sich das heute sicher kaum noch vorstellen. Power Play, Joker, Maniac, Video Games, Mega Fun … ich kenne sie wirklich alle, inklusive diverser Magazine aus England. Meine erste Liebe gehört allerdings ASM, das hat man sicher auch am Grad des Irrsinns der späteren PC Action gemerkt. In der ASM findet sich dann auch mein erster Text, für den ich bezahlt wurde. Lange bevor ich das zu meinem Beruf machen konnte. So, jetzt kannst du suchen, in welcher Ausgabe das war ... ;-) (Anmerkung der Red: Die exakte Ausgabe konnte ich leider nicht ausfindig machen, es handelte sich aber um eine Komplettlösung, die 1990 in der ASM veröffentlicht wurde)

Du hast viele Jahre lang als Redakteur bei den Zeitschriften PC Games und PC Action gearbeitet. Was hat dich speziell an PC-Spielen gereizt bzw. hast du in dieser Zeit auch mal heimlich auf einer Konsole gezockt? 

JH: Es gab natürlich auch vor meiner Zeit bei Computec PC-Spiele, die mich gefesselt haben. Day of the Tentacle, Wing Commander 3, Command & Conquer, Doom. Aber mehr gespielt habe ich tatsächlich auf Konsolen. Da war ich auch damals das männliche Videospiele-Pendant zur allwissenden Müllhalde für meine Kollegen. Ist ganz praktisch, wenn man die Sachen weiß, die nicht auf Wikipedia stehen. Beruflich habe ich also alle PC-Spiele der damaligen Zeit erlebt, während ich mich zu Hause auf Konsole „weitergebildet“ habe. Später habe ich dann auch eine Konsolen- und Retrorubrik in die PC Action geschmuggelt. 

Nachdem die Auflagen der ehemals erfolgreichen Zeitschriften drastisch zurückgingen, hast auch du (zumindest temporär) den Weg in die Selbstständigkeit gewagt. Seitdem bist du hauptsächlich Online unterwegs. Wie hast du diesen Wechsel damals empfunden und was hat sich an deinem Arbeitsalltag geändert? 

JH: Den Weg in die Selbstständigkeit habe ich gewagt, weil mein damaliger Arbeitgeber Geld sparen wollte und Mitarbeiter entlassen hat. Als freiberuflicher Autor zu arbeiten erschien mir eine gute Idee. Ich habe damals auch noch sehr viel für „Print“ geschrieben, unter anderem für IGM, Gamepro, M! Games, Gamestar oder auch die englische Retro Gamer (was mich besonders gefreut hat). Online war da bereits mehr als nur auf dem Vormarsch. Das hatten zwar auch die meisten Zeitschriftenverlage erkannt, konnten aber ihre Arbeitsabläufe und Inhalte nicht schnell genug anpassen. Die Verlage haben damals viel Geld mit den Heften verdient, mit Online noch nicht. So hat man jahrelang wie erstarrt dabei zugesehen, wie immer mehr Leser in Richtung online abgewandert sind, hatte aber gleichzeitig zu viel Angst, an dem in den 80er- und 90er-Jahren geborenen Konzept der Print-Hefte etwas grundlegend zu ändern und damit die verbleibenden Käufer zu verprellen. Einen Markt für Print wird es aus meiner Sicht auch in Zukunft geben, nur nicht mehr als das meinungsbildende Leitmedium der früheren Jahre, sondern als Nischenprodukt. Ich hoffe, dass die Verlage da in gutrecherchierte und aufgearbeitete Artikel von Profis investieren. Online befindet sich inzwischen an einem ähnlichen Scheideweg wie Print vor einigen Jahren. Der Spiele-Journalismus der 2000er-Jahre existiert in dieser Form nicht mehr. Ich hoffe, dass die Online-Publizisten weniger Fehler begehen als die Print-Verlage von einst. 

Martin Kesici und Jo Hesse

Heute kennt man dich vor allem als Chefredakteur beim Spieleportal Spieletipps.de. Unboxing-Videos, Podcasts und der Dialog mit den Fans bei Twitter bzw. Facebook spielen da eine große Rolle. Wie schwer ist es heutzutage, sich am hart umkämpften Markt behaupten zu können? 

JH: Immerhin kennst du mich und die Inhalte, die ich produziere, insofern scheine ich nicht alles falsch gemacht haben. Wenn ich überlege, welche Menschen zu meiner Anfangszeit in der Branche bekannt waren, dann sind davon heute die meisten nicht mehr in dem Bereich aktiv. Den Leserkontakt haben wir damals bei der PC Action schon mit unseren Leserbriefen zelebriert. Facebook, Twitter und Youtube sind die nächste Stufe. Mir machen Social Media und der Kontakt zu Zuschauern und Lesern Freude, obwohl es auch viele Hohlbirnen gibt, die früher vielleicht an der Hürde gescheitert wären, eine Briefmarke für ihren Beitrag anzulecken. Zum Glück gibt es schöne und befriedigende Momente. Der Markt heute ist hart. Sowohl für Marken als auch für Einzelpersonen. Falls du davon leben willst, musst du Leistung bringen. Permanent. Die Anforderungen sind entsprechend hoch. Ein moderner Redakteur organisiert viele Dinge, ein Youtuber zeichnet massenweise Videos auf und wirbt dafür. Wer den Stress aushält, wird damit belohnt, seine Zeit mit einem der schönsten Themen der Welt verbringen zu dürfen. 

Abschließend würde es mich interessieren, ob du auch heute noch gerne klassische Games zockst. Immerhin schreibst du ja auch Artikel für die Retro-Zeitschrift Return.   

JH: Oh, du kennst meine Tagebuch-Rubrik in der Return. Das ist eine Herzensangelegenheit, so wie damals das Heft "Classic Gaming" für Computec oder auch die neue Folge unserer Kochsendung von damals (spieletipps.de). Doch zurück zum Thema: Auf jeden Fall spiele ich die Oldies noch! Erst am Wochenende habe ich wieder mit Freunden ein paar Klassiker auf dem Mega Drive, Master System und Super Nintendo durchgespielt. Heute beglückte mich The Punisher für NES in der Post. Pixelgrafiken verlieren für mich nie ihren Reiz.

Retro Gamer Gewinnspiel (vom 20.02.2016)

Auch wenn Marios dreißigster Geburtstag schon eine Weile zurückliegt, lässt sich doch nur schwer leugnen, dass der moppelige Klempner mit der Latzhose zu den größten Ikonen der Videospielgeschichte zählt. Das dachte sich wohl auch die Redaktion der Zeitschrift Retro Gamer, die Mario in ihrer aktuellen Ausgabe ein dickes Special widmen.

Dank der freundlichen Unterstützung der eMedia GmbH verlosen wir auch diesmal wieder 10 Exemplare des Magazins. Um an eine Ausgabe zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

Was für ein Tier ist Yoshi eigentlich?

A - Drache

B - Echse

C - Dinosaurier

Schickt uns eine E-Mail mit eurer Antwort (und eurer Anschrift) an die folgende E-Mail-Adresse info@retrovideogames.net. Die ersten zehn Teilnehmer (mit der richtigen Antwort) gewinnen. Der Einsendeschluss ist der 29.02.2016. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 03.03.2016: Gewonnen haben Sven O., Thomas H., Alexander S., Matthias A., Alexander S., Mario B., Andrea R., Robert S., Gino G. und Kathrin K. Ihr bekommt in Kürze Post!

Tecmo Super Bowl 50 (vom 13.02.2016)

Football-Fans aufgepasst! Bereits eine Woche ist es her, seit die größte Sportveranstaltung der Welt, der Super Bowl, über die Bildschirme flimmerte. Wer sich dieses Spektakel, trotz einer Zeitverschiebung von 9 Stunden, auch hierzulande nicht entgehen lassen wollte, musste wohl oder übel die Nacht durchmachen.

Als Belohnung gab´s allerdings ein tolles Spiel zu sehen. Die Schlacht zwischen den Denver Broncos und den Carolina Panthers war äußerst spannend und lange Zeit war nicht klar, ob es Denver schaffen würde, den knappen Vorsprung bis ins Ziel zu retten. Nicht zuletzt dank der Erfahrung des Star-Quarterbacks Peyton Manning, ließ Denver aber nichts mehr anbrennen und holte sich die heißbegehrte Vince Lombardi Trophy.

Warum ich euch das alles erzähle? Ganz einfach, ein paar retrobegeisterte Redakteure der amerikanischen Sportzeitschrift "The Cauldron" haben sich die Arbeit gemacht, die wichtigsten Spielszenen des diesjährigen Endspiels im Stile des NES-Titels Tecmo Super Bowl nachzustellen (inklusive Nationalhymne und Halbzeit-Show). Auch Nicht-Football-Fans dürfte dieses Video ein Grinsen ins Gesicht zaubern. (TN)

 

 

Happy Birthday NES (vom 01.02.2016)

Wer hätte gedacht, dass sich nach dem großen Videospiele-Crash in den USA (zwischen 1983 und 1984) jemals wieder eine breite Masse für elektronische Spiele begeistern könnte? In den Jahren zuvor machte Atari mit seinem VCS 2600 den ersten großen Schritt, und beförderte Spielhallen-Hits in die heimischen Wohnzimmer. Ein neuer, profitabler Markt war geboren.

Leider dachte zur damaligen Zeit noch niemand ernsthaft an Qualitätskontrollen und so kam es zu einer regelrechten Überschwemmung des Marktes mit minderwertiger Software, was wiederum zum bereits erwähnten Ende des Booms führte. Zum Glück glaubte Nintendo damals trotzdem an den langfristigen Erfolg von Heimkonsolen und brachte mit seinem NES (bzw. Famicom, wie das Gerät in Japan hieß) das Feuer wieder zum brennen.  

Bereits dreißig Jahre ist das nun schon her (zumindest in Europa) und Videospiele erfreuen sich nach wie vor größter Beliebtheit. Vielen Dank, Nintendo, für diese Pionierarbeit! Anlässlich dieses Jubiläums möchte ich euch drei ganz hervorragende Spiele für dieses System vorstellen, die ich auch heute immer noch gerne zocke. Ach ja, eines gleich vorweg: Die offensichtlichsten Games, wie Super Mario, Zelda oder Metroid habe ich hierbei absichtlich außen vor gelassen, da über diese Klassiker sicherlich schon genug berichtet wurde.

Donkey Kong Classics (Nintendo, 1989)

Donkey Kong gehört sicherlich zu den Videospielen, die man nicht mehr vorstellen muss. Wer diesen Jump-and-Run-Klassiker damals in der Spielhalle gezockt hat, wurde von dem simplen, aber unglaublich motivierenden Gameplay sofort angefixt. Zudem hatte in diesem Spiel ein schnauzbärtiger Klempner mit Latzhose (hier noch ein Tischler namens "Jumpman") seinen ersten, großen Auftritt.

Die NES-Umsetzung reicht technisch sehr nah an das Arcade-Original heran, enthält allerdings nur drei, der ursprünglich vier Spielabschnitte. Sicherlich ein kleiner Wehmutstropfen für Puristen. Gerade zusammen mit ein paar Kumpels macht die Jagd nach dem Highscore aber trotzdem ungemein Spaß.

Zusätzlich zum Original ist bei Donkey Kong Classics noch der direkte Nachfolger Donkey Kong Jr. mit an Bord. Ihr spielt Donkey Kongs Sprössling, der sich aufmacht, um seinen in Gefangenschaft geratenen Vater zu befreien. Der Gefängniswärter ist kein Geringerer als Mario, der nun erstmals mit seinem richtigen Namen in Erscheinung tritt. Donkey Kong Jr. spielt sich dank den neu hinzugekommenen Lianen ein wenig kniffliger als sein Vorgänger, steht diesem in Sachen Spielspaß aber in nichts nach.

Probotector (Konami, 1990)

Bereits der erste Teil der hierzulande unter dem Namen Probotector bekannten Spielereihe hat alles, was ein gutes Run-and-Gun haben muss. Fordernde Sprungpassagen, intelligent platzierte Gegner und Endbosse, die ihrem Namen gerecht werden. Hinzu gesellt sich eine Präsentation, die für NES-Verhältnisse als beeindruckend bezeichnet werden kann.

Anders als in USA (hier heißt die Serie "Contra") ballert ihr euch in PAL-Gefilden als Kampfroboter durch den Dschungel, um im Verlauf des Spiels in das Mutterschiff der außerirdischen Invasoren zu gelangen. Was im Solo-Modus schon unterhaltsam ist, wird zu zweit zum Multiplayer-Hit. Ihr sammelt Waffen-Upgrades ein und ballert euch gemeinsam durch die schiesswütige Gegnerschar. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei fordernd, aber niemals unfair. Habt ihr euch erst einmal die Gegnerformationen und den Levelaufbau eingeprägt, hängt es neben eurem spielerischen Können vor allem von eurer Konzentration ab, ob ihr das Spiel am Ende meisterst oder nicht.

Technisch und vor allem vom Schwierigkeitsgrad her, legte der Nachfolger für das NES noch etwas nach, aber für mich bleibt Probotector der ultimative Zweispieler-Titel für diese Konsole. Noch besser ist nur der dritte Teil, der 1992 für das SNES erschien.

Bucky O´Hare (Konami, 1992)

Jeder von euch dürfte wohl das berühmte Langohr Bugs Bunny kennen, aber beim Namen Bucky O´Hare wird es bei den wenigsten klingeln. Kinder der 90er Jahre könnten den Captain einer mutigen Weltraum-Crew zumindest noch von den Samstag-Vormittag-Cartoons des Privatsenders Sat.1 kennen. Genau hier hatte der grüne Hase hierzulande nämlich seinen bisher ersten und einzigen Auftritt.

Im Herkunftsland USA sah das zu dieser Zeit ganz anders aus. Bucky O´Hare war dort bereits seit geraumer Zeit als Held der gleichnamigen Comic-Reihe bekannt und hatte sogar eine eigene Action-Figuren-Serie. Da war es nur logisch, dass über kurz oder lang auch ein Videospiel für Nintendos populäre 8-Bit-Konsole erscheinen musste.

Dabei herausgekommen ist ein grandioses Jump-and-Run, das technisch, dank seiner hübschen Animationen und dem tollen Soundtrack, fast schon 16-Bit Niveau besaß. Dummerweise war das SNES schon auf dem Markt und die meisten Spieler konzentrierten sich bereits auf die nächste Hardware-Generation. So kam es wohl auch, dass Bucky O´Hare trotz seiner spielerischen und technischen Qualitäten ziemlich unter ging und heute nur noch wenigen Enthusiasten ein Begriff sein dürfte. Sehr schade, denn das Spiel kann auf ganzer Linie überzeugen und gehört meiner Meinung nach zu den besten Jump-and-Runs auf dem NES. (TN)

Völgarr the Viking (vom 24.01.2016)

Völgarr the Viking, vom Indy-Entwickler Crazy Viking Studios, erschien bereits Ende 2013 bei Steam für den PC und etwa ein Jahr später auch für die Xbox One. Ein herrlich altmodischer Action-Titel, der sich eigentlich perfekt für eine klassische Konsole eignet. Dies dachte sich wohl auch Marc Hall (seines Zeichens Programmierer und Mitentwickler des Spiels), der sich prompt an die Arbeit machte und quasi im Alleingang an einer Umsetzung für die Dreamcast werkelte. Dank dieses löblichen Engagements erschien kürzlich eine zusätzliche Portierung für Segas zu Unrecht gefloppte Konsole.

Aber was müsst ihr tun, um das Spiel auf eurer Konsole zocken zu können? Ganz einfach - Zunächst einmal ladet ihr euch das 770 MB große CDI-File von der Webseite des Machers herunter (kostenlos und legal) um es anschließend, ganz oldschool, auf einen CD-Rohling zu brennen. Hierzu benötig ihr einen Rohling mit mindestens 800 MB Speicherkapazität und eine entsprechende Brenn-Software. Das wars!

Völgarr the Viking ist ein traditionelles 2D-Hack-and-Slay, wie wir es aus seligen 16 Bit-Zeiten kennen. Besonders erinnert hat es mich an Klassiker wie Super Ghouls n’ Ghost oder Shadow of the Beast, auch was den heftigen Schwierigkeitsgrad angeht, aber dazu später mehr. Im Spiel steuert ihr euren Wikinger Völgarr wie gewohnt von Links nach Rechts über den Screen und meuchelt alles nieder, was kreucht und fleucht. Aber nicht nur das - Zahlreiche Sprungpassagen und kleinere Rätsel wollen ebenfalls absolviert werden.

Standesgemäß seid ihr übrigens mit einem Speer und einem Schwert ausgerüstet. Im Verlauf des Spiels findet Völgarr zudem jede Menge Schatztruhen, die stärkere Schilde, Helme und Waffen enthalten. Passt aber auf! Bei gegnerischen Treffern verliert ihr die so erworbene Ausrüstung auch schnell wieder.

Der Schwierigkeitsgrad ist, wie bereits erwähnt, mit "anspruchsvoll" bestimmt sehr treffend umschrieben. Das Spiel verlangt euch von Beginn an alles ab. Ich bin beim Spielen buchstäblich 1000 Tode gestorben, trotzdem leidet die Motivation meiner Meinung nach kaum darunter. Was mich etwas gestört hat, war allerdings das fehlen von Rücksetzpunkten. Wenn ihr mal wieder das Zeitliche gesegnet habt, heißt es zurück zum Anfang des Levels. Immerhin, habt ihr eine Welt erst einmal durchgespielt, könnt ihr diesen Abschnitt später anwählen und das Spielt direkt von dort vorsetzten.

Vergleicht man die Dreamcast-Version mit der PC-Version (bzw. der Xbox One-Version) sind mit Sicherheit kleiner grafische Abstriche zu verzeichnen. Die Action spielt sich nicht ganz so flüssig und die Grafik ist nicht ganz so hübsch, was aber vor allem an der geringern Auflösung der Dreamcast, gegenüber der HD-Grafik von Xbox One bzw. PC liegt. Ansonsten ist die Spielwelt von Völgarr the Viking sehr bunt und hübsch anzusehen. Die Soundeffekte und die musikalische Untermahlung sind über jeden Zweifel erhaben und passen ganz hervorragend zum mittelalterlichen Setting des Spiels.

Ein Wort noch zum Thema Gewaltdarstellung: Das die Wikinger kein Völkchen von "Baumumarmern" waren, wird einem bereits im Tutorial vermittelt. Und so ist auch Völgarr ein echter Vorzeigewikinger. Wo sein Schwert hinschlägt, fließt der rote Rebensaft gleich literweise und die Knochen der Gegner fliegen nur so durch die Luft. Dank der comicartigen Grafik wirkt dies aber nicht sonderlich abstoßend oder übertrieben.

Die Tatsache, dass auf der bereits erwähnten Webseite auch ein Cover und ein Manual (im PDF-Format) als Download zur Verfügung stehen, ist ebenfalls sehr erfreulich. Auch das extra für die Dreamcast integrierte Belohnungssystem (für erreichte Ziele gibt es Trophäen) ist äußerst löblich.

Fazit: Wer auf der Suche nach neuem Futter für seine Dreamcast ist und auf 2D-Hack-and-Slays steht, sollte sich Völgarr unbedingt mal ansehen. Das Game ist grundsolide und leistet sich keine groben Schnitzer (zumal es auch noch umsonst ist). Spieler mit niedriger Frustrationsgrenze werden aber vermutlich weniger Spaß mit dem Action-Gemetzel haben. Somit möchte ich meinen Kurztest mit einem Zitat aus dem Film "Conan der Barbar" beschließen: "Nur dem Schwert kannst du vertrauen" (YT)

 

 

Monster Boy (vom 16.01.2016)

Wer von euch kennt noch die Wonder-Boy-Reihe? 1986 veröffentlichte Sega den ersten Teil in der Spielhalle. Ein Jahr später folgte dann die erste Heimumsetzung für das SG-1000 (der japanische Vorgänger des Master Systems). Zahlreiche Konvertierungen für weitere Plattformen folgten rasch. Bis Anfang der 90er-Jahre erfreute sich die Spieleserie auch hierzulande großer Beliebtheit.

Was als simples Hüpfspiel mit Sammel-Elementen begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem abenteuerlastigen Action-Titel mit Rätseleinlagen. Im fünften (und bislang letzten) Teil der Serie gesellten sich dann sogar noch RPG-Elemente hinzu (Verbesserung der Ausrüstung, Dialoge mit Spielcharakteren, etc.). Aufgrund nachlassender Popularität schickte Sega die Serie danach allerdings frühzeitig in Rente und es wurde ruhig um den schwertschwingenden Abenteurer.

Dies änderte sich erst Anfang 2015, als der Wonder-Boy-Erfinder Ryuichi Nishizawa ankündigte, zusammen mit dem amerikanischen Entwicklerstudio Game Atelier, an einer (inoffiziellen) Fortsetzung der Reihe zu arbeiten, die wiederum auf einem missglückten Kickstarter-Projekt namens "Flying Hamster 2" basiert.

Im ersten Quartal 2016 soll Monster Boy and the Cursed Kingdom (so der aktuelle Titel) nun als kostenpflichtiger Download für PC, Xbox One und PS4 erscheinen. Ob sich Sega bis dahin erweichen lässt und das Spiel dann doch noch als offizieller Wonder-Boy-Ableger erscheint, ist bis dato nicht bekannt. Mehr Infos findet ihr unter monsterboy.com (TN)

 

 

Rettet Classic Game Room (vom 02.01.2016)

Retro-Gamer, die sich gelegentlich bei YouTube herumtreiben, sind sicher schon einmal über ein Video-Review von Mark Bussler aka Lord Karnage gestolpert. Mark berichtet nunmehr seit über 10 Jahren (auf wechselnden Plattformen) in seiner, nicht immer ganz ernst gemeinten Art und Weise über klassische Videospiele, Konsolen und Zubehör.

Vor einiger Zeit richtete er sich in seiner Heimatstadt Pittsburgh sogar einen eigenen "Game Room", in einer Lagerhalle ein. Hierher verfrachtete er all seine Konsolen, Spielautomaten und Games, die in seiner Wohnung keinen Platz mehr gefunden haben.

Marks witzig inszenierte Reviews sind professionell produziert und sein Kanal gehört nicht zuletzt deshalb seit langer Zeit zu meinen meist besuchten Anlaufstellen bei YouTube. Anfang 2015 vermeldete er allerdings, dass die CGR-Show Ende des Jahres eingestellt werden müsse, da die finanziellen Mittel, die über YouTube generiert werden, einfach nicht mehr ausreichen, um die Show in der gewohnten Form zu produzieren.

Aufgrund des immensen Zuspruchs der langjährigen Fans hat sich Mark allerdings dazu entschlossen, eine Crowdfunding-Aktion zu starten, die bei erfolgreichem Abschluss, den Fortbestand der CGR-Show sicherstellen würde. Die Aktion startet am 07.01.2016 bei Patreon (TN)

 

 

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