Merry Christmas (vom 24.12.2015)

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber bei mir wollte sich bisher noch keine rechte vorweihnachtliche Stimmung einstellen. Schuld daran war sicherlich der übliche Endjahresstress in der Arbeit und die Tatsache, dass bei Außentemperaturen von 12 Grad und mehr der Kirschbaum vor meiner Haustür angefangen hat zu blühen. Der Klimawandel macht´s eben möglich.

Meine Geschenke habe ich dieses Jahr allesamt online bestellt. Somit entfiel auch die nervige Hatz durch die überfüllten Einkaufspassagen. Na ja, aber jetzt ist es halt trotzdem soweit: Weihnachten steht vor der Tür!

Ich hoffe, ihr konntet euch etwas besser auf das Fest der Liebe einstimmen. Heute darf wieder nach Herzenslust geschlemmt werden und diejenigen unter euch, die bereits Nachwuchs haben, dürfen sich (hoffentlich) auf fröhliche Kids freuen, die beim Anblick ihrer Geschenke Luftsprünge vollführen. Vielleicht liegt ja auch eine neue Konsole oder ein paar Spiele unter dem Christbaum. Schließlich habt ihr (als in Würde gealterte Zocker) die Verantwortung, die Interessen eurer Nachkommen in die richtigen Bahnen zu lenken.

Wir wünschen euch ruhige und besinnliche Feiertage. Bleibt uns weiterhin treu und vergesst bei aller Feierlichkeit das Zocken nicht.  

25 Jahre Neo Geo (vom 19.12.2015)

Spielhallen-Fans aufgemerkt - 25 Jahre ist es bereits her, seit der damalige Arcade-Spezialist SNK die wohl großartigste 16-Bit Konsole auf den Markt brachte, die jemals das Licht der Welt erblickte. Die Rede ist natürlich vom legendären Neo Geo!

Die grafische Opulenz, die das Neo Geo seinerzeit auf die flimmernden Röhrenfernseher zauberte, kannte man allenfalls aus der Spielhalle und diese Zocker-Tempel waren hierzulande bekanntermaßen rar und für Besucher unter 18 Jahre gar eine verbotene Zone.

Wer also auf Dauer-Action mit viel "Krach-Wumm" stand und sich das nicht ganz billige Vergnügen leisten konnte (oder wollte) kam um das Neo Geo nicht herum. Die Ästhetik und die Präsentation der meisten Spiele können sich heute noch sehen lassen und die zahlreichen Umsetzungen, in den Download-Stores dieser Welt, sprechen wohl ihre eigene Sprache. Das RetroVideogames-Team gratuliert auf jeden Fall artig zum Geburtstag und freut sich bereits auf das für 2016 angekündigte King of Fighters XIV (PS4).

Wer mehr über dieses wunderbare Stück Hardware erfahren möchte, wirft einen Blick auf unseren ausführlichen Artikel in unserer Hardware Ecke. (YT)

Extraleben IV - Retroland (vom 06.12.2015)

Mit dem 2012 veröffentlichten Buch "Endboss - Extraleben III" schien eigentlich das perfekte Ende der Nerd-Trilogie gefunden worden zu sein. Aber die Romane erfreuten sich gerade in Retro-Gamer-Kreisen so großer Beliebtheit, dass in Kürze nun ein vierter Teil auf den Markt kommen wird. Was der Autor, Constantin Gillies, dazu zu sagen hat, erfahrt ihr in unserem kurzen Interview:

Der dritte und bisher letzte Teil der Extraleben-Romanreihe endete buchstäblich mit einem großen Knall. Eigentlich ein würdiger Abschluss der Serie. Was hat dich dazu veranlasst, ein weiteres Buch mit den beiden Nerds Nick und Kee in den Hauptrollen zu veröffentlichen?

CG: Stimmt. Eigentlich sollte nach Teil III definitiv Schluss sein. Aber dann kam plötzlich diese Idee: Was wäre, wenn es einen Freizeitpark gäbe, in dem die Achtziger nachgebaut sind? In dem quasi die Zeit zurückgedreht ist. Wo im Schaufenster ein SX-64 steht und man mobil nur in der Telefonzelle telefonieren kann. Von dem Gedanken war ich total angefixt, und es war klar, dass es nur zwei Leute geben kann, die diesen Park besuchen: Nick und Kee. Außerdem war ja auch in "Endboss" noch nicht alles geklärt. Zum Beispiel was mit Kee und seiner Flamme Andie jetzt wird, oder wie es mit der Datacorp weitergeht. Da hats mich einfach in den Fingern gejuckt.

Dein neues Buch "Retroland: Extraleben Teil IV" erscheint am 17. Dezember, also am selben Tag, an dem der lang ersehnte, siebte Teil der Star-Wars-Reihe in die Kinos kommt. Reiner Zufall oder steckt da doch etwas mehr dahinter?

CG: Das ist ein Zufall, man könnte auch sagen: Marketing-Selbstmord. Ich hoffe einfach, dass Jar-Jar Abrams das Ding vergeigt und die Leute sagen: Da lese ich doch lieber ein Buch! ;-)

In den bisherigen Büchern der Reihe spielte auch meistens Retro-Hardware, wie der C64, das Atari 2600 oder der Game Boy eine tragende Rolle. Wird es in Extraleben Teil IV erneut eine Konsole geben, die maßgeblich zur Handlung beiträgt? 

CG: Eine Konsole nicht, aber ein ziemlich obskurer Heimcomputer, und zwar ein TRS-80 Modell II. Das Ursprungsmodell des TRS-80, "Trash Eighty" genannt, kennt natürlich jeder, aber das Nachfolgemodell ist relativ unbekannt (und selten). Aber genau dieses Stück Retrohardware spielt in der Story eine Hauptrolle. Aus einem ganz speziellen Grund.

Warst du als Jugendlicher eigentlich auch begeisterter Gamer oder hast du dich für das Thema erst im fortgeschrittenen Alter interessiert? Mit welcher Hardware / mit welchen Spielen begann deine persönliche Zocker-Karriere?

CG: Definitiv. Ich hatte eine digital verschwendete Jugend. Mein Vater hat schon 1978 das erste Telespiel ins Haus gebracht, ein "Pong"-Klon vom Quelle-Versand. Anfang der Achtziger lag dann der C64 unterm Baum. Diese Brotkasten-Zeit war einfach schön – mit Cracking, Spiele auf dem Schulhof tauschen, Data-Becker-Bücher wälzen. Ich habe dann später auch auf dem PC gezockt, "Doom" vor allem, aber ein Feeling wie in den blauäugigen 8-Bit-Tagen hat sich nie wieder eingestellt. Mittlerweile bin ich das, was man wohl einen Casual Gamer nennt. Das Schönste im Urlaub für mich ist: mit dem alten Gameboy-Advance unterm Sonnenschirm zu sitzen und "Donkey Kong Country" zu zocken 

Was sind deine weiteren Pläne für die nahe Zukunft? 

CG: Auf jeden Fall weitere Nerd-Literatur produzieren! Ich würde zum Beispiel gerne eine Fortsetzung zu meinem Roman "Das Objekt" schreiben, der mit einem Mega-Cliffhanger endet.

 

 

Weihnachtsgewinnspiel (vom 01.12.2015)

Die Temperaturen nähern sich trotz drohendem Klimawandel endlich dem Nullpunkt und in der Fußgängerzone riecht es verdächtig nach Glühwein. Höchste Zeit also, euch unser alljährliches Weihnachtsgewinnspiel zu präsentieren. 

Dank der freundlichen Unterstützung von Nintendo könnte auch diesmal wieder ein Paket von uns unter eurem Christbaum liegen.

Zu gewinnen gibt es zwei Spiele für den Nintendo 3DS (Mario Kart 7 und Super Mario 3D Land), sowie eine Mario Amiibo-Figur. Um an einen dieser großartigen Preise zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

Amiibo-Figuren benötigen ein NFC-Lesegerät, um mit einem Spiel zu interagieren. Für was steht die Abkürzung "NFC"?

A - Nintendo Funky Controller

B - No Fun at Christmas

C - Near Field Communication

Schickt uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort (und eurer Anschrift) an die folgende Adresse info@retrovideogames.net. Der Einsendeschluss ist der 18.12.2015. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 19.12.2015: Gewonnen haben Domenico C. aus Schonstett, Jens B. aus Fulda und Hannelore B. aus Dresden.

RetroGames e.V. (vom 22.11.2015)

Jedes Jahr führt uns unser Weg mindestens einmal nach Karlsruhe, zum RetroGames e.V. Wem dieser sympathische Verein noch immer nichts sagt, sollte sich wirklich schämen. Die Jungs und Mädels aus Baden-Württemberg betreiben seit über 10 Jahren (ehrenamtlich) die wohl größte Spielhalle Deutschlands.

Alle, die beim Begriff "Spielhalle" kurz zusammenzuckt sind, kann ich beruhigen. Die Rede ist natürlich von einer klassischen Arcade, mit jeder Menge Videospielautomaten und Flippern. Wer an einen dieser düsteren Glücksspiel-Bunker denkt, die momentan an jeder Ecke aus dem Boden sprießen, liegt falsch.

Spätestens, wenn ihr die etwas abgelegenen Räumlichkeiten des Vereins betretet, dürften alle Zweifel verflogen sein. Hier fühlt sich jeder Retro-Gamer sofort heimisch. 80er-Jahre Mucke (live aufgelegt von einem DJ), Pac-Man, Donkey Kong und viele Bekannte mehr. An der Bar gibt´s äußerst günstige Getränke und der Eintritt ist mit 3,50 Euro geradezu lächerlich. Ach ja, die Automaten sind natürlich allesamt auf "Freeplay" eingestellt. Euer Sparschwein braucht ihr deshalb also nicht extra schlachten. Somit gibt es eigentlich keine Ausrede mehr, nicht auch einmal den Weg in den Süden anzutreten.

Mehr Infos zum RetroGames e.V. findet ihr unter retrogames.info

 

 

Back to the roots (vom 13.11.2015)

Erinnert ihr euch noch an euer erstes Videospiel oder an eure erste Spielkonsole? Ich schon!

Bei mir begann alles Anfang der 80er-Jahre. Helmut Kohl wurde gerade zum Bundeskanzler gewählt, Telefone hatten noch Wählscheiben und Video Games hörten hierzulande auf den hübschen Namen "Telespiele".

Genau zu dieser Zeit begab es sich, dass ich bei meinem technikbegeisterten Onkel erstmals solch ein verrücktes Telespiel ausprobieren durfte. Das Ding hatte er damals bestimmt bei einem der angesagten Versandhäuser, wie Quelle oder dem Otto-Versand bestellt. In den großen Kaufhäusern (Elektronikmärkte kamen erst später) gab es solche Hightech-Spielereien ja noch eher selten zu kaufen.

Bei dem besagten Telespiel handelte sich um einen der zahllosen Pong-Klone, die seit Ende des vorherigen Jahrzehnts sehr populär waren. Die kleine Plastikkiste wurde einfach an die Antennenbuchse des Fernsehers angestöpselt und nachdem man irgendwann den richtigen AV-Kanal gefunden hatte, konnte es auch schon losgehen. Natürlich flimmerte das Geschehen noch in Schwarz-weiß über den Bildschirm, aber egal. Der erste Schritt war getan.

Dieser Impuls reichte aus, um mich kleinen Knirps bis in heutige Tage für Videospiele zu begeistern. Ob mein Onkel damals wusste, was er damit angerichtet hat?

Noch im selben Jahr, zu Weihnachten, wünschte ich mir auch so ein tolles Videospiel und ich bekam prompt ein LCD-Handheld von Tomy namens "Puck Man" aka Pac-Man geschenkt. Das Spiel konnte zwar nicht an den Fernseher angeschlossen werden, war dafür aber bunt und machte einen Höllenlärm (zur großen Freude meiner Eltern). Auf jeden Fall hat es mir in jungen Jahren riesigen Spaß bereitet, soviel kann ich heute noch sagen.

Einige Jahre später landete das Teil dann aber schließlich im Keller und irgendwann wahrscheinlich im Müll. Was für eine Schande! Dank eBay durfte ich mir vor einigen Tagen einen Teil meiner Kindheitserinnerung wieder zurückholen, und was soll ich sagen? Natürlich mutet das (im Vergleich zum Arcade-Original) vereinfachte Gameplay heutzutage etwas simpel an, aber bei mir löst das Spiel trotzdem jede Menge nostalgische Gefühle aus. Vielleicht habt ihr damals ja ähnliche Erfahrungen gemacht oder habt gar mit dem selben LCD-Spiel unterm Weihnachtsbaum gedaddelt. Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß bei unserem kurzen Video. (TN)

 

 

Day of the Tentacle Remastered (vom 01.11.2015)

Mit Monkey Island 1 & 2, sowie Grim Fandango wurden bereits drei beliebte LucasArts-Adventures erfolgreich in das neue Jahrtausend gehieft. Da erschien Tim Schäfers Ankündigung im vergangenen Jahr, den Point-and-Click-Klassiker Day of the Tentacle einen HD-Anstrich zu verpassen, nur allzu logisch. Mit weiteren Details zu dem Projekt konnte oder wollte der ehemalige LucasArts-Chefentwickler zu diesem Zeitpunkt aber nicht rausrücken.

Vergangene Woche gab´s nun wieder ein paar neue Info-Häppchen vom Entwicklerstudio Double Fine: Wie bei den bereits erwähnten Monkey Island HD-Remakes wird man auch bei Day of the Tentacle Remastered die Möglichkeit haben, im laufenden Spiel zwischen der alten und neuen Variante des Games umzuschalten. Aber nicht nur die Grafik soll im neuen Gewand erstrahlen, auch die Soundeffekte und die Musik werden einer Frischzellenkur unterzogen.

Das aus dem Original von 1993 bekannte, verb-basierende Benutzerinterface soll im HD-Modus zudem einer modernisierten Variante weichen.

Laut den Aussagen der Macher erscheint Day of the Tentacle Remastered im Frühjahr 2016 gleichzeitig für PS4, Vita, PC und Mac. (TN)

Halloween Games (vom 23.10.2015)

Bleiche Gestalten flüchten sich beim Anzeichen des ersten Sonnenlichts hastig in dunkle Ecken, haarige, unrasierte Typen hetzen durch leere U-Bahnhöfe, und wie "untot" wirkende Anzugträger schlurfen teilnahmslos durch die Gassen der Stadt. All jene, die jetzt unweigerlich an ihren allmorgendlichen Arbeitsweg denken, befinden sich auf dem Holzweg. Der Zaunpfahl winkt natürlich in Richtung Halloween, dem Feiertag für Horrorfans und unterzuckerte Kinder.

Wer neben seiner Vorliebe für gruselige Filme auch noch ein Faible für klassische Videospiele hat, ist bei uns genau richtig. Pünktlich zu Halloween möchten wir euch unsere ganz persönliche Top3 der Horror-Games vorstellen, die jeder einmal gespielt haben sollte. Wir wünschen euch nun viel Spaß beim Zocken und schöne Alpträume!

Foto: gamingdebugged.com

Arcade

Splatterhouse (Namco, 1988)

Der junge Student Rick Taylor and seine Freundin Jennifer suchen in einer düsteren Villa Zuflucht vor einem Unwetter. Es kommt, wie es kommen muss: Nachdem die beiden das Haus betreten, erlischt plötzlich das Licht und Rick wird hinterrücks überrumpelt. Als er wieder zu sich kommt, ist Jennifer spurlos verschwunden. Dafür trägt er eine magische Eishockeymaske, die quasi mit seinem Gesicht verschmolzen ist (Freitag der 13. lässt grüßen). Vor Wut schnaubend und mit übermenschlichen Kräften ausgestattet macht sich Rick umgehend auf die Suche nach seiner holden Maid. Dabei kloppt er sich mit einer Holzlatte den Weg durch Horden von schleimigen Monstern.

Das es dabei verdammt blutig zugeht, lässt nicht zuletzt der Name des Spiels vermuten. Vor allem dann, wenn im weiteren Verlauf auch noch ein Hackebeil und eine Pumpgun zum Einsatz kommen. Kein Wunder also, dass es damals keiner der Heimumsetzungen des Spielhallenhits gelungen ist, an der hiesigen Bundesprüfstelle vorbei zu kommen. Wer Splatterhouse zu Hause zocken wollte (u.a. erschienen für PC Engine und Mega Drive) musste wohl oder übel zur teuren Importversion greifen.

Spielerisch bietet Splatterhouse leider nur mittelässige Beat-em-Up-Kost, garniert mit ein paar kniffligen Geschicklichkeitseinlagen. Thematisch passt das Spiel aber wie die berühmte Faust auf´s Auge.

Super Ghouls´n Ghosts (Capcom, 1991)

Makaimura, wie die Spieleserie in Japan heißt, sollte wirklich jedem Retrogamer ein Begriff sein. Deshalb spare ich mir an dieser Stelle mal die eher belanglose Dämon-entführt-Prinzessin-Story. Der erste Teil der gruseligen Jump-and-Run-Reihe debütierte 1985 (wie so oft) in der Spielhalle. In den Jahren darauf erschienen dann zahlreiche Umsetzungen für so ziemlich jede Spieleplattform, die nicht bei 3 auf dem Baum war.

Besonders gelungen ist aber die Umsetzung bzw. Fortsetzung für das SNES. Nie zuvor hüpfte der wackere Ritter Arthur so flüssig durch schaurig-schön animierte Wälder, wie auf Nintendos 16-Bit-Konsole. Zusammen mit den 3D-ähnlichen Mode7-Spielabschnitten und dem orchestralen Soundtrack macht Super Ghouls´n Ghosts auch heute noch eine sehr gute Figur. Innovativ waren damals vor allem der Doppelsprung und die verschiedenen Rüstungen des Ritters, die ihm ganz individuelle Angriffstaktiken ermöglichten.  

Ebenfalls zeitlos ist allerdings auch der happige Schwierigkeitsgrad des Games. Habt ihr euch tatsächlich durch alle acht Spielabschnitte gekämpft und den Oberdämon Sardius besiegt, geht´s gleich wieder zurück zum Anfang, denn nur wer das Game zweimal nacheinander durchspielt, kommt in den Genuss des "richtigen" Abspanns. Ich gebe es hier offen zu: Mir ist dieses Kunststück nicht ansatzweise gelungen, aber trotzdem erwische ich mich bis heute immer wieder dabei, nach einem unsanften Ableben nur "noch schnell" für eine Runde weiterzuzocken. Daraus werden dann schnell mal ein paar Stunden. 

SNES

NES

Castlevania III - Dracula´s Curse (Konami, 1989)

Mit Castlevania ist Konami das Kunststück gelungen, eine Spielereihen zu kreieren, die mittlerweile fast drei Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Die letzte Episode erschien 2014 (für Xbox 360, PS3 und PC). Bitte verzeiht uns deshalb, dass wir hier nicht auf jeden Ableger der Serie eingehen können. Dies würde den Rahmen unseres Artikels sicherlich sprengen. Angefangen hat aber alles zu seligen 8-Bit-Zeiten, auf dem NES.

Der Plot des dritten Teils für Nintendos 8-Bit-Konsole kommt gleichsam klassisch daher: Trevor Belmont, seines Zeichens Sprössling eines berühmten Vampirjäger-Clans, macht sich auf, keinen geringeren als Graf Dracula persönlich in seinem eigenen Schloss zur Strecke zu bringen. Das dies kein gemütlicher Spaziergang wird, versteht sich wohl von selbst. 

Wie es sich für ein ordentliches Castlevania-Spiel gehört, zieht ihr zu Beginn, mit einer magischen Peitsche bewaffnet, in den Kampf gegen Dämonen, Skelette und Zombies, die ebenfalls das Gemäuer des Grafen bewohnen. Dabei hüpft ihr in bester Jump-and-Run-Manier von Plattform zu Plattform und macht in regelmäßigen Abständen einen der Endbosse kalt (oder umgekehrt). Im Verlauf des Spiels findet ihr dann noch weitere Waffen und ihr müsst euch gelegentlich auch für eine Abzweigung entscheiden. Für das Erscheinungsjahr 1989 durchaus fortschrittlich. Schade ist hingegen, dass es der zusätzliche Soundchip auf dem japanischen Modul (sorgte für zwei weitere Soundkanäle) nicht auf westliche Cartridges geschafft hat. Trotz alledem ist Castlevania III - Dracula´s Curse ein absolutes Muss für echte Halloween-Zocker.  (TN)

Darius Burst: Chronicle Saviours (vom 09.10.2015)

In den 80ern erfreuten sich Shoot-em-Ups größter Beliebtheit bei Zockern weltweit. Angefangen bei Space Invaders, über R-Type, bis hin zum quietschbunten Parodius. Eine ganze Generation ballerte sich mit Schweißperlen auf der Stirn durch´s All und schickte eine Gegnerformation nach der anderen ins Jenseits. Nachdem Videospiele dann in die dritte Dimension vorstießen, geriet das Genre allerdings etwas in Vergessenheit und spielt in der heutigen Videospielwelt leider nur noch eine untergeordnete Rolle. Heute sind Shooter vor allem interessant für Hardcore-Zocker, die uns mit ihren irren Gaming Skills beeindrucken wollen.

Zu den bekannteren Reihen dieser Spielegattung gehört sicherlich die Darius-Serie vom Space-Invaders-Erfinder Taito (erschienen für Arcade, SNES, Mega Drive, etc.). Erfreulich ist deshalb die Ankündigung des japanischen Entwicklers auf der vergangenen Tokyo Game Show, noch in diesem Winter eine Heimumsetzung des letzten Spielhallen-Ablegers Darius Burst: Chronicle Saviours veröffentlichen zu wollen.

Das Original von 2010 fiel vor allem wegen seiner beiden nebeneinander angeordneten Bildschirme und dem nichtlinearem Leveldesign auf. Wie für die Darius-Reihe üblich, warten natürlich auch in dieser Episode wieder jede Menge "Roboter-Meeresbewohner" darauf, euch das das Leben als Raumschiffpilot schwer zu machen. Darius Burst: Chronicle Saviours erscheint als kostenpflichtiger Download in Japan für PS4, PS Vita und PC. Ob das Spiel auch für westliche Shooter-Fans verfügbar sein wird, ist allerdings noch ungewiss. (TN)

  

 

Daffy Duck für C64 aufgetaucht (vom 01.10.2015)

Es klingt wie ein typischer Nerd-Krimi: Der Publisher und Entwickler Hi-Tec Software kündigt 1992 ein neues Spiel namens Daffy Duck - Starring in the Great Paint Caper für den C64 an. Bei dem Titel handelt es sich um ein Hüpfspiel mit leichten Adventure-Anleihen. Ein Testmuster des fertigen Spiels schafft es im selben Jahr zum britischen Spielemagazin Zzap!64 und heimst dort die beachtliche Gesamtwertung von 94 Prozent ein. Kurz darauf geht Hi-Tec Software allerdings Pleite und das Spiel verschwindet auf Nimmerwiedersehen in der Konkursmasse.

So weit, so unbefriedigend. Viele C64-Besitzer mit einem Faible für das Looney-Tunes-Universum hätten diesen Instant-Klassiker damals sicher nur zu gerne gezockt. Zwar tauchten in den Jahren darauf diverse "Verkaufsversionen" des Spiels bei eBay auf, allerdings stellten sich diese Auktionen immer wieder als Humbug heraus.

Aber keine Angst, dieser Fall hat ein Happy End! Die Crackergruppe Onslaught nahm unlängst Kontakt mit den damaligen Machern des Spiels auf und stieß tatsächlich auf eine verstaubte Diskettenbox, mit den verschwunden geglaubten Kopien des Spiels. Mit viel Hingabe und Mühe hat es Onslaught nun schlussendlich geschafft, die Programmcode-Fetzen zusammenzufügen und das Game fertig zu stellen. Alle, die sich nun selbst ein Bild von dieser mutmaßlichen Perle machen möchten, können sich das Spiel unter folgendem Link kostenlos herunterladen ->  gamesthatwerent.com (TN)

 

 

Happy Birthday Mario (vom 18.09.2015)

Zwar etwas verspätet, aber was soll´s. Auch wir wollen es natürlich nicht versäumen, Mario, dem berühmtesten Klempner der Welt, zu seinem dreißigsten Geburtstag zu gratulieren. Bravo, alter Schnauzbartträger.

Natürlich könnten wir an dieser Stelle zum x-ten Mal die glorreiche Geschichte des pummeligen Videospielhelden rezitieren, aber wir wollen euch nicht langweilen. Vielmehr haben wir zu diesem denkwürdigen Anlass ein wenig im Internet recherchiert, um euch drei interessante Fakten zu präsentieren, die ihr hoffentlich noch nicht über Nintendos Aushängeschild kennt:

1. Bei seinen ersten Auftritten war Marios Overall noch rot und sein Hemd blau. Ab Super Mario Bros. 2 (für das NES) war dies aber genau umgekehrt. Die Farben seiner Garderobe wurden bis zum heutigen Tag nicht mehr geändert.

2. Bei Super Mario Bros. 2 handelt es sich eigentlich um eine Modifikation des Spiels Doki Doki Panic. Der eigentliche zweite Teil der Serie erschien exklusiv in Japan für das Famicom Disk System und schaffte es aufgrund seines abartigen Schwierigkeitsgrads lange Zeit nicht in westliche Gefilde. Dies änderte sich erst 1993 mit der Compilation Super Mario All-Stars für das SNES.

3. Bei seinem ersten Auftritt in Donkey Kong hörte Mario noch auf den schlichten Namen "Jumpman". Pate für seinen späteren Namen stand der damalige Vermieter der ersten, amerikanischen Dependance von Nintendo - Mario Segale. Dieser zeigte sich in der Anfangszeit sehr geduldig, als Nintendo mit der Miete etwas spät dran war. Als Dank für diese nette Geste hieß Jumpman ab sofort Mario. (TN)

Foto: strongstuff.net

 

 

Neuer Spieletest online (vom 10.09.2015)

"Seit einigen Jahren wird der Videospielmarkt regelrecht von Games überschwemmt, die sich unverkennbar an Spielen aus längst vergangenen Zeiten orientieren. Retro ist einfach cool! Besonders Indy-Entwickler bedienen sich ja bekanntermaßen nur zu gern bei Klassikern. Grafisch aufpoliert und mit neuen Features angereichert, wissen viele dieser totgeglaubten Spielkonzepte auch heute noch zu überzeugen. Äußerst beliebt sind dabei nach wie vor Jump-and-Runs und Dungeon Crawler.

Ob man nun schaufelschwingend durch liebevoll gestaltete Pixelwälder hüpft (wie in Shovel Knight) oder sich durch in alle Richtungen scrollende Levels ballert, wie bei Mega Man (und seinen unzähligen Klonen) ist lediglich Geschmacksfrage. Eine der erfolgreichsten neueren Dungeon-Crawler-Reihen ist beispielsweise „Etrian Odyssey“ (Teil 4 haben wir für euch getestet). Mit Demon Gaze veröffentlichte NIS America 2014 einen weiteren Dungeon Crawler exklusiv für die PlayStation Vita..."

Ob das Spiel etwas taugt oder ob es sich doch nur um einen müden Abklatsch handelt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test. (SK)

Gunstar Heroes 3DS (vom 01.09.2015)

Im Rahmen der beliebten 3D-Remakes für den Nintendo 3DS hat SEGA kürzlich einen neuen 16-Bit-Klassiker neu aufgelegt. Nach Sonic, Streets of Rage und Shinobi ist nun der Run-and-Gun-Hit Gunstar Heroes von Treasure an der Reihe.

Der Titel erschien ursprünglich 1993 für das Mega Drive und erfreute sich bereits damals (vor allem dank der spektakulären Präsentation) großer Beliebtheit. Besonders zusammen mit einem schiesswütigen Kumpel machte das Spiel richtig Laune. Zwar war der Spaß (mit ein bisschen Übung) bereits nach etwas mehr als einer Stunde vorbei, in dieser Zeit kam allerdings keine Sekunde Langeweile auf.

Bei der Neuauflage hat Sega glücklicherweise nichts am ursprünglichen Spiel verschlimmbessert. Neu hinzu gekommen ist lediglich der obligatorische 3D-Effekt, der aufgrund der hektischen Dauer-Action schon mal zu Kopfschmerzen führen kann. Zum Glück darf der 3D-Effekt aber jederzeit heruntergedreht werden. Spielerisch ist alles beim Alten geblieben und das ist gut so. Auch ein (Offline) Multiplayer-Modus ist natürlich wieder mit an Bord. 3D Gunstar Heroes gibt´s im 3DS eShop und kostet 4,99 Euro.

Mehr zum Spiel erfahrt ihr in unserem bereits veröffentlichten Review zum Original für das Mega Drive -> Artikel (TN)

 

 

Retro Gamer Gewinnspiel (vom 15.08.2015)

Bei aktuell tropischen Temperaturen ist den meisten von uns eher weniger zum zocken zumute. In Zeitschriften schmökern kann man allerdings auch wunderbar am See oder in der Hängematte.

Dank der freundlichen Unterstützung der eMedia GmbH können wir euch erneut mit neuem Lesestoff versorgen.

Wir verlosen insgesamt 10 Ausgaben der aktuellen Ausgabe der Retro Gamer. Oben drauf gibt es jeweils noch ein schickes T-Shirt. Um an eines dieser Pakete zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

Wie lang ist es her, seit die erste PlayStation in Europa erschien?

A - 30 Jahre

B - 20 Jahre

C - 15 Jahre

Schickt uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort (und eurer Anschrift) an die folgende Adresse info@retrovideogames.net. Der Einsendeschluss ist der 31.08.2015. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 01.09.2015: Gewonnen haben Falko B. aus Bamberg, Maksim S. aus Söhrenwald, Felix B. aus Krefeld, Timo H. aus Recklinghausen, Christina H. aus Hosenfeld, Michael K. aus Köln, Rene C. aus Passau, Katrin J. aus Herne, Alexander M. aus Augsburg, Peter H. aus Marburg.

Money For Nothing (vom  09.08.2015)

"Rentnerin schlägt Dieb in die Flucht", "Wespen dieses Jahr besonders aggressiv" oder "Die 10 schönsten Biergärten". Immer, wenn solch dramatische Schlagzeilen die Titelblätter der Tageszeitungen zieren, dürfte eins klar sein: Es ist mal wieder Sommer.

Die Temperaturen erreichen die 30-Grad-Marke und wer frei bekommen hat, liegt schon längst irgendwo am Strand und schlürft einen leckeren Cocktail. Das Sommerloch macht deshalb leider auch vor uns nicht halt. Momentan läuft zwar die Gamescom in Köln, interessante News für Retro-Gamer sind aber Mangelware.

Deshalb gibt´s auch diesen Sommer wieder ein klassisches Musikvideo von uns, das den Zeitgeist der 80er-Jahre besonders gut einfängt und zudem auch noch Bezug zu klassischen Videospielen hat - Money For Nothing von Dire Straits. Das Video beinhaltet einfach alles, was damals cool und angesagt war: MTV, neonfarbene Stirnbänder und natürlich am Computer generierte Grafiken. Für 1985 wirklich sehenswert und immer wieder gut, für einen kurzen Retro-Flash. (TN)

 

 

Foto: de.wikipedia.org

Der Amiga wird 30 (vom 01.08.2015)

Letzte Woche feierte ein ganz besonderes Stück Hardware seinen dreißigsten Geburtstag - die Rede ist natürlich vom Commodore Amiga!

1985 als Nachfolger des legendären C64 auf den Markt gekommen, zeigte der Amiga vom ersten Tag an, welche beeindruckenden grafischen und soundtechnischen Fähigkeiten in ihm schlummern. Dies durfte er zu Beginn allerdings fast ausschließlich in Form von Grafikdemos zeigen. Hochkarätige Spiele konnten in der Anfangszeit noch nicht präsentiert werden. Die Programmierer mussten sich erst einmal mit der Hardware und den schier unendlichen Möglichkeiten des Amigas (mit seinen zahlreichen Spezial-Chips) vertraut machen.

Das erste Modell, der A1000, kam zudem optisch eher wie ein biederer PC daher, wie er auch in einem x-beliebigen Büro hätte stehen können. Nichts erinnerte an die außergewöhnliche Spielmaschine, die er eigentlich war. Hinzu kam ein horrender Preis von mehreren tausend Mark (inklusive Farbbildschirm). Also schon rein marketingtechnisch eher unglücklich und für einen Heimcomputer, der sich primär zum Spielen eignet, meilenweit weg von der jungen Zielgruppe.

Der internationale Durchbruch des Amigas sollte erst zwei Jahre später, mit dem Erscheinen des A500 gelingen. Hierbei handelte es sich um ein äußerlich stark verschlanktes Modell inklusive eingebautem 3,5" Diskettenlaufwerk, zwei Joystick-Ports und Erweiterungs-Slots für zusätzlichen Arbeitsspeicher. Mit einer Auflösung von 640x512 Pixeln (bei 4096 Farben) und seinem 4-Kanal Stereo-Sound gehörte der Amiga technisch zur absoluten Spitze.

Der Preis der Maschine wurde zudem erheblich gesenkt und endlich erschienen auch Spiele, die die 16-Bit-Hardware zum Schwitzen brachten. Defender of the Crown (1986, Mirrorsoft), Xenon 2 (1989, Bitmap Brothers) oder Shadow of the Beast (1989, Psygnosis) sind nur ein paar Beispiele für frühe Spieleperlen. Bis Anfang der 90er sollten noch etliche Klassiker folgen und die größtenteils europäische Fanbasis wuchs und wuchs.

Leider konnte Commodore den Erfolg des Amigas (und zuvor des C64) nicht mehr wiederholen. Das einst so erfolgreiche Unternehmen, mit Sitz in Pennsylvania, musste 1994 schlussendlich Konkurs anmelden.

Das RetroVideogames-Team vergießt kollektiv eine Träne der Rührung und denkt mit Wehmut an die glorreichen Amiga-Zeiten zurück. Happy Birthday! (TN)

Xenon 2 (Foto: oldiesrising.com)

 

 

Round 1 Fight (vom 25.07.2015)

Die Auswahl an deutschsprachiger Literatur zum Thema Videospiele ist bekanntermaßen sehr begrenzt. Hin und wieder erscheinen aber dennoch Bücher, die das Interesse von gestandenen Gamern wecken. Bei "Round 1 Fight" handelt es sich um solch ein seltenes Exemplar. Der 200 Seiten starke Schmöker befasst sich in aller Ausführlichkeit mit dem Genre der Prügelspiele. David Timsit, der Autor dieses Werkes, hat sich netterweise dazu bereit erklärt, uns ein paar Fragen zu seinem Buch zu beantworten.

Woher kommt deine Begeisterung für das Beat-em-Up-Genre?

DT: Ich denke meine ursprüngliche Begeisterung entspringt der damaligen (gemeint sind die 80er-Jahre) Inszenierung von Martial Arts als popkulturelles Phänomen. Ich bin über Videospiele hinaus ein Bewunderer von asiatischen Kampfkünsten. Da es mir selbst etwas an Sportlichkeit mangelt, lebe ich diese Faszination bis heute eben kreativ und medial aus.

Du bist also ein Kind der 80er. Welche Filme oder welche Schauspieler haben dich damals besonders geprägt?

DT: Im Bezug auf das Genre war das in jungen Jahren natürlich in erster Linie "Karate Kid". Der Film schaffte es den spirituellen Hintergrund des Kampfsports in ein leicht verdauliches Mainstream-Format zu packen und Millionen Menschen damit zu erreichen. Später mochte ich natürlich auch härtere Filme wie "Bloodsport" mit Jean-Claude van Damme. Zudem lies ich damals keinen der asiatischen und amerikanischen Trash-Movies aus, die im Privat-TV zu später Stunde über die Mattscheibe flimmerten. Unerreicht für mich bis heute "Der Dampfhammer von Send-Ling" ;-) 

Dein Buch befasst sich vor allem mit den Prügel-Perlen der 80er- und 90er-Jahre. Können dich aktuelle Spiele dieser Gattung (wie Street Fighter IV oder Super Smash Brothers) auch noch begeistern?

DT: Das Buch hat definitiv einen Retro-Ansatz und das ist auch so beabsichtigt. Plattformen wie hardedge.org oder shoryuken.com bilden die heutige Kultur (rund um Fighting Games) ausreichend ab. Mir fehlte aber eine Plattform bzw. ein Medium, das die aktuellen Standards in einen historischen Kontext setzt. Vielen Gamern geht es heutzutage darum, kompetitiv zu zocken und es haben sich gewisse Blickwinkel verfestigt, wie ein dafür ausgelegtes Fighting Game auszusehen hat.

David Timsit

Das engt das Genre meiner Meinung nach aber zu sehr ein und verhindert Fortschritt und Vielfalt. Ich hoffe, mein Buch dient dem ein oder anderen Entwickler als Inspiration und  öffnet jungen Spielern die Augen, wie vielfältig die Welt der Kampfsportspiele sein kann. Ich klammere neue Ableger aber nicht aus und erwähne sie in den jeweiligen Unterpunkten zu den Hauptserien, beleuchte aber moderne Indie-Games wie "Karate Master 2", "Castle Crashers" oder "Kings Of Kung Fu" gesondert, da sie meiner Meinung nach eine wichtige Alternative zu den festgefahrenen Standards darstellen.

Planst du in nächster Zeit noch weitere literarische Ausflüge zum Thema Videospiele?

DT: "Round 1 Fight" ist ein Buch, das sich mir über viele Jahre aufgedrängt hat. Ich bin unter anderem als freier Autor für diverse Print- und Onlinemedien aktiv und habe immer wieder gemerkt, dass ich zu dem Genre mehr zu sagen habe, als es in ein paar Tests oder Kolumnen möglich gewesen wäre. Ich schreibe immer viel und gerne, wahrscheinlich auch noch das ein oder andere Buch. Thematisch möchte ich mich aber nicht auf das Thema Videogames beschränken. Aktuell sitze ich beispielsweise an einem ca. 100-seitigen Programmheft für meine Veranstaltung "Cologne Metal Festival". Was die Zukunft noch so bringt, wird sich zeigen.

Bezugsquelle:  Amazon.de

Nintendo-Präsident verstorben (vom 13.07.2015)

Satoru Iwata, langjähriger Präsident von Nintendo, verstarb am 11. Juli an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er wurde nur 55 Jahre alt. Dies ließ der Konzern heute in einer offiziellen Pressemitteilung verlauten.

Satoru Iwata wurde 2002 zum Oberhaupt des japanischen Traditionsunternehmens ernannt. Unter seiner Leitung erschienen so erfolgreiche Konsolen, wie der Nintendo DS und der 3DS, die sich millionenfach verkauften und dem Konzern Rekordgewinne bescherten. Als Iwatas Meisterstück gilt aber sicherlich die Wii, die dank ihrer intuitiven Bewegungssteuerung ganz neuen Zielgruppen den Zugang zur Welt der Videospiele ermöglichte.  

Aber wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten, denn gerade die Öffnung in Richtung der sogenannten "Casual Gamer" wurde Nintendo (und insbesondere seinem Präsidenten Iwata) von vielen langjährigen Fans übel genommen. Vor allem Dritthersteller überschwemmten die Konsole schon bald mit Minispielsammlungen und simplen "Fuchtelspielchen".

Diese Entwicklung setzte sich mit dem Wii-Nachfolger, der Wii U, leider fort. Nach nur 3 Jahren nach Veröffentlichung der Konsole erscheinen hierzulande fast nur noch Spiele aus dem Hause Nintendo. Große Publisher wie EA, Activision oder Ubisoft haben die Entwicklung für den erfolglosen Zwitter aus aufgebohrter Wii und Tablet mittlerweile eingestellt. Die geringe Verbreitung der Konsole und die primäre Ausrichtung auf jüngere Zocker rechtfertigen einfach keine kostspieligen Exklusivtitel oder angepasste Adaptionen der großen Spielereihen.

Eins ist klar: Iwatas Tod trifft Nintendo (gerade zum jetzigen Zeitpunkt) hart. Der japanische Konzern durchläuft aktuell die größte Krise seiner neueren Firmengeschichte. Iwatas letzte Entscheidung, nun auch Software für Smartphones zu entwickeln und die offizielle Mitteilung, bereits mit Hochdruck an einem Nachfolger der Wii U (Codename NX) zu werkeln, ließen die Fans wieder etwas hoffen. Ob Nintendo allerdings noch einmal zu alter Größe aufsteigen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss.

Ein trauriger Tag für alle Videospieler aber auch die Gelegenheit für einen Neuanfang. (TN)

Vinyl lebt! (vom 09.07.2015)

Das leise Knistern beim Auflegen der Nadel, die glänzende schwarze Oberfläche der Platte und die großen, oftmals kunstvoll gestalteten Motive auf den Hüllen. Das alles sind Eigenschaften, die echte Vinyl-Freunde niemals missen möchten und schon gar nicht gegen eine schnöde Silberscheibe oder gar einen seelenlosen Download eintauschen würden.

Na gut, Schallplatten-Sammler, die irgendwann mal umgezogen sind, dürften das Gewicht ihrer geliebten Schätzchen bald verflucht haben aber sobald der Hausstand wieder eingeräumt ist, überwiegt doch schnell die nostalgische Freude am (nicht ganz rauschfreien) Musikgenuss.

Aber warum erzähle ich euch das alles? Ganz einfach, Sega kündigte kürzlich an, in Zusammenarbeit mit dem englischen Plattenlabel Data-Discs, eine remasterte Version des Soundtracks zum Mega-Drive-Klassiker Streets of Rage auf Vinyl zu veröffentlichen.

Alle Zocker, die sich jemals durch die Strassen der Wut geprügelt haben, werden sicher nachvollziehen können, warum ausgerechnet dieses Spiel ausgewählt wurde. Der mitreißende Techno-Soundtrack, aus der Feder des Komponisten Yuzo Koshiro, schien den technischen Limitierungen der Konsole zu trotzen und weiß auch heute noch zu begeistern.

Aber damit nicht genug, auch der Soundtrack zum Open-World-Klassiker Shenmue wurde von Data-Discs auf Schallplatte gebannt und darf ab sofort für £ 19,99 käuflich erworben werden. Weitere Infos findet ihr auf data-discs.com (TN)

Neuer Spieletest online (vom 01.07.2015)

Alle Videospielveteranen unter euch dürften funkelnde Augen bekommen, wenn sie den folgenden Namen hören: Ryu Hayabusa, seines Zeichens charismatischer Held der Ninja-Gaiden-Reihe. Keiner zieht das Katana so schnell, klettert an steilen Abhängen so geschickt hoch und lehrt Gegnern mit aufgesammelten Power-Ups so das fürchten, wie er.

Für alle, bei denen es immer noch nicht klingelt (sowas soll´s tatsächlich geben), gibt’s jetzt eine kleine Geschichtsstunde - Zunächst erschien Ninja Gaiden 1988 exklusiv in der Spielhalle. In PAL-Gefilden (Europa und Australien) entschied sich der japanische Entwickler Tecmo allerdings dazu, den Titel des Spiels in „Shadow Warriors“ abzuändern. Der wirkliche Durchbruch, und damit der finanzielle Erfolg, sollte aber erst mit der Heimumsetzung für das NES gelingen (ebenfalls 1988). Zwei nicht minder beliebte Fortsetzungen folgten kurz darauf. 1992 schaffte Ninja Gaiden dann schließlich auch den Sprung auf das Sega Master System. Soweit die wichtigsten Fakten zum Klassiker.

Jetzt ist aber Zeit für ein wenig Action. Wir haben uns für euch in unser feinstes Ninja-Outfit geworfen und begeben uns nun mit Ryu auf mörderische Entdeckungstour. Ob der erste Teil der Serie (in der Master-System-Version) auch heute noch rockt, lest ihr in unserem ausführlichen Test. (SK)

Shenmue 3 (vom 20.06.2015)

Einmal im Jahr lassen Publisher und Entwickler von Rang und Namen ihre Bomben platzen. Die E³ in Los Angeles ist erfahrungsgemäß die Spielemesse, auf der der Öffentlichkeit alle relevanten Neuerscheinungen der nächsten Zeit vorgestellt werden. Zumeist handelt es sich dabei zwar um die xte Fortsetzung von erfolgreichen Spieleserien, wie Call of Duty oder Halo, aber ab und zu befinden sich tatsächlich ein paar interessante Meldungen (abseits des Mainstreams) unter den Ankündigungen. So auch dieses Jahr.

Ganz unverhofft ließ Sony diese Woche auf ihrer Pressekonferenz verlauten, dass eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung des dritten Teils, einer längst vergessenen Spielereihe in den Startlöchern steht. An sich eine unspektakuläre Meldung. Allerdings handelt es sich bei der Spieleserie um Shenmue.

Für alle, bei denen es jetzt nicht gleich klingelt, möchte ich ein wenig nachhelfen. Die ersten beiden Episoden der Reihe erschienen Anfang des Jahrtausends für Segas Dreamcast. Leiter des ambitionierten Projekts war und ist kein geringerer als Kult-Entwickler und Branchen-Urgestein Yu Suzuki.

Yu Suzuki

(Quelle: www.gameinformer.com)

Ambitioniert deshalb, weil es sich bei Shenmue um ein episches Action-Adventure im Open-World-Stil handelt. Im Jahr 2000 wahrlich noch nicht an der Tagesordnung. Zudem verschlang die Entwicklung der ersten beiden Spiele angeblich einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Kein Wunder also, dass es nach dem abrupten Ende der Dreamcast schnell ruhig um Segas kostspielige Serie wurde.

Dummerweise endete Shenmue 2 aber mit einem dicken Cliffhanger und die zahlreichen Fans befürchteten lange Zeit, wohl nie das Ende der tragischen Geschichte, rund um den Protagonisten Ryo Hazuki und seiner Suche nach dem Mörder seines Vaters zu erfahren.

Dank Kickstarter wird dieses Geheimnis aber in absehbarer Zeit gelüftet (vorr. 2017). Bereits am ersten Tag nach Start der Kampagne konnte das Finanzierungsziel von 2 Millionen Dollar erreicht werden. Aktuell liegen sogar schon 3,5 Millionen Dollar im Geldtopf und die Aktion läuft noch weitere 27 Tage. PS4- und PC-Besitzer dürfen also optimistisch in die Zukunft blicken. Wer sich ebenfalls noch an der Entstehung von Shenmue 3 beteiligen möchte, schaut einfach auf Kickstarter (TN)

 

Kraut Buster (vom 13.06.2015)

Seit geraumer Zeit versuchen Indy-Entwickler aus aller Welt klassischen Spielkonzepten, dank Pixel-Look und 8-Bit-Soundtrack, neues Leben einzuhauchen. Nicht selten auch mit beachtlichem Erfolg (u.a. Retro City Rampage, Kung Fury: Street Rage).

Wer allerdings auf "handfeste" Spiele (inklusive Verpackung und Anleitung) steht, wird mit kostenpflichtigen Downloads nur selten glücklich. Aufgrund der hohen Produktions- und Vertriebskosten müssen die meisten Produzenten von Indy-Games aber auf "boxed" Versionen ihrer Spiele verzichten.

Ein ganz anderes Geschäftsmodell verfolgt da der deutsche Indy-Entwickler NG:DEV.TEAM. Die Hannoveraner sorgen seit mehreren Jahren regelmäßig für ("physikalischen") Software-Nachschub, speziell für das Neo Geo und Segas Dreamcast. GunLord (Action-Titel im Stile von Turrican) oder Razion (klassischer Weltraum-Shooter) sind nur zwei exzellente Beispiele aus dem Portfolio der Entwickler.

Der aktuelle Wurf der Macher hört auf den martialischen Namen Kraut Buster und erscheint als vollwertiges Spielmodul für das Neo Geo AES und MVS (Heim- und Spielhallenvariante der Konsole). Bei dem Titel handelt es sich unverkennbar um einen Metal-Slug-Clone. Der Grafikstil und die Präsentation lassen hier nur wenig Zweifel zu. Sollte der Spielspaß stimmen, ist hiergegen allerdings wenig einzuwenden. Schließlich gilt immer noch der Grundsatz - Lieber gut geklaut, als schlecht selbst gemacht.

Kraut Buster ist für diesen Winter angekündigt. Mehr Infos findet ihr unter kraut-buster.com (TN)

 

PC Engine Memories (vom 01.06.2015)

Die PC Engine (in USA als Turbo Grafx 16 bekannt) war bis Mitte der 90er-Jahre vor allem in ihrem Heimatland Japan eine äußerst populäre Konsole. Gerade Fans von Rollenspielen und Shoot-em-Ups wurden mit hochwertigen Spielen geradezu überhäuft. Ein ähnlicher Erfolg wollte sich in westlichen Gefilden leider nicht einstellen, was vor allem an der damals übermächtigen Konkurrenz von Nintendo und Sega lag.

Seit Nintendo vor einigen Jahren etliche Titel für diese Konsole im Wii Online-Shop als Download anbot, steigerte sich der Bekanntheitsgrad der PC Engine auch hierzulande merklich. Wer dazu noch verrückt genug war, sich eine Variante der Original-Konsole zuzulegen, stieß aber schnell auf ein schwerwiegendes Problem. Die Preise für gebrauchte Spiele stiegen stetig an und dieser Trend hält bis heute an. Zudem schaut´s mit dem Spielenachschub bei hiesigen Online-Auktionshäusern eher mau aus.

Der Indy-Entwickler PCE Works sorgt hier seit geraumer Zeit für Abhilfe. Unter diesem Label erschienen in den letzten Monaten zahlreiche "Nachpressungen" von PCE-Klassikern, wie Faussete Amour, Dynastic Hero oder Startling Odyssey II.

Ausgeliefert werden die Spiele in originalgetreuen CD-Boxen, inklusive Spine Card und einer farbigen Anleitung. Teilweise wurden die Games sogar mit einer englischen (Fan-) Übersetzung aufgepeppt, was vor allem RPG-Fans freuen dürfte, die der japanischen Sprache nicht mächtig sind.

Die Spiele sind entweder einzeln für 39 Euro oder als Box Sets (mit jeweils vier Spielen) für 119 Euro erhältlich. Retro-Puristen mögen jetzt vielleicht angewidert die Nase rümpfen, schließlich handelt es sich "nur" um nachträglich hergestellte Remakes. Wer allerdings mit diesem Manko leben kann, macht mit den liebevoll gestalteten Neuaflagen von PCE Works sicherlich nichts falsch. Mehr Infos hierzu findet ihr unter pceworks.wordpress.com  (TN)

Quelle: www.pc-engine.de

 

 

Mega65 (vom 21.05.2015)

Für viele Retro-Gamer war der Commodore 64 wohl die "Einstiegsdroge" in die Welt der elektronischen Spiele. Der "Brotkasten", wie er von seinen Fans aufgrund seiner Form auch genannt wurde, verfügte über 64 KB Arbeitsspeicher und konnte 16 Farben gleichzeitig darstellen. Ein Highlight stellte aber sicherlich der dreistimmige, polyphone Soundchip "SID" dar. Dank dieser einzigartigen Fähigkeiten war der C64 der damaligen 8-Bit-Konkurrenz lange Zeit überlegen. Zusammen mit seinem verhältnismäßig günstigen Preis (ca. 1.000 DM inkl. Datasetten-Laufwerk) galt der Heimcomputer deshalb als perfektes Einstiegsgerät für junge Zocker.

Irgendwann nagte der Zahn der Zeit aber auch an dieser Ikone und Commodores Amiga schickte sich mit seinem "pfeilschnellen" 16-Bit-Prozessor an, die hauseigene Vormachtsstellung zu übernehmen. Auf der Strecke blieb da der ursprünglich als Nachfolger vorgesehene C65, von dem sogar schon einige Prototypen existierten. Was diese Maschine genau auf dem Kasten hatte und welche Spiele darauf möglich gewesen wären, durften wir somit leider nie erfahren. Wirklich schade.

Das dachten sich wohl auch die Leute vom Museum of Electronic Games & Art (kurz M-E-G-A) aus dem hessischen Örtchen Alsbach-Hähnlein. Das Entwickler-Team des Vereins kündigte kürzlich nämlich an, an einem Nachbau des C65 zu arbeiten.

Die Hardwarearchitektur und das Gehäuse des Computers soll sich hierbei bestmöglich an den damaligen Spezifikationen orientieren. Eine weiteres Gerät, dass Retro-Games nur softwaremäßig emuliert, bliebe uns somit erspart.

Durchgesickert ist bereits, dass der sogenannte Mega65 durch einen 8-Bit-Prozessor, mit einer Taktung von 48 Megahertz befeuert werden und über 128 KB Speicher verfügen soll. Neben einem USB-Port ist außerdem ein Slot für microSD-Karten geplant. Natürlich sollen aber auch die alten 5¼″-Diskettenlaufwerke des C64 angestöpselt werden können. Dank der geplanten Rückwärtskompatibilität zum C64 ein schönes Feature.

Alle, die jetzt bereits ihre Kreditkarte gezückt haben, muss ich leider auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Bisher handelt es sich bei den genannten Angaben um reine Ankündigungen. Zur Finanzierung ist zum jetzigen Zeitpunkt nur bekannt, dass M-E-G-A fleißig Spenden sammelt und im Laufe des Jahres eine entsprechende Kickstarter-Kampagne plant. Der Startschuss für die eigentliche Entwicklung des Geräts ist für 2016 vorgesehen. Bis weitere Fakten zu diesem Projekt bekanntgegeben werden, bleibt nur zu hoffen, dass die Macher am Ball bleiben und das möglichst viele zahlungskräftige Fans vom Mega65 überzeugt werden können.

Mehr Infos gibt´s auf mega65.org (TN)

Kurztest - Fantasy Zone II (vom 11.05.2015)

Fans klassischer 2D-Shooter aufgepasst! Sega hat den Master-System-Klassiker Fantasy Zone II (in Japan "Fantajī Zōn tsū: Opa-Opa no Namida") für  Nintendos 3DS neu aufgelegt.  

Geschichtsstunde

1987 erschien der direkte Nachfolger des erfolgreichen Cute 'em Ups Fantasy Zone für das Sega Master System. Die quietschbunte 2D-Ballerei erinnert von der Aufmachung her an Parodius bzw. andere Shooter (in Knuddeloptik), die sich zu dieser Zeit vor allem in Japan größter Beliebtheit erfreuten.

Je bunter, desto besser

Optisch orientiert sich das Spiel stark am Vorgänger. Natürlich tummeln sich nun erheblich mehr Sprites auf dem Screen, als früher und die seinerzeit schon bunte Grafikpracht erhielt für den 3DS ein zeitgemäßes HD-Upgrade. Die Grafik ist dermaßen quietschbunt, dass man fast den Eindruck gewinnen könnte, die gesamte Farbpalette des 3DS auf einmal vor sich zu haben.

Aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Der 3D-Effekt beispielsweise, hält sich arg in Grenzen und ich habe ihn beim Testen ehrlichgesagt meistens runtergedreht, da er gerade in hektischen Situationen eher stört, als zur Übersichtlichkeit beizutragen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Beim ursprünglichen Soundtrack wurde dafür stark nachgebessert. Der sehr piepsige 4-Kanal-Sound des Master-System-Originals ist komplett verschwunden und einer netten, manchmal vielleicht etwas "düdeligen" Sounduntermalung gewichen. 

Wie spielt sich´s?

Am ursprünglichen Spieldesign hat sich glücklicherweise wenig getan. Wie schon auf Segas 8-Bit-Konsole könnt ihr euren Gleiter sowohl von links nach rechts, als auch andersherum durch das Level fliegen. Eine eher ungewöhnliche Designentscheidung.

Ein Wort zur Steuerung: Ihr könnt mit den Schultertasten eure Standardwaffe und die Bomben gleichzeitig abfeuern. Getroffenen Gegner hinterlassen netterweise Münzen, die ihr in den fliegendem Item-Shops gegen allerlei Extras, wie Speed-Ups, Extrawaffen oder verbesserten Schilde einlösen könnt. Werdet Ihr getroffen, verliert ihr diese Items allerdings wieder. Werdet ihr nochmals getroffen, verliert eines eurer kostbaren Leben. Alles, wie gehabt

Spieldesign und Modi

In jedem Spielabschnitt gibt es Warpzonen, durch die ihr in Unterlevels vordringt. Habt ihr sowohl im Hauptlevel, als auch im Unterlevel alle Gegnerwellen ausgeschaltet, geht’s zum Kampf gegen den unvermeidlichen Endboss. 

Sega hat neben dem Story-Modus, in dem ihr von Level zu Level fliegt (insgesamt 8 Welten), einen Endlos-Modus eingebaut. Außerdem gibt es nun vier auswählbare Schwierigkeitsgrade. Eine entsprechende Auswahlfunktion erlaubt euch den direkten Einstieg, in alle zuvor freigespielten Spielabschnitte.

Freunde von seitlich scrollenden Shootern, die keine ausdrückliche Aversion gegen bunte Optik im Japano-Stil haben, sollten sich den Titel ansehen. Für 4,99 Euro macht man hier sicher wenig falsch. Besondere Highlights solltet ihr allerdings nicht erwarten. FZ II ist ein grundsolider Vertreter seines Genres. Immer wieder gut für eine schnelle Runde zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (YT)

Das Testmuster zu Fantasy Zone 2 wurde uns freundlicherweise von Sega zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf die Bewertung des Spiels durch den Sponsor wurde nicht vorgenommen und jegliche Kommentare spiegeln ausschließlich die Meinung des Autors wider.

 

 

Spielkonsolen und Heimcomputer (vom 05.05.2015)

Die meisten von euch dürften mittlerweile mitbekommen haben, dass wir große Anhänger von Druckerzeugnissen aller Art sind. Insbesondere natürlich dann, wenn sich die Schmöker auch noch mit Spielkonsolen und Videospielen befassen.

Ein regelmäßiger Lieferant für Fachbücher zu genau diesem Thema ist der GAMEplan Verlag. Geleitet wird er von niemand Geringeren als Winnie Forster, seines Zeichens langjähriger Journalist und Mitbegründer des Spielemagazins Maniac (heute M! Games).

Die stark erweiterte und aktualisierte Neuauflage des beliebten Fachbuchs "Spielkonsolen & Heimcomputer" zeigt alle Konsolen, Handhelds und Computer aus Amerika, Japan und Europa, präsentiert klassische Software in authentischen Pixeln, nennt Hintergründe und historische Facts.

Näher vorgestellt werden euch hier insgesamt 500 Spielgeräte, angefangen beim Commodore 64 bis zum iPhone. Natürlich findet ihr in der aktuellen Version des Buchs aber auch alles Wissenswerte über exotische Konsolen, wie die PC Engine oder das Neo Geo.

Übrigens, wer innerhalb der nächsten beiden Wochen vorbestellt (für 29,80 Euro), bekommt das Buch versandkostenfrei nach Hause geliefert. Hier geht´s direkt zum Online-Shop -> gameplan.de (TN)

Retro Gamer Gewinnspiel (vom 01.05.2015)

Seit unserem letzten Gewinnspiel sind schon ein paar Monate vergangen. Dank der freundlichen Unterstützung der eMedia GmbH hat die Zeit des Darbens aber nun glücklicherweise ein Ende.

Das aktuelle Sonderheft der retro GAMER nimmt über 70 Retro-Klassiker (aus den verschiedensten Genres) genauer unter die Lupe. Ein wunderbarer Anlass also, endlich mal wieder in einer herrlich "altmodischen" Zeitschrift zu schmökern.

Wir verlosen insgesamt 10 Ausgaben des Sonderhefts. Um an ein Exemplar zu gelangen, müsst ihr uns nur die folgende Frage richtig beantworten:

Auf welcher Konsole feierte die Mario-Kart-Reihe ihr Debüt?

A - NES

B - Game Boy

C - SNES

Schickt uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort (und eurer Anschrift) an die folgende Adresse info@retrovideogames.net. Der Einsendeschluss ist der 31.05.2015. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

Update vom 31.05.2015: Gewonnen haben Simon K. aus Berlin, Patrick K. aus Kirchhain, Matthias A. aus Haßloch, Alexander S. aus Zornheim, Andre S. aus Uetze, Florian H. aus Rosenheim, Manuel F. aus Berlin, Ulrich K. aus Köln, Katharina O. aus Otterstadt, Andreas A. aus Eschborn

NMag (vom 24.04.2015)

Etliche Generationen von Zockern wurden im Laufe der Jahre dank Nintendo mit dem "Spielevirus" infiziert. Neben Atari gilt das japanische Unternehmen als der wohl wichtigste Wegbereiter für moderne Videospiele.

Auch wenn Big N mit seiner Wii U zur Zeit ein wenig schwächelt, lässt sich wohl kaum leugnen, dass auch die aktuellen Episoden von beliebten Spieleserien, wie Zelda, Mario Kart oder Super Smash Brothers, qualitativ in der Champions League spielen.

Ein Beleg für die anhaltende Beliebtheit der Marke sind die unzähligen Blogs, Gameplay-Videos und Fan-Magazine, die sich ausschließlich mit Nintendos Produkten befassen.

Das NMag ist das wohl bekannteste (deutschsprachige) PDF-Magazin, das sich exklusiv im Nintendo-Universum bewegt. 2007 gab es das NMag sogar kurz in gedruckter Form im Zeitschriftenhandel. Herausgebracht wurde das Magazin damals vom IDG-Verlag. Nach nur fünf Ausgaben wurde das Experiment allerdings schon wieder abgebrochen. Seitdem existiert das NMag wieder in digitaler (kostenloser) Form. Gemacht von Fans, für Fans.

Mehr Infos hierzu findet ihr unter n-mag.org (TN)

Smart Boy (vom 10.04.2015)

Der amerikanische Konsolenhersteller und Spezialist für Gaming-Zubehör Hyperkin (Erfinder des Retron5) veröffentlichte zum Monatsanfang den Screenshot einer Fake-Konsole namens Smart Boy auf seiner Facebook-Seite.

Was ursprünglich als Aprilscherz gedacht war, scheint nun tatsächlich Wirklichkeit zu werden. Grund dafür ist die überwältigende Resonanz in den sozialen Netzwerken und auf zahlreichen Blogs.

Bei der Studie handelt es sich um einen Adapter, der alte Game-Boy und Game-Boy-Color-Module schlucken kann. Als Display dient ein iPhone 6 Plus, das einfach in den Adapter geschoben wird. Mit Hilfe einer entsprechenden App, könnte die Illusion dann Wirklichkeit werden. Chefentwickler Gallizi verkündete mittlerweile offiziell, dass ab sofort mit Hochdruck an diesem Projekt gearbeitet wird.

Die Idee wäre auch zu gut gewesen, um sie einfach wieder zu verwerfen. Viele von euch werden sicher schon an der fummeligen Touch-Steuerung diverser Smartphone-Spiele verzweifelt sein. Mit Hilfe des Smart Boys könnte diesem Manko nun aber ein Ende haben. Zumindest was Game-Boy-Spiele angeht. Wir halten euch auf dem Laufenden. (TN)

Lenhardts Spielejahr 1984 (01.04.2015)

Zuallererst möchte ich gleich eins klarstellen - dies ist kein April-Scherz! Anlässlich der Veröffentlichung seines eBooks "Lenhardts Spielejahr 1984" hat sich der Autor Heinrich Lenhardt freundlicherweise dazu bereit erklärt, uns ein paar Fragen zu seinem neuesten Werk zu beantworten.

Heinrich Lenhardt ist der wohl renommierteste deutsche Spielejournalist und bereits seit den frühen 80er-Jahren aktiv. Völlig zu Recht gilt er als "Lichtgestalt" der Branche und das, obwohl er schon seit geraumer Zeit in Kanada lebt. Jetzt aber genug der Vorschusslorbeeren. Wollen wir doch mal sehen, was uns der Autor zu sagen hat:

Was hat dich dazu bewogen, gerade zum Spielejahr 1984 ein Buch zu veröffentlichen? 

HL: Irgendwo muss man ja anfangen :) – und 1984 war halt mein Berufseinstiegsjahr. Der Arbeitsplatz in der Redaktion Happy-Computer gewährte mir Zugang zu all den schönen Systemen und Spielen dieser Zeit. Es war ja auch ein sehr spannender Jahrgang mit vielen innovativen Veröffentlichungen, die das Medium „elektronische Spiele“ gewaltig voran brachten. Waren die frühen Achtziger Jahre noch von simplen Arcade-Titeln geprägt gewesen, gab es jetzt auch vergleichsbare komplexe Simulationen von riesigen Spielwelten, zum Beispiel bei „Elite“ oder „Lords of Midnight“.  

Welche Spiele und welche Hardware (aus dieser Zeitperiode) sollte jeder Retro-Gamer sein Eigen nennen? 

HL: Das hängt natürlich sehr vom persönlichen Geschmack ab, an den ersten Computer oder die erste Konsole hat man halt besonders schöne Erinnerungen. Die Plattform des Jahres 1984 war wohl der Commodore 64, dessen Popularität (sowohl in Europa als auch den USA) eine gewaltige Spiele-Lawine auslöste. Es gab in der Zeit noch einige andere wirklich gute Computer, zum Beispiel Atari 800 XL oder Sonys MSX-Modell Hit Bit. Aber an den Erfolg des C64 ist keiner rangekommen. Meinen alten Brotkasten besitze ich leider nicht mehr – zu viele internationale Umzug-Abenteuer, da lernt man die Freuden von Haushaltsverkleinerungen kennen.

Gute Spiele gab’s 1984 viele, ich hatte keine Probleme damit, 50 interessante Titel für das Buch aufzustöbern. Meine persönlichen Top 3 aus der Zeit wären wohl Elite, Summer Games und Boulder Dash.

Planst du weitere eBooks zu späteren Epochen oder bleibt es vorerst bei diesem literarischen Ausflug?  

HL: Oh ja, ich würde die Reihe gerne fortsetzen und bastle bereits an einem „1985“-Plan. Jenes Jahr war nicht minder spannend, da geht es dann mit den ersten 16-Bit-Spielen los. Derzeit ist meine Zeit etwas knapp wegen Auftragsarbeiten und dem „Spieleveteranen“-Reboot, aber ich hoffe, dass ich vor dem Ende des Jahres 2015 meinen „1985“-Band fertig kriege. 

Altmodische Zocker wie wir sind immer auf der Suche nach hübschen „Staubfängern“ für unser Bücherregal. Wie stehen die Chancen, dass es in naher Zukunft auch eine gebundene Ausgabe von „Lenhardts Spielejahr 1984“ geben wird? 

HL: In naher Zukunft wird sich leider nichts Gedrucktes blicken lassen. Die Kosten für eine Print-Ausgabe wären nicht unbeträchtlich, vom Layout bis zum Papier. Ich versuche vielleicht mal mein Glück mit einer Crowdfunding-Kampagne, um Interesse und Vorbestell-Bereitschaft für eine Print-Ausgabe abzuklopfen. Aber dafür gibt es noch keinen Zeitplan, das „1985“-eBook hätte erst einmal Vorrang. 

Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, könnt ihr euch das eBook unter folgendem Link für 7,94 Euro herunterladen Amazon.de (TN)

Pixels (vom 22.03.2015)

In diesem Sommer kommt ein neuer Film mit Adam Sandler in die Kinos..... Ich weiß, was ihr jetzt denkt und ihr habt natürlich Recht. Bei Adam Sandler denken die meisten von euch sicherlich zu allererst an infantilen Pipi-Kacka-Humor, gemischt mit bescheidenen, schauspielerischen Fähigkeiten.

Bei dem angekündigten Film handelt es sich allerdings um Pixels, der wiederum auf dem gleichnamigen Kurzfilm von Patrick Jean basiert (von 2010). Das macht diese News-Meldung doch gleich wieder etwas interessanter, oder?

Die Handlung der Komödie ist schnell umrissen: Eine außerirdische Spezies fühlt sich von einer in den 80ern ins All geschickten NASA-Sonde derartig provoziert, dass sie kurzerhand beschließt, der Menschheit den Krieg zu erklären. Aber warum? Ganz einfach - Auf dieser Sonde befanden sich neben Aufzeichnungen von zahlreichen, menschlichen Errungenschaften auch ein paar Videoschnipsel, von damals populären Spielhallen-Hits, wie Pac-Man, Space Invaders oder Donkey Kong. Diese Message haben die Aliens wohl irgendwie in den falschen Hals bekommen.

Nun befallen die Protagonisten eben dieser Videospiele die Erde und der ehemalige Arcade-Champion Sam Brenner (gespielt von Adam Sandler) stellt sich mit einer Gruppe von Nerds und alten Schulfreunden gegen die außerirdischen Invasoren. Klingt eigentlich ganz witzig, enthält aber auch jede Menge Trash-Potenzial. So bleibt nur zu hoffen, dass Regisseur Chris Columbus respektvoll mit den Videospielhelden unserer Jugend umgehen wird. (TN)

 

 

 

Neues Mega Drive Spiel angekündigt (vom 13.03.2015)

Der amerikanische Indy-Entwickler Watermelon Games machte 2010 erstmals mit einer Neuentwicklung für das Mega Drive, namens Pier Solar, auf sich aufmerksam. Das JRPG erinnerte stark an Genre-Klassiker, wie Secret of Mana oder Chrono Trigger (beide erschienen für das SNES). Der Titel erfreute sich bei Retro-Fans sogar so großer Beliebtheit, dass es in der Modul-Version innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war.

Mittlerweile erschien glücklicherweise eine HD-Umsetzung, als kostenpflichtiger Download für zahlreiche Next-Gen-Konsolen (u.a. PS4, Xbox One, WiiU). Somit wurde das Spiel auch einer wesentlich größeren Zielgruppe zugänglich gemacht.

Angespornt von diesem Erfolg kündigte Watermelon Games unlängst eine weitere Neuentwicklung für das Mega Drive an (spielbar auf PAL- und NTSC-Konsolen). Das seitlich scrollende Prügelspiel, im Stile von Streets of Rage, hört aktuell auf den Namen Projekt Y.

Natürlich dürfen sich zukünftige Kunden auf der Webseite der Macher noch finanziell an diesem Projekt beteiligen. Ab einer gewissen Summe haben großzügige Käufer sogar die Möglichkeit, bei relevanten Entscheidungen während des Entwicklungsprozesses abzustimmen. Die ersten bewegten Bilder von Projekt Y sehen auf jeden Fall sehr vielversprechend aus. (TN)

 

 

Live long and prosper (vom 01.03.2015)

Vor wenigen Tagen verstarb der amerikanische Schauspieler Leonard Nimoy im Alter von 83 Jahren. Den meisten von uns dürfte Nimoy sicherlich in seiner Paraderolle als Mr. Spock in Erinnerung geblieben sein. Der rechthaberische Vulkanier, mit den spitzen Ohren, der über viele Jahre hinweg als Wissenschaftsoffizier an Bord des Raumschiffs USS Enterprise diente.

Normalerweise ist der Tod eines Hollywood-Schauspielers kein Anlass für eine News-Meldung auf unserer Webseite, aber angesichts des umfangreichen popkulturellen Erbes, das uns Leonard Nimoy hinterlässt, erscheint diese Entscheidung absolut logisch.

Als Spock eckte er mit seiner humorlosen Art regelmäßig bei seinen menschlichen Crew-Mitgliedern an. Andererseits erwies er sich als überaus loyal und seine menschliche Seite wiederum, ließ auch immer wieder Gefühlsregungen zu. Diese Eigenschaften waren natürlich ein wichtiger Bestandteil seiner Rolle und gerade diese sympathische Andersartigkeit, ließ Spock im Laufe der Jahre zu einer wahrhaften Ikone für Nerds und Sci-Fi-Fans heranwachsen.

Neben den Auftritten in den bekannten TV-Serien und Kinofilmen haben Spock und die Besatzung der Enterprise natürlich auch den Sprung in die Welt der Videospiele geschafft. Leider waren die meisten Pixel-Ausflüge qualitativ eher durchschnittlicher Natur. In guter Erinnerung blieb mir allerdings ein Point-and-Click-Adventure von Interplay (für Amiga, PC und Mac), das 1992 anlässlich des 25jährigen Jubiläums von Star Trek erschien. Die etwas später veröffentlichte CD-Version des Spiels enthält sogar die Originalstimmen der Schauspieler. (TN)

 

Q*bert Rebooted (vom 15.02.2015)

Lange Zeit war es still um den wohl putzigsten Außerirdischen der Videospielgeschichte - Q*bert. Das kugelförmige Alien, mit latentem Hang zum Fluchen, hatte Anfang der 80er-Jahre seine ganz große Zeit in der Spielhalle und gehörte damals, neben Pac-Man, Donkey Kong und den Space Invaders, sicherlich zu den populärsten Videospiele-Helden. Nach zahlreichen Portierungen für diverse Konsolen und Heimcomputer (Atari VCS 2600, NES, C64 und viele mehr) war dann aber erstmal Schluss.

Erst nach Q*berts charmantem Kurzauftritt in Disneys Animationsfilm Ralph reicht´s (2012) erinnerten sich viele betagte Zocker wieder an das isometrische Hüpfspiel mit dem mürrischen Rüsseltier.

PC-, Mac- und Linux-User durften sich bereits vor einem halben Jahr über ein Remake des beliebten Klassikers namens Q*bert Rebooted freuen. Allerdings hat diese Version mit einer vermurksten Gamepad- bzw. einer (wegen der ungewöhnlichen Perspektive) sehr umständlichen Keyboard-Steuerung zu kämpfen. Kein Vergnügen also, für echte Retro-Gamer.

Am 18. Februar veröffentlicht Sony nun im PSN-Store (zeitgleich für PS3, PS4 und PS Vita) eine Konsolen-Umsetzung dieses HD-Remakes, mit einer hoffentlich angepassten Controller-Steuerung. Da bleibt mir nur noch eins zu sagen: "Ҩ!#?Ҩ!" (TN)

 

 

Simpsons Pixels (vom 08.02.2015)

Seit nunmehr fast 30 Jahren sorgt die gelbe Familie aus der amerikanischen Provinz für Lacher bei Jung und Alt. Zumeist anarchisch, oft gesellschaftskritisch, manchmal platt, aber auch hintergründig - Der Humor der Serie spricht dank seiner Vielschichtigkeit eine unglaublich große Zielgruppe an.

Dies gilt allerdings fast ausschließlich für die Fernsehserie. Die zahlreichen Videospiel-Umsetzungen, die in den vergangenen Jahren für die verschiedensten Plattformen erschienen, konnten leider nur selten mit der grandiosen Vorlage mithalten und wiesen vor allem im spielerischen Bereich erhebliche Schwächen auf. Ein besonders negatives Beispiel hierfür ist die von uns getestete Spielspaßgurke Bart Simpson´s Escape From Camp Deadly 

Aber nun zum Hintergrund unserer News-Meldung: Anfang letzter Woche tauchte bei YouTube eine 8-Bit-Version des berühmten Simpsons-Vorspanns auf. Mir ist zwar klar, dass dieses Video bereits auf etlichen Webseiten, Blogs und Twitter-Timelines umhergeistert, allerdings ist es wirklich so liebevoll gemacht, dass ich es euch einfach nicht vorenthalten möchte. Ein Spiel in diesem Look würde ich sofort kaufen! (TN)

 

Kurztest - Shovel Knight (vom 01.02.2015)

"Ihr trauert der Jump-and-Run-Ära der 80er- und 90er-Jahre nach, aber die alten Klassiker habt Ihr schon zigmal durchgespielt, oder ihr habt die Schnauze endgültig voll von durchwachsenen Neuauflagen, mit verhunzter Touch-Steuerung, für euer Smartphone? Da kann euch geholfen werden! 

Und zwar in Form des Ritters ohne Furcht und Adel - Die Rede ist vom Protagonisten eines der besten Jump-and-Runs der letzten Jahre – dem Shovel Knight. Nachdem wir fast schon nicht mehr daran geglaubt haben, dass es dieser Indy-Titel doch noch auf den europäischen (Download-)Markt schaffen würde, waren wir umso gespannter, als wir nun endlich selbst Hand an das fertige Spiel legen durften...." (YT)

Na, interessiert? Hier geht´s zum Testbericht

MS DOS Klassiker kostenlos (vom 22.01.2015)

Die Internet-Archivare von Archive.org machen mal wieder mit einer spektakulären Meldung für Retro-Gamer auf sich aufmerksam. Seit geraumer Zeit sind hier 2400 (!) PC-Klassiker der DOS-Ära kostenlos verfügbar. Praktischerweise lassen sich die Spiele direkt im Browser auswählen und zocken (auch im Fullscreen). Als Emulator dient ein entsprechendes Derivat der bekannten DOSBox.

Unter dieser riesigen Menge an Spielen befinden sich solche Perlen wie Maniac Mansion, Sim City, Eye of the Beholder und viele mehr. Einige Titel sind sogar in unterschiedlichen grafischen Versionen verfügbar. Die bestmögliche Grafikpracht entfaltet sich natürlich, falls verfügbar, in der VGA-Version der Games (256 Farben, bei einer Auflösung von 320×200 Pixeln). Puristische PC-Gamer können gegebenenfalls aber auch auf die CGA-Version zurückgreifen (16 Farben, bei einer Auflösung von 160 × 200 Pixeln).

Ein paar Haken gibt es allerdings noch: Einerseits laufen die Spiele nicht auf jedem Browser. Die Entwickler empfehlen deshalb Firefox oder die aktuellste Version von Google Crome. Außerdem ruckeln einige Titel noch elendig und die Steuerung beschränkt sich aktuell auf Maus und / oder Tastatur. Gamepads werden also nicht unterstützt. Dies könnte sich laut Aussagen der Macher in Kürze aber noch ändern. (TN)

1541 Ultimate II (vom 10.01.2015)

Ein Großteil der deutschen Zocker, die das dreißigste Lebensjahr seit geraumer Zeit überschritten haben, werden aller Wahrscheinlichkeit nach in ihrer Kindheit einen C64 besessen haben. Commodores 8-Bit Heimcomputer war bei uns Mitte der 80er-Jahre so beliebt, dass ähnlich leistungsstarke Videospielkonsolen, wie etwa das NES oder das Master System am Markt nur die zweite Geige spielten.

Ich erinnere mich noch mit Wehmut an meinen ersten Kontakt mit dem "Brotkasten". Das leise Surren des Röhrenfernsehers, das Klicken meines Competition-Pro-Joysticks und natürlich das wohlige Rattern des Diskettenlaufwerks. Hach, wie nostalgisch!

Setzt man die Retro-Brille aber mal für einen Moment ab, erinnert man sich ebenso an quälend lange Ladezeiten, unlesbare Disketten und Bandsalat in der Datasette. Diese Mankos wiegen in Zeiten von Highspeed-DSL und leistungsstarken Smartphones doch schwer.

Zum Glück gibt es aber findige Bastler wie Gideon Zweijtzer. Der niederländische C64-Nerd bietet auf seiner Webseite das sogenannte 1541 Ultimate II an (abgeleitet von Commodores damaligen Floppy-Laufwerk VC-1541). 

Beim 1541 Ultimate II handelt es sich um eine Cartridge, die einfach in den Modulschacht des C64 gesteckt und per Kabel mit der seriellen Schnittstelle verbunden wird. Eure Spiele-ROMs könnt ihr entweder auf einer MicroSD-Karte oder einem herkömmlichen USB-Stick speichern und direkt in das Modul stecken. Geladen werden die Spiele dann komfortabel über ein Auswahlmenü. Traditionalisten dürfen die Titel auch mittels des herkömmlichen "LOAD"-Befehl starten.

In beiden Fällen reduzieren sich die lästigen Ladezeiten auf ein Minimum und was übrig bleibt, ist der pure Spielspaß. Um die Illusion eines Diskettenlaufwerks perfekt zu machen, können per Audio-Ausgang sogar die originalen Ladegeräusche simuliert werden. Eine perfekte Mischung aus Retro-Gaming und neuer Technik. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht. Wer ein Exemplar des 1541 Ultimate II über die oben genannte Webseite bestellen möchte, muss schon knapp 130 Euro dafür hinblättern. (TN)

 

Day of the Tentacle HD (vom 01.01.2015)

Happy new Year liebe Retro-Freunde! Das neue Jahr möchte ich mit einer etwas nüchtern klingenden News-Meldung beginnen: Im Rahmen einer Entwickler-Konferenz von Sony wurde das HD-Remake eines alten Point-and-Click-Adventures für 2015 angekündigt. In Zeiten von Kickstarter und Co fast schon an der Tagesordnung.

Zwei Details dieser Meldung sollten euch allerdings hellhörig werden lassen: Erstens der Name des Produzenten und Entwicklers - Tim Schäfer, seines Zeichens (Mit-)Entwickler von so legendären Point-and-Click-Klassikern wie Monkey Island 1 & 2, Full Throttle oder Grim Fandango. Zweitens natürlich der Name des Spiels - Day of the Tentacle. Meiner Meinung nach schlichtweg das beste Adventure, das jemals erschienen ist. Witzige Charaktere, eine tolle Präsentation, intelligente Rätsel und, und, und. Ich könnte ewig weiter schwärmen. Mich hat dieses Meisterwerk anno 1993 (erschienen für PC und Mac) schlichtweg fasziniert und ich habe das Spiel bis heute mehrfach durchgespielt.

Über die Einzelheiten des Remakes wurde bisher nur wenig verkündet, außer, dass es für Windows, Linux, Mac, PS4 und PS Vita erscheinen soll. Ob man im fertigen Spiel (ähnlich wie in den HD-Neuauflagen zu Monkey Island) zwischen der originalen und neuen Fassung hin und her wechseln kann, ist noch unklar. (TN)

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