Nintendo DS - Retrofeeling für Unterwegs           (vom 03.01.2008)


Retrofans und Anhänger von klassischen Spielkonzepten wissen es schon lange - Nintendo´s tragbare Konsole, das Nintendo DS, bietet immer wieder neue Anreize für die sogenannte "Silver Generation" (Spieler der Generation 30+). Hier sind nur einige Beispiele, die diese Behauptung untermauern:

Die vor einiger Zeit in Japan und USA veröffentlichte Game & Watch Collection, enthielt 3 ausgewählte und originalgetreue Umsetzungen, der gleichnamigen LCD Spiele-Reihe (siehe Newsmeldung vom März 2007).

Eine weitere interessante Classic Compilation, stellt das Spiel Konami Classics Series - Arcade Hits dar. In dieser Spielesammlung tummeln sich so namhafte SpielhallenVeteranen wie Gradius, Contra, Track & Field oder Yie Air Kung Fu.

Aber nun will ich endlich zum Anlass, meiner aktuellen Newsmeldung kommen. Vor kurzem habe ich zwei aussergewöhnliche Hardware-Erweiterungen für den Nintendo DS im Internet entdeckt. Bei der Ersten handelt es sich um einen aufsteckbaren Paddle Controller (Drehknopf), der sich exzellent für klassische Spiele wie Pong, Arkanoid oder Space Invaders eignet. Der Hardware-Aufsatz wird einfach in den GBA Schacht gesteckt und schon fühlt man sich um mindestens 20 Jahre, in der Zeit zurückversetzt. Leider hat dieses Schmuckstück einen dicken Haken ! Der Paddle Controller der Firma Taito erscheint aller Vorraussicht nach nicht ausserhalb von Japan. Da bleibt wohl nur ein kostspieliger Besuch beim Importhändler.

Die zweite Hardware-Kuriosität ist der NES Adapter, des japanischen Zubehör Spezialisten Cyber Gadget. Dieser ermöglicht es japanische Famicom Cartridges, mit dem Nintendo DS zu verbinden und unterwegs zu zocken. Echte Retrofans geben sich eben nicht mit schnöden Emulatoren oder Homebrew Umsetzungen zufrieden.

Ah ja, wie ihr euch sicher schon gedacht habt, ist auch der schicke NES Converter ausschliesslich im Heimat-land der Videospiele erhältlich. Es war eben schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Da bleibt mir nur noch eins zu sagen:

                          "Bansaaiiii !"

   
 

Neues "Futter" für klassische Zocker                 (vom 23.01.2008)                        

Retrofans kommen ja auf die verrücktesten Ideen. Steppdecken im Space Invaders Design, Donkey Kong Stofftiere und vieles mehr.

Aber einigen Spieleverrückten reicht es nicht mehr, sich mit allerlei überteuerten Merchandise Artikeln einzudecken. Sie müssen einfach ihrer kreativen Ader freien Lauf lassen und sich auch mal kulinarisch zum geliebten Hobby Retrogaming bekennen.

Ein Beispiel hierfür habe ich auf der Foto-Plattform www.Flickr.com entdeckt. Eine Amerikanerin mit dem Nickname Naomi, hat Bilder ihrer selbst gebackenen Muffins und Küchlein online gestellt. Wäre an sich nicht erwähnenswert, wenn die süssen Kleinigkeiten nicht allesamt im Mario Bros. und Pacman Design daherkommen würden. Wirklich liebevoll gemacht und allemal eine Erwähnung wert. Da läuft mir doch gleich das Wasser im Mund zusammen.

Die gesamte Kollektion findet ihr unter:     

www.flickr.com/photos/hello_naomi

 

 

 

 

 

 

Die Retro Community lebt  (vom 02.02.2008)

Die Generation der Spieler der ersten Stunde (gemeint ist das 8-Bit Zeitalter) ist riesengross. Vieler Vertreter dieser Generation finden gerade jetzt, nach einer längeren Schaffenspause, langsam aber sicher  wieder den Weg zurück, in das Lager der aktiven Spieler.

Das merkt man vor allem an dem enormen Erfolg der Download Plattformen, der aktuellen Konsolen Generation. Ob Nintendo mit seiner Virtual Console, Microsoft mit seinem XBox Live Marketplace oder Sony mit dem Playstation Network. Die immensen Downloadzahlen und vor allem die daraus resultierenden Umsätze in Millionenhöhe zeigen, das das Interesse an klassischen Videospielen weiterhin ungebrochen ist.

Und das die Community stetig wächst, zeigen auch neu gegründete Vereine wie der RetroGames e.V. und Classic-Computing e.V. Aber Retrozocker sind alles andere als passiv. Deshalb möchte ich euch auch dieses Jahr wieder auf kommende Veranstaltungen hinweisen, die sich mit dem Thema "Klassische Computer- und Videospiele" befassen:

Vintage Computer Festival (München, 27. April 2008)

Diese Veranstaltung rund um klassische Heimcomputer und Spiele findet bereits zum 26. Mal statt. Das Ziel ist laut Aussage der Betreiber, "den Erhalt und die Pflege 'historischer' Computer und anderer (E)DV Gerätschaf-ten zu fördern, das Interesse in 'überflüssiger' Hard- und Software zu wecken und vor allem den Spaß daran aus-zuleben." Mehr Infos zu dieser Ausstellung findet ihr unter: www.vcfe.org   

3. Bochumer Retro-Börse (01. März 2008)

Bei dieser Veranstaltung darf vor allem nach Herzenslust konsumiert werden. Hier wird von original verpackten Atari 2600 Spielen bis zum Virtual Boy alles zum Verkauf angeboten, was ihr euch vorstellen könnt. Aber natürlich darf auf den klassischen Spielgeräten auch ausgiebig gespielt werden. Das versteht sich von selbst. Schaut einfach auf: www.gamereset.de/retroboerse

Ausstellung Spielkonsolen + Heimcomputer (Oldenburg 26./27. Juli 2008)

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich nach eigenen Aussagen um Norddeutschlands grösste Retro-Computer Ausstellung. Zu sehen gibt es Spielauto-maten, Computer und Konsolen aus den Jahren 1972 bis 2007. Hier habt ihr ein ganzes Wochenende Zeit, um ausgiebig zu zocken und sich mit Anderen Spielern zu messen. Alle Infos findet ihr auf:  www.retro-spektive.de

Wer dieses Jahr noch faul in seiner Bude hocken bleibt, ist selber Schuld. Das Angebot ist riesengross und im August findet natürlich auch wieder die Games Convention in Leipzig statt. Auf gehts !

   

Podcast zum Thema Retrogaming                   (vom 05.02.2008)

Gibt es immer noch Menschen, die einen "Podcast"  für einen schicken, neuen Schnellkochtopf halten ? Der Begriff Podcast hat natürlich nichts mit einem Kochpott zu tun, sondern bezeichnet vielmehr eine im Internet herunterladbare Audio- bzw. Videodatei und setzt sich aus den Begriffen "iPod" (hierfür wurde diese Art von Medium zuerst entwickelt) und "Broadcast" (englisch für Ausstrahlung) zusammen.

Am 03.02.08 erschien eine interessante Episode des B5 Computermagazins. Diese Folge befasst sich zu einem grossen Teil, mit der wachsenden Community der Retrogamer und dem Münchner Entwicklerteam Redspot Games, das vor kurzem einen neuen Shooter namens Last Hope, für Sega´s Dreamcast bzw. das Neo Geo auf den Markt brachte. Die ganze Folge des Podcasts findet ihr unter: download.br-online.de

Ladet euch die Folge runter, es lohnt sich.

PS: Falls ihr mehr zum Thema Videospiele im Allge-meinen erfahren wollt, kann ich euch wie immer nur wärmstens den Spiele ohne Grenzen - Podcast empfehlen. Geht einfach auf: www.wunderlampe.de

 

Umfrage März

Filme für Retrofreunde (vom 10.02.2008)

Filme rund um das Thema Videogames sind ja an sich schon äusserst selten. Meistens dient das Zocken als reines Mittel zum Zweck, um beispielsweise einen Charakter oder die Handlung etwas aufzupeppen. Filme die sich mit der Sub-kultur der Retrogamer befassen, kann man allerdings mit der Lupe suchen. Um so erfreu-licher ist es, das nun zumindest zwei englisch-sprachige DVD´s zu diesem Thema erschienen sind.

The King of Kong – For a fistful of quarters  

Wie der Name des Films es schon erahnen lässt, dreht sich bei The King of Kong Alles um den Arcade-Klassiker Donkey Kong. Nachdem der 35 jährige Familienvater Steve Wiebe von seinem Arbeitgeber Boeing entlassen wird, stolpert er im Internet auf einen seit 1982 bestehenden Donkey Kong Rekord. Der Highscore von sage und schreibe 874.300 Punkten, wurde seiner Zeit von dem egozentrischen Barbecue Sossen Mogul Billy Mitchell aufgestellt. Aber Steve lässt sich davon nicht abschrecken und verbringt all seine neu erworbene Freizeit damit, Bill´s Rekord zu knacken. Als er dies dann tatsächlich schafft und dadurch einiges Aufsehen in den Medien verursacht, heckt Billy wiederum einen Plan aus, um sich seinen Rekord zurückzuholen. Im Laufe der sehr kurzweiligen Dokumentation, lernt man die beiden Spiele-verrückten sehr gut kennen und erlebt mit ihnen zahlreiche und teils kuriose Situationen, rund um die Jagd nach dem höchsten Highscore. Mehr Infos gibt’s auf: www.billyvssteve.com

 

 

 

Tilt – The Battle to Save Pinball

Dieser Film handelt von dem einstmals grössten, amerika-nischen Hersteller von Flipper-Automaten - der Firma Williams Electronic Games. 1998 steht Williams kurz vor der Pleite. Die Videospiel-Industrie hat den gesamten Markt inklusive der Spielhallen erobert. Der Umsatz geht dermassen zurück, daß man sich genötigt sieht alles auf eine Karte zu setzen. Entweder man entwickelt einen innovativen und vor allem erfolgreichen Flipper, oder die Firma muss sich der neuen Technologie geschlagen geben. Die Williams Designer geben nicht auf und tüfteln an einer Mischung aus mecha-nischem Flipper-Automaten und  modernen Videospiel. Dank eines holographischen Displays am Kopf des Flippers, scheint dieser riskante Plan auch zu gelingen. Allerdings scheitert das Gerät am Ende kläglich bei den Konsumenten und die ganze Arbeit des renomierten Flipper-Herstellers, scheint umsonst gewesen zu sein. Eine sehr interessante Dokumentation über einen fast ausgestorbenen Zweig, der Spieleindustrie. Alles Wissenswerte findet ihr auf: www.tilt-movie.com

 

 

Trailer: The King of Kong

 

 

Trailer: The Battle to save Pinball

 

 

Retrogames on TV (vom 25.02.2008)

Nachdem ich euch vor ein paar Wochen Spielfilme zum Thema Retrogaming vorgestellt habe, ist diesmal das Medium Fernsehen dran. Auch im TV flimmern von Zeit zu Zeit Sendungen über den Bildschirm, die sich vor allem an reifere Zocker wenden.

Telespiel (GIGA TV)

Nach der Abkopplung von dem amerikanischen TV Riesen NBC, orientierte sich der interaktive Jugendsender GIGA TV radikal um, trennte sich kurzerhand von dem bisherigen Live-Konzept und richtet sich seitdem vor allem an Video- und PC-Spieler. Neben speziellen Sendungen zur PS3, XBox 360 und der Wii, gibt es seit einiger Zeit auch eine Sendung für Retrozocker, mit dem passenden Namen Telespiel. Der Moderator Felix Rick befasst sich hier wöchentlich mit interessanten Themen, wie der Ge-schichte des Sega Mega Drives, Nintendo´s SNES oder der Ära der Point and Click Adventures von Lucas Arts. Die Sendung dauert jeweils eine Stunde und hält sich glücklicherweise mit hektischen Schnitten und kreischend bunten Bluescreen Hinter-gründen zurück. Die Themen werden ausführlich vorgestellt und der Moderator Felix wirkt alles in allem recht kompetent. Mit seinen fast 30 Jahren Lebenserfahrung, nimmt man ihm zumin-dest ab, das er sich wirklich für das Thema Retrogaming intere-ssieren könnte. Telespiel kriegt von mir die Wertung Empfehlenswert       -> http://www.giga.de/show/telespiel

Game One (MTV)

Das Konzept von Game One, auf dem Musiksender MTV, unter-scheidet sich grundlegend zu dem von Telespiel. Hier dreht sich alles um aktuelle PC- und Videospiele. In dieser Sendung werden neue Titel vorgestellt, Interviews mit Entwicklern geführt oder von diversen Messen und eSport Veranstaltungen berichtet. Ab und zu verirrt sich aber auch mal ein Retro-Beitrag in die Sendung. So gab es zum Beispiel mal einen ziemlich guten Bericht, zu SNK´s Arcade Konsole Neo Geo. Das Witzige ist, das die beiden Moderatoren Simon und Daniel, früher ebenfalls bei GIGA TV gearbeitet haben und dem einen oder anderem deshalb noch bekannt vorkommen dürften. Allerdings nervt mich persönlich die krachige und jugendgerechte Präsentation von Game One. Zu schnelle Schnitte, wacklige Handkameras und definitiv zuviele Werbeunterbrech-ungen. Aber mit diesem generellen Manko muss man leben können, wenn man sich Sendungen auf MTV ansehen will. Game One kriegt von mir deshalb eine eher mittelmässige Bewertung. Kurzweilig und unterhaltsam, aber ein zu geringer Informationswert -> http://www.mtv.de/tv/shows/225753

 

Game One - Neo Geo Special

 

Telespiel - Mega Drive Special (Teil 1)

 
Neues Multiformat Magazin für Gamer                    (vom 08.03.2008)

Es ist wiedermal soweit. Ein neues Fachmagazin für Spielebegeisterte traut sich auf den hart umkämpften Markt. Wer sich mit etablierten Zeitschriften wie Gamepro, Gamestar, Maniac und Co messen will, muss schon eine Menge Kampfbereitschaft und Engagement mitbringen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das erfolgreiche Multiformat-Magazin Power Play, das zwischen Ende der 80er bis Ende der 90er Jahre auf dem deutschen Markt erschien. Ein grosses Plus dieser Art von Magazinen ist die breitgefächerte Berichterstattung, über Spiele für alle verfügbaren Systeme. Angefangen von PC und Konsolenspielen bis zu Online- und Handy-Games.

In diese Fußstapfen tritt seit diesem Monat eine neue Zeitschrift, namens games TM. Aber was hat diese Meldung auf Retrovideogames zu suchen werden ihr euch vielleicht fragen. Ganz einfach. Erstens hat games TM einen ausführlichen Retroteil an Bord (aktuelle Themen: Making of Desert Strike, Hall of fame mit Mario und ein Interview mit Atari Urgestein Howard Scott Warshaw) und zweitens ist der Chefredakteur kein geringerer als Richard "Richy" Löwenstein. Vielen Retrofreunden dürfte dieser Name wohl bekannt vorkommen. Löwenstein war bereits als Redakteur für so kultige Magazine wie Happy Computer, 64er-Magazin, Amiga Joker und PC Joker (sogar als Chefredakteur) tätig. Da werden Erinnerungen wach. 

Ich habe mir die Erstausgabe natürlich sofort besorgt und bin wirklich angetan. Gut recherchierte Berichte, ein ansehnliches Layout und vor allem ein gutes Gesamtpaket. Ich muss natürlich nicht extra erwähnen, das mir der Retroteil besonders gefällt. Ich hoffe das games TM auf dem Markt Fuss fassen kann und schnell viele Leser findet. Ich wünsche dem Team auf jeden Fall viel Glück. Wer übrigens nicht extra zum nächsten Zeitschriftenhändler rennen will, kann sich das Magazin für 3,- € auch als PDF herunterladen. Schaut doch einfach mal auf -> www.games-tm.de

 

Umfrage April

 

Retrospiele kostenlos downloaden                       (vom 18.03.2008)                      

Kaum zu glauben aber wahr. Viele ältere Spiele für beliebte Heimcomputer, wie Commodore´s Amiga, den C64 oder klassische MS-DOS Systeme, sind mittler-weile ziemlich schwer zu kriegen. Schaut man sich bei den gängigen Online-Auktionshäusern um, wird man schnell merken, das gut erhaltene Games auch heute noch relativ hohe Preise erzielen. Legt man allerdings keinen gesteigerten Wert auf die Original Verpackung oder die Anleitung, gibt es durchaus kostengünstige Alternativen.

Kürzlich bin ich auf eine interessante Website zu diesem Thema gestossen. Die Rede ist von der Online Plattform Abandonia (www.abandonia.com). Diese macht es möglich, mittlerweile lizenzfreie Spiele kostenlos downzuloaden. Besonders Liebhaber von alten Point and Click Adventures, dürften hier auf ihre Kosten kommen. Unter den prominentesten Vertretern befinden sich so Highlights wie Beneath a Steel Sky, Dark Seed 1 & 2, Discworld oder Indiana Jones and the last Crusade (Lucas Arts). Aber auch Fans von Action-, Strategie- oder Rollenspielen werden hier fündig. Das gesamte Download-Angebot beinhaltet mittlerweile einige hundert Spiele! Was soll ich dazu noch sagen... Ein Paradies für alle Retro-Zocker !

Allerdings dürften die wenigsten unter euch noch den alten Heimcomputer zu Hause stehen haben. Dieses Problem lässt sich aber zum Glück dank der zahlrei-chen (ebenfalls kostenlosen) Emulatoren, für alte Spielplattformen einfach lösen. Besonders empfehlen kann ich euch hier die Applikationen DOSBox (www.dosbox.com) für alte MS-DOS PC´s und UAE (http://uae.coresystems.de/) für fast alle erschienenen Varianten des Commodore Amigas. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.

 

 

 

 

 

 

Spielefachkongress in München                           (vom 23.03.2008)

Es gibt wiedermal Neuigkeiten in Sachen Veranstal-tungen. Vom 05. bis 08. April findet in München zum ersten mal ein Fachkongress zum Thema elektronische Spiele, Edu- und Enterntainment statt.

Die Veranstaltung mit dem Namen Munich Gaming gliedert sich in zwei Teile. Die ersten beiden Tage sind ausschliesslich für Fachbesucher reserviert. In zahlreichen Vorträgen, Diskussions-runden und Workshops informieren sich Interessierte über Themen wie Casual Games, Online Games und Comminities oder In-Game-Advertising. Die Begrüssungsrede, die übrigens in einem grossen Multiplex-Kino stattfindet, wird von keinem Geringerem als dem bayerischen Minister-präsidenten Dr. Günther Beckstein abgehalten (die einstige Gallionsfigur der Killerspiele-Hetzjagd). Fast könnte man meinen, das die Spieleindustrie nun endlich auch von Politikern, als ernsthafter Wirtschaftszweig wahrgenommen wird.

An den letzten beiden Tage des Munich Gaming Kongresses, haben dann auch Leute wie du und ich die Gelegenheit, die Ausstellungsräume auf der Praterinsel, im Herzen Münchens zu begutachten. Ausserdem finden etliche Informationsveranstaltungen sowie kleinere Events zum Thema Computer- und Videospiele statt. Es versteht sich von selbst, das man bei dieser Veranstaltung auch ausgiebig Probezocken kann. Mal sehen was sich aus dieser Veranstaltung in den nächsten Jahren entwickelt. Immerhin hat auch die weltweit grösste Gamingmesse, die Games Convention, mal klein angefangen. Ach ja, das beste kommt zum Schluss. Der Eintritt zu der Publikumsveranstaltung ist kostenlos ! Registriert euch einfach unter http://www.munich-gaming.com/ und schon kanns losgehen.

 

 

Videobericht vom Munich Gaming Besuchertag

 

Paradies für Retrozocker (vom 05.04.2008)

Das die Download Plattform der Nintendo Wii Konsole, die sogenannte Virtual Console, ein buchstäbliches Paradies für Retrogamer darstellt, hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen. Seit Beginn dieses immens erfolgreichen Downloadangebots im Jahre 2006, wurden mittlerweile sage und schreibe über 100 verschiedene Spiele veröffentlicht. Die Preise hierfür bewegen sich zwischen 500 und 1200 Wii Points (umgerechnet 5 bis 12 Euro).

Neben NES-, Super NES-, Nintendo 64-, Mega Drive-, Turbo Grafx- (in Japan PC Engine) und Neo Geo Spielen sind neuerdings sogar Games für Commodore´s Brotkasten, den C64 erhältlich. Ich will euch an dieser Stelle mal meine persönlichen Highlights vorstellen:

Lords of Thunder (1993, Turbo Grafx / PC Engine)    Bei diesem klassischen, horizontalen Shooter handelt es sich um den Nachfolger des erfolgreichen Vor-gängers Gate of Thunder. War der Erstling noch ein geradliniger Weltraumshooter, spielt das hier vorge-stellte Spiel eher im Fantasy Genre. Ihr ballert euch als ein mit Feuerbällen und Energiestrahlen um sich schiessender Ritter, durch die wunderschön gestalteten Levels. Garniert wird das Ganze durch einen genialen Heavy Metal Soundtrack (in CD Qualität) und intelligente Gegnerformationen. Lords of Thunder ist meiner Meinung nach mit Abstand der beste Shooter der 8- wenn nicht sogar 16-Bit Generation und gehört in jede ordentliche Retrosammlung. Nur der harsche Schwierigkeitsgrad könnte einige Neulinge und Gele-genheitsspieler abschrecken. Allerdings ist das Spiel zu keinem Zeitpunkt unfair -> Preis 800 Wii Points (8 Euro)

Sin and Punishment (2000, Nintendo 64)                Dieses Game des legendären japanischen Herstellers Treasure (Gunstar Heroes, Radiant Silvergun, Ikaruga) stellte im Jahr 2000 ein absolutes Action Highlight, für das Nintendo 64 dar. Aus unerfindlichen Gründen schaffte es die geniale Mischung aus Space Harrier und Star Fox nie in europäische Gefilde. Bei diesem 3D Action Shooter springt und läuft der Spieler durch futuristisch gestaltete Levels und ballert alles vom Bildschirm was sich bewegt. Ein automatisches Zielsuchsystem unterstützt euch unauffällig und der krachige Soundtrack gibt euch ordentlich was auf die Ohren. Einfach genial. Dieses spektakuläre Action Feuerwerk ist wirklich jeden der 1200 Wii Points (12 Euro) wert. Mein Fazit lautet deshalb eindeutig ZUGREIFEN !

Zum Schluss noch ein kleiner Tip in Sachen Steuer-ungsmechanik. Für alle Retrozocker, für die der Classic Controller des Nintendo Wii nicht Retro genug ist, erschienen mittlerweile sogar Adapter für Original NES und Super NES Controller. Diese Schmuck-stücke sind beim amerikanischen Importhändler www.retrousb.com  für jeweils 19 Euro erhältlich.

 

Lords of Thunder

 

Sin and Punishment

 

 

 

 

 

 

 

Extraleben - Ein Roman für die Generation C64    (vom 08.04.2008)

Endlich gibt es wiedermal einen literarischen Neuzugang für Fans von nostalgischen Computer- und Videospielen. In seinem Buch Extraleben versetzt uns der Autor Constantin Gillies zurück in die Zeit der frühen 80er Jahre und erzählt die Geschichte zweier Computer-Nerds, die durch Zufall auf eine dicke Verschwörung stossen. Zumindest deutet anfangs alles drauf hin. Hier ist eine Kurzbeschreibung der Handlung:

"Eigentlich wollen Nick und Kee nur ihren Commodore 64 abstauben. Noch einmal in die Welt von Space Invaders, Pac-Man und Donkey Kong zurückreisen. Doch der Nostalgietrip endet mit einer Überraschung: In einem Spiel aus den Achtzigern entdecken die alternden Joystickhelden eine geheime Botschaft: "WELCOME TO DATACORP". Plötzlich erwacht der alte Hackerinstinkt wieder. Die Freunde gehen im Dschungel der Bytes auf die Jagd - und entdecken eine weitere Spur: Sie führt nach Iowa, mitten in die amerikanische Provinz. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Von der digitalen Schnitzeljagd magisch angezogen, tritt das Duo die Reise in die USA an. Für die Hobby-Computerarchäologen beginnt eine Odyssee um die halbe Welt - und durch die Geschichte der Games. Doch am Ende wird das Spiel ernster, als die Freunde ahnen."

Ich habe mir das Buch natürlich gleich bestellt. Die ersten Kritiken und Leserberichte klingen sehr vielversprechend. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, klickt einfach auf: http://www.datacorp.de/

 

 

Umfrage Mai

 

Zak McKracken - Between Time & Space        (vom 22.04.2008)

Genau 20 Jahre ist es her, als der Klatschreporter Zak McKracken die Menschheit vor den einfallenden Aliens und ihrer Verblödungsmaschine rettete. Ich denke es gibt wohl wenig Retrozocker die nicht zumindest ein paar Minuten mit dem legendären Point & Click Adventure von Lucasfilm Games (heute Lucas Arts) verbracht haben. Erschienen ist das Spiel damals für so ziemlich alle erhältlichen Heimcomputer (z.B. C64, Amiga, MS-DOS, Atari ST) und erfeute sich dank seines abgefahrenen Humors und der exzellenten deutschen Übersetzung sehr grosser Beliebtheit. Umso erstaunlicher war die Tatsache, das sich die von George Lucas gegründete Software Schmiede nie dazu durchringen konnte, einen Nachfolger zu veröffentlichen.

Die lange Zeit des Wartens hat aber nun ein Ende ! Zwar handelt es sich bei Zak McKracken - Between Time & Space nicht um einen offiziellen Nachfolger, sondern um das Werk von ambitionierten Fans, doch ist dies zu keiner Zeit sichtbar. Die Jungs und Mädels der Programmierer-Truppe Artificial Hair Bros. haben Sage und Schreibe 7 Jahre (!) lang an diesem Sequel geschuftet und jede Menge Herzblut in die Fertigstellung des Spiels gelegt. Trotzdem ist es schon sehr erstaunlich, was für einen ausgereiften Eindruck die fertige Version macht. Die im Comicstil gehaltene Grafik ist liebevoll gezeichnet, zahlreiche cineastische Zwischensequenzen treiben die Handlung voran und die durchgängige Sprachausgabe stammt von professionellen Sprechern. Zudem lehnt sich die Spielmechanik glücklicherweise an die der berühmten Vorgänger (Maniac Mansion, Loom, Monkey Island, uvm.) und nutzt eine SCUMM ähnliche Engine, mit anklickbaren Textbefehlen wie "Benutze" oder "Öffne".

Nur soviel zur Story. Auch in der Fortsetzung kämpft Zak gegen die Carponier, die nichts besseres zu tun haben, als die nichtsahnende Menschheit erneut zu unterjochen. Zumindest versuchen das die trotteligen Aliens mal wieder. Ach ja, das Beste kommt wie immer zum Schluss. Das ca. 2 GB grosse Spiel ist komplett kostenlos (!) und kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://www.zak2.org/wbblite/thread.php?threadid=399&sid

 

Zak McKracken - Between Time & Space Trailer

 

Retroware (vom 11.05.2008)

Der Begriff Retrogaming ist nicht zuletzt dank der erfolgreichen Download Plattformen der aktuellen Konsolengeneration in aller Munde (z.B. Nintendo´s Virtual Console). Allerdings reicht es vielen Retrozockern nicht mehr aus, sich mit alten Videospielen und den dazugehörigen Konsolen einzudecken. Auch der nach     wie vor angesagte Retrolook und die entsprechenden Accessoires sind extrem wichtig geworden. Das beginnt  bei den geliebten Chucks von Converse oder Karottenjeans und endet nicht selten beim Genuss von liebgewonnenen Leckereien wie Tri Top oder dem Kult-Eis Brauner Bär.

Aber speziell Retrozocker können sich mittlerweile mit unzähligem "Geek-Stuff" eindecken und somit der Umwelt ihren ganz eigenen Way of Life demonstrieren. Hier ist eine kleine Auswahl an teilweise herrlich nutzlosen Retro-Artikeln, die ich beim Stöbern im Netz gefunden habe:

Virtual Boy T-Shirt - Kultiges Shirt im klassisch schwarz- roten Virtual Boy Look. Nicht nur für Fans der gefloppten Handheld Konsole von Nintendo interessant (Quelle: www.vr32.de/modules/about/?s)

Super NES Joypad für Wii - Wem der Classic Controller von Nintendo nicht authentisch genug ist, kann jetzt seine heruntergeladenen Spieleklassiker auch ohne extra Adapterkabel, mit einem Original Super NES Pad spielen... zumindest in Japan und den USA. Ob das Eingabegerät auch den Weg nach Europa findet, ist leider noch ungewiss (Quelle: http://neuerdings.com/2007/11/17/snes-controller-fuer-die-wii-retro-feeling-am-pad/)

Kühlschrankmagnete im Pac-Man Design - Endlich    sind die Zeiten vorbei, als Einkaufslisten und die künstler-ischen Ergüsse des Sohnemanns mit schnöden, schwar-zen Magneten am heimischen Kühlschrank fixiert werden mussten. Bleibt nur zu hoffen, daß sich der gelbe Pillenfresser nicht an euren Lebensmitteln vergreift     (Quelle: www.thinkgeek.com/homeoffice/gear/a145/

Space Invaders Wandaufkleber - So ein Wandschmuck ist wohl der heimliche Traum von vielen Zockern der "Silver Generation". Meiner Meinung nach ein unerlässlicher Wandschmuck fürs Büro oder die Zockerbude (Quelle: http://www.thinkgeek.com/geektoys/cubegoodies/6425/).

 

Umfrage Juni

 

Hör mal wer da hämmert (vom 15.05.2008)

Wer hat nicht schon mal von einem eigenen Spielautomaten geträumt? Aber natürlich ist ein gebrauchtes Spielgerät, mit gut erhaltenem Gehäuse, alles andere als leicht zu bekommen. Und selbst wenn man bei einem der bekannten Online Auktionshäuser ein entsprechendes Exem-plar entdeckt, übersteigt der Preis nicht selten die 1000 Euro-Grenze. Besonders begehrt (weil selten) sind die klassischen Arcadegames wie Donkey Kong, Pac-Man oder Space Invaders.

Aber natürlich gibt es auch günstigere Alterna-tiven. Wer keinen gesteigerten Wert auf ein authen-tisches Spielgefühl inklusive Automaten-hardware legt, ist mit einem Emulator (z.B. Mame oder Nebula) gut bedient. Zudem werden mittlerweile eine ganze Reihe von 8- bzw. 16-Bit Spiele für diese Plattformen kostenlos und völlig legal zum Download angeboten. Aber für echte Retrofans muss es schon ein wenig mehr sein.

Und in diesem Fall gibt es nur zwei nennens-werte Alternativen: Entweder beisst man in den sauren Apfel und kauft bzw. ersteigert sich eins der oben genannten Schätzchen oder man holt einfach die Laubsäge und den Akkuschrauber aus der Werk-zeugkiste und bastelt sich mit ein bisschen handwerklichem und technischen Geschick einen eigenen Automaten, nach Original Vorlagen. Als Spielehardware dient dann in der Regel ein aus-rangierter PC, auf dem einer der bereits erwähnten Emulatoren installiert ist. Die zusätzlich notwen-digen Arcade-Joysticks und Buttons besorgt man sich am besten direkt  beim Zubehör-Händler. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und sich dieser Herausforderung gewachsen sieht, klickt auf folgenden Link www.retro-arcade.de. Auf der Seite des ambitionierten Bastlers Benjamin Classen findet ihr einen sehr ausführlich beschriebenen Bauplan, für einen kultigen Q*Bert Automaten. Illustriert wird die detaillierte Anlei-tung mit zahl-reichen Fotos und Skizzen. Na juckts euch schon in den Fingern?

 

 

Another World 15th Anniversary Edition (vom 19.05.2008)

Eclypse hat ein Herz für Retrofreunde. 15 Jahre nach der Erstveröffentlichung auf Commodores Amiga, erscheint nun eine Neuauflage, mit zeitgemäßer Grafik für den PC. Bereits 1991, als Another World erstmals auf den Markt kam, erreichte das Game bei den Spielern schnell Kult-Charakter. Das damalige Entwicklerteam Delphine sorgte seinerzeit mit absolut lebensecht wirkenden Bewegungen der Polygon-Charaktere für offene Münder bei den Gamern. Zusammen mit einer packenden Story, entstand ein faszinierendes Action Adventure, das ich immer wieder gerne in das Floppy Laufwerk meines Amigas schiebe.

Umso mehr hat es mich gefreut, als ich von der Neuauflage dieses Klassikers erfahren habe. Das die Jungs von Eclypse ebenfalls große Fans des Spiels sein müssen, merkt man sofort wenn man das aufwendige Remake genauer unter die Lupe nimmt. Auf den insgesamt 2 CDs findet Ihr neben dem eigentlichem Spiel (mit 2 Grafikmodi - Original und Digital Remastered) ein umfangreiches Making Of Video, ein Entwicklertagebuch und eine Soundtrack CD, sowie die Original Amiga Version, die Ihr mittels eines entsprechenden Emulators ebenfalls zocken könnt. Besonders schön finde ich es, daß am ursprünglichen 2D Spielprinzip nichts geändert wurde. Lediglich die Auflösung läßt sich mit einem entsprechenden Monitor / Grafikkarte auf bis zu 2048x1536 Pixel hochschrauben. Außerdem wurden die Hintergründe grösstenteils mit detaillierten Texturen versehen.

Das Gameplay selbst blieb glücklicherweise ebenfalls unver-ändert. Wie im Original steuert Ihr den Hauptcharakter, den genialen Physiker Lester Knight Chaykin, durch eine fremdartige Welt, in die es ihn nach einem mißglücktem Experiment mit einem Teilchenbeschleuniger verschlagen hat. Wie damals ist das Spiel ein klarer Fall für Joystick-Akrobaten. Wer das ursprüngliche Spielgefühl möglichst originalgetreu einfangen will, sollte sich deshalb unbedingt die Neuauflage des legendären Competition Pro Joysticks (mit USB-Anschluss) besorgen.

Fazit: Ein sehr schönes Remake, welches man sich aufgrund der liebevollen und angenehm dezenten Neuerungen unbedingt ansehen sollte. Die Demo-Version des Spiels kann kostenlos von der Seite Herstellers heruntergeladen werden http://www.anotherworld.fr/anotherworld_uk . Natürlich habt ihr hier auch die Möglichkeit, die Vollversion für 9,90 € käuflich zu erwerben.

 

Another World 15th Anniversary Intro

 

Metal Slug 7 kommt doch! (vom 25.05.2008)

Konami machte es kürzlich mit dem Sequel Contra 4, für Nintendos DS vor. Nun startet eine weitere, bereits für tot erkläre Jump´n Shoot Reihe nochmal richtig durch. Und das obwohl der Hersteller, der Arcadade-Spezialist SNK Playmore, mit dem sechsten Teil der beliebten Metal Slug Reihe end-gültig einen Schlussstrich unter die traditionsreiche Spielereihe ziehen wollte.

Aber bereits zur Tokyo Game Show 2007 erschienen erste Screenshots zum Nachfolger Metal Slug 7. Allerdings gingen die meisten davon aus, daß das Sequel wie gewohnt zuerst in der Spielhalle und wenig später dann für eine der etablierten Next Gen Konsolen veröffentlicht werden würde. Aber auch in diesem Punkt überraschen uns die Japaner, die kürzlich bekannt gaben, daß die Fortsetzung des kultigen Ballervergnügens vorerst exklusiv für den Nintendo DS veröffentlicht wird. Allerdings darf man davon ausgehen, daß bei einem erfolgreichen Abschneiden von Metal Slug 7 über kurz oder lang auch die Besitzer der restlichen Konsolen mit einer Umsetzung bedacht werden.

Aber was gibt es nun über den neuesten Teil der legendären Baller-Reihe zu sagen? Erst einmal dürfen alle Fans der Serie aufatmen. Der grafische Look und die Spielmechanik hält sich eins zu eins an seine erfolgreichen Vorgänger. Ausserdem wurde glücklicherweise darauf verzichtet, eine DS-typische Stylus-Steurung zu integrieren. Was bleibt ist ein herrlich altmodisches 2D Ballervergnügen mit opulenten Explosionseffekten und zahlreichen, abgedreht animierten Gegnern. Also alles das, was die Serie seit jeher auszeichnete. Das Spiel ist seit dem 17.05.2008 in Japan erhältlich und findet hoffentlich bald auch den Weg in die USA bzw. nach Europa. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum gibt es aber leider noch nicht. (Quelle: www.planet-snk.de)

 

Japanischer Trailer zu Metal Slug 7

 

Mega Drive Portable (vom 18.06.2008)

Es gibt immer noch Überraschungen auf dem Konsolen-markt. Dazu gehört mit Sicherheit dieses kuriose "Retrohandheld", welches Sega mit offizieller Lizenz auch auf dem deutschen Markt vertreibt. Kein grosses Thema in den Printmedien aber ein ideales Thema für RetroVideogames! Ob man jetzt beim Mega Drive Portable von einer richtigen Konsole sprechen will liegt wohl im Auge des Betrachters. Aber sehen wir uns das gute Stück doch mal genauer an:

Für 50,- EUR kann man das Gerät unter http://www.computerchess.com/shop/ bestellen und bekommt dafür eine sehr schöne, stylischen Box inklu-sive einem dem ersten Eindruck nach leider ein etwas dürftig verarbeitetes Handelheld. Dem Gerät liegt ausser-dem noch eine deutsche Anleitung, sowie ein AV-Kabel zum Anschluß an den Fernseher bei. Dieser erste, eher negative Eindruck setzt sich leider fort, sobald man das umständlich zu entfernende  Batteriefach aufschraubt, um 3 AAA-Batterien einzusetzen zu können.

Aber das Wichtigste an so einem Gerät sind natürlich immer noch die Spiele. Leider kann man die meisten der zwanzig fest ins Rom installierten Games nicht gerade als Perlen der Videospielgeschichte bezeichnen. Neben echten Knallern wie Sengoku II, Golden Axe, Ecco the Dolphine I u. II oder Sonic and Knuckles,  sind eben auch ziemliche Graupen vom Schlage eines Altered Beast (einen ausführlichen Test findet ihr in unserer Spielspaßgurken Sektion) oder das in die Jahre gekommene Alex Kidd enthalten. Alles in Allem kann man sagen, daß sich qualitativ gute wie schlechte Games so ziemlich die Waage halten. Ein weiteres Problem ist zudem die teilweise ungenaue Steuerung, die aufgrund des etwas zu klein geratenen Steuer-kreuzes, hin und wieder für ein vorzeitiges Ableben sorgt. Zum unfreiwilligen Bildschirmtot trägt ausserdem (wie auch schon beim Gameboy Micro) das winzige 2,4 Zoll TFT-Display bei. Gerade beim rasanten Sonic and Knuckles ist es schon extrem schwer, die mikrosko-pisch kleinen Gegner auf dem Mini-Screen zu erkennen.

Fazit: Für welche Zielgruppe ist das Mega Drive Portable nun einen Blick wert? Aus meiner Sicht ist es einfach ein originelles Sammlerstück, welches man sich als Retrofan für seine Exotenecke zulegen kann. Als ernsthafte Konkurrenz zur PSP oder dem Nintendo DS, kann man dieses nette Spielzeug aber natürlich nicht ansehen. Alle enthaltenen Spiele und die technische Infos findet ihr unter: http://www.megadrive-portable.de/

 

 

 

Umfrage Juli

 

Das Leben ist zu kurz für schlechte Spiele             (vom 27.06.08)

Ich denke niemand kann von sich behaupten, aus-schliesslich hervorragende Spiele sein Eigen zu nennen. Immer wieder mal schummelt sich die eine oder andere Niete in die Sammlung. Dies kann ver-schiedene Ursachen haben. Manchmal denkt man sich: "OK die Redakteure in der Zeitschrift XY haben einfach keine Ahnung und bewerten diverse Spiele viel zu hart" oder man ist einfach so fasziniert von einem bestimmten Film oder einer Fernsehserie, daß man dem dazugehörigen Lizenzspiel doch mal eine Chance gibt. So schlimm kann das Game doch nicht sein oder ?

Genau das habe ich mir vor einigen Jahren auch ge-dacht, als ich mir ein Game Boy Spiel zu meiner Lieblingsserie "Die Simpsons" gekauft habe. Wie herb ich von diesem Machwerk enttäuscht wurde und warum ich euch vor diesem Spiel unbedingt warnen muss, lest ihr im brandneuen Artikel in unserer Spielspassgurken-Sektion.

 

Mega Man 9 kommt für Wii (vom 02.07.2008)

Viele Fans der langlebigen Mega Man Serie werden sich wohl mit Freude und vielleicht auch etwas Wehmut an die ersten Episoden auf dem NES bzw. auf dem Super NES erinnern. Die in Japan als Rockman bekannte Plattform Action Reihe hat hier bekanntermassen ihren Ursprung. Hier ein bisschen was zur Geschichte: Der japanische Spieleentwickler Capcom veröffentlichte den ersten Teil bereits anno 1987 und schaffte es in den folgenden Jahren auf sage und Schreibe fast 120 (!) Fortsetzungen und Spin-Offs. Somit zählt Mega Man vor allem in Japan und den USA eindeutig zu einem der erfolgreichsten Fran-chises überhaupt.  

Was die Mega Man-Spiele schon immer auszeichnete, war die ausgewogene Mischung aus Jump´n Run und Shooting Elementen. Berühmt, wie berüchtigt machten die Reihe allerdings auch die kniffligen Geschicklichkeits-einlagen, sowie ein gesalzener Schwierigkeitsgrad. Die zuletzt genannten Attribute waren es ehrlichgesagt auch, die mich immer ein bisschen abgeschreckt haben. Meine persönliche Frustgrenze wurde bei einigen der nahezu unbezwingbaren End- und Zwischengegner schon arg strapaziert. Aber dies soll wirklich nichts über die Qualität dieser traditionsreichen Spieleserie aussagen.

Solltet ihr zu den zahlreichen Mega Man Anhängern gehören, wird euch folgende News mit Sicherheit die Tränen der Rührung in die Augen treiben. Capcom kündigte nämlich unlängst eine Fortsetzung mit dem Namen Mega Man 9 an. Das bemerkenswerte an dieser Meldung ist allerdings, daß sich der Look und die Aufmachung dieses Sequels originalgetreu an die der ersten NES Abenteuer orientieren wird. Das heisst im Klartext: Kultige 8-Bit Grafik und eine Sounduntermahlung wie zu guten, alten NES Zeiten! Erscheinen wird das Spiel exklusiv für den neuen Wii Ware Kanal von Nintendo (Download Plattform für Homebrew Software und Casual Games auf der Wii Konsole). Der endgültige Preis, sowie das Erscheinungsdatum sind allerdings noch nicht bekanntgegeben worden. Immerhin gibt es aber bereits die ersten Screenshots (siehe links).

Quelle: http://www.wiiwelt.com

 

Trailer Mega Man 9 (Wii Ware)

 

Die Leiden eines Retrogamers (vom 09.07.2008)

Solltet ihr euch schon mal in unsere Spielspaßgurken-Sektion verirrt haben, werdet ihr sicher auch die eine oder andere Software-Sünde aus eurer Jugendzeit entdeckt haben und falls euch diese Art von Berichterstattung genau so gut gefällt wie mir, wird euch die folgende Meldung sicher freuen.

Beim Stöbern im Internet (und speziell bei YouTube) sind mir kürzlich zwei ganz besondere Spezialisten in Sachen "Spiele die die Welt nicht braucht" aufgefallen. Vielleicht habt ihr ja bereits vom Angry Video Game Nerd (früher auch als Angry Nintendo Nerd bekannt) oder dem nicht minder bissigen Irate Gamer gehört. In ihren witzigen Video Reviews testen die beiden aus den USA stammenden Retrozocker ausführlich die schlimmsten Grotten-Spiele der Videospielgeschichte. Da könnte man manchmal richtig Mitleid mit den beiden bekommen. Schonungslos zeigen sie uns, daß in der sogenannten guten, alten Zeit nicht unbedingt alles besser war und dabei nehmen die wütenden Zocker wahrlich kein Blatt vor den Mund. Exzessive Wutanfälle wechseln sich mit  Fluchorgien der wirklich schlimmsten Sorte ab. Aber wer könnte es ihnen verübeln? Spiele wie Freitag der 13. (NES), Rocky (Master System) oder Back to the future (NES) braucht wirklich kein Mensch.

Solltet ihr nun aber befürchten, daß sich die selbst ernannten Experten, die sich grösstenteils mit Spielen der 8- bzw. 16-Bit Ära befassen, abschätzend oder ohne jedes Hintergrundwissen über weniger gelungene Games lustig machen, kann ich euch beruhigen. Vielmehr merkt man beim Betrachten der witzigen Reviews sofort, daß diese zwei Masochisten wirklich Ahnung von der Matherie haben und mit viel Herzblut bei der Sache sind. Sofern ihr der englischen Sprache mächtig seid und etwas für Retrogames übrig habt, klickt einfach auf die folgenden Links. Hier findet ihr alle bisher erschienen Videoberichte:

                Angry Video Game Nerd   

                           Irate Gamer

 

 

 

Teenage Mutant Ninja Turtles (NES)  - Angry Video Game Nerd

 

 

Ghost´n Goblins (NES) - The Irate Gamer

 

 

Umfrage August

Neue Chris Hülsbeck CD kommt (vom 18.07.2008)

Es gibt wohl kaum einen Retrozocker, der nicht schon mal vom Soundmagier Chris Hülsbeck gehört hat. Der aus Kassel stammende Komponist wurde vor allem mit seinen zahlreichen Soundtracks zu bekannten Heimcomputer Entwicklungen der 8- und 16-Bit Ära bekannt. Zu den absoluten Highlights zählen unvergessene Ohrwürmer zu Spielen wie The Great Giana Sisters, Turrican oder dem Insekten Shooter Apidya (alle erschienen für Commodores Amiga). Mein persönlicher Favorit ist allerdings die Musikuntermalung zum Point and Click Klassiker Monkey Island.

Wie man es dreht und wendet. Jeder Zocker der Genera-tion 30+ hat in der Vergangenheit sicher schon mal eine der Soundkreationen von Chris Hülsbeck gehört und so schnell wohl nicht mehr vergessen. Umso mehr hat es die zahlreichen Fans des Soundmagiers gefreut, als für den 23. August 2008 zwei Konzerte des WDR Symphonie Orchesters angekündigt wurden, in denen ausschliesslich Interpretationen der beliebtesten Kompositionen des Meisters vorgetragen werden. Da diese beiden Veranstal-tungen aber natürlich bereits nach kürzester Zeit ausver-kauft waren, entschieden sich die Produzenten des Symphonic Shades Projekts glücklicherweise dazu, einen entsprechenden Konzert Mitschnitt, in Form einer CD zu veröffentlichen. Das Album soll voraussichtlich im 4. Quartal dieses Jahres, zum Preis von 22,- € erscheinen. Wer es gar nicht mehr abwarten kann, sichert sich unter folgendem Link jetzt schon sein persönliches Exemplar: www.maz-sound.com 

 

Chris Hülsbeck - Rainstorm (2001)

 

 

Neuer Test verfügbar (vom 20.07.2008)

Retrovideogames wird nicht müde und veröffentlicht erneut einen Test zu einem absoluten Spiele-Klassiker. Die Rede ist diesmal vom Super NES Megahit Starfox (in Deutschland als Starwing bekannt). Lasst euch in die Zeit zurück versetzen, als sich die Entwicklung der 3D Spiele noch in den Kinderschuhen befand.

Nichts desto trotz lieferte Nintendo im Jahre 1993 einen wahren Meilenstein der Videospielgeschichte ab. Das 3D Shoot´em Up Starfox kann auch nach all den Jahren noch durch seine exzellente Spielbarkeit überzeugen und sorgt für feuchte Augen bei Retrozockern rund um den Globus. Schaut einfach in unsere Spieletests Sektion und erinnert euch zurück in die Zeit, als Sega und Nintendo noch um die Vorherrschafft bei der Käuferschaft buhlten. Aber eine Devise zählt bis heute: "Qualität setzt sich einfach immer durch!"

   

 

Famiclones auf dem Vormarsch (vom 23.07.2008)

Aufgrund einer rechtlichen Lockerung des Patentrechts in den USA ist es seit 2005 möglich, quasi legal Nachbauten von beliebten 8- bzw. 16-Bit Konsolen herzustellen und dort zu vertreiben (zumindest sobald eine gewisse Verjährungsfrist verstrichen ist). Von dieser juristischen Spitzfindigkeit profitieren seit diesem Zeitpunkt, vor allem asiatische Hardwareproduzenten. Diese originalgetreuen oder zumindest kompatiblen Repliken von bekannten Spielekonsolen werden umgangssprachlich auch "Famiclones" genannt. Als ich kürzlich ein solches Gerät mit dem Namen FC Twin ganz offiziell bei einem deut-schen Import-Händler entdeckte, musste ich einfach zugreifen. Ich habe die Konsole natürlich sofort auf Herz und Nieren geprüft. Hier ist mein ausführlicher Erfahrungs-bericht:

Das FC Twin beinhaltet kurioserweise nicht nur einen Modulschacht für amerikanische Super NES Spiele, sondern hat zusätzlich auch noch einen zweiten Schacht für NES Games (PAL & NTSC) im Gepäck. Optisch ähnelt das Gerät sehr stark dem in Japan und den USA erschienenen Super NES jr. Erhältlich ist das überrasch-end gut verarbeitete Gerät in den Farben schwarz, weiss und silber. Dank der beiden original SNES Joypad-Anschlüsse könnt ihr eure alten Controller praktisch-erweise weiterverwenden oder aber auf die mitgelieferten Pads zurückgreifen. Rein äusserlich sehen Diese den Nintendo Pads auch zum Verwechseln ähnlich. Qualitativ können die Eingabegeräte dem Original aber nicht das Wasser reichen. Zu billig wirkt der verwendete Kunststoff und zu schwammig ist das Steuerkreuz. Zum Anschluss an den Fernseher können die mitgelieferten AV-Cinch Kabel genutzt werden. Einen hochwertigeren SVHS- oder gar RGB-Ausgang sucht man allerdings vergeblich. Zum Anschluss an das deutsche Stromnetz benötigt ihr zudem einen Spannungswandler (z.B. 220-110 Volt Converter). Besitzer von japanischen bzw. amerikanischen Konsolen werden so ein Gerät aber bereits ihr Eigen nennen (Kosten zwischen 20 und 30 €).

 

Aber wie sieht es nun mit der Bildqualität und vor allem der Kompatibilität zu den jeweiligen Spielen aus? Überraschend gut, wie ich finde. Auch im direkten Vergleich zu meinem guten, alten Super NES, konnte ich keinerlei Unterschiede in Sachen Grafik- oder Soundqualität feststellen. Allein die Farbsättigung ist beim FC Twin vielleicht ein bisschen schwächer. Dies kann durch die Nachjustierung am Fernseher aber recht einfach behoben werden. Im Super NES Modus habe ich das Gerät mit zahlreichen japanischen, deutschen und amerikanischen Modulen getestet und das sogar ohne extra Adapter. Das simple Herausbrechen von zwei Plastikzapfen im Inneren der Konsole genügt, um alle verfügbaren Games abspielen zu können. Hierzu ist wirklich kein grosses, handwerkliches Geschick notwendig. Eine ausführliche Beschreibung dieser Prozedur findet ihr unter anderem bei YouTube. Im NES Modus sieht die Sache leider ein bisschen anders aus. Der Sound der PAL Version von Super Mario Bros. läuft beispielsweise einen Tick schneller als im Original. Auch einige Soundeffekte klingen irgendwie ein bisschen blecherner als gewohnt. Grafisch gibts allerdings nichts auszusetzen. Die beiden anderen getesteten Spiele Mega Man 2 und Bat Man von Sunsoft (beide NTSC) liefen wiederum problemlos. Gerüchteweise sollen eine Handvoll Titel für das NES ( u.a. Castlevania III, After Burner, Dragon Warrior II) aber völlig ihren Dienst verweigern. Überprüfen konnte ich diese Behauptung allerdings nicht.

Fazit: Licht und Schatten liegen beim FC Twin nah beinander. Einerseits kriegt man für gerade einmal 49,99 € zwei der erfolgreichsten Konsolen, der Video-spielgeschichte in einem Gerät. Andererseits muss man doch einige Abstriche in Sachen Qualität und Kompa-tibilität in Kauf nehmen. Ich habe die Anschaffung aber bisher noch nicht bereut und ein originelles Sammler-stück ist das FC Twin allemal. Ich werde das kompakte Gerät bei einer der kommenden Retro-Sessions auf jeden Fall nochmal ausführlich unter die Lupe nehmen. Wer nun ebenfalls Interesse an diesem Famiclone gefunden hat (ist übrigens auch als NES / Mega Drive Kombination erhältlich), kann sich das Gerät unter folgendem Link bestellen: www.konsolenkost.de

 

 

 

Alles neu macht der August (vom 02.08.2008)

Wir haben uns euer Feedback bezüglich der Farbwahl und des Designs unserer Homepage zu Herzen ge-nommen und Retrovideogames eine komplette Runder-neuerung verpasst. Ich denke das Layout ist nun um einiges schicker und eleganter ausgefallen.

Wegen der Umbauarbeiten ist es in den letzten Tagen leider zu temporären Ausfällen gekommen. Aus diesem Grund noch mal ein dickes SORRY an alle. Jetzt gehts aber wieder mit dem gewohnten Elan weiter. Ein neuer Spieletest zu einem Amiga Klassiker ist bereits in Vorbereitung. Lasst euch überraschen. So nun wünsche ich euch viel Spass beim (Neu)Entdecken unserer Retro-Seite. Würde mich freuen, wenn ihr uns im Gästebuch ein paar Kommentare hinterlasst, wie euch das neue Design gefällt.

 

News, News, News (vom 03.08.2008)

Endlich ist es soweit! Unser neues, exklusives Retrovideo-games Forum geht an den Start. Bisher waren wir ja mit dem Forum unserer Kollegen von Lexigame.de verbunden, aber es wurde einfach Zeit, für eine eigene Kommunikations-Plattform. Hier könnt ihr nun über alles quatschen, was euch zum Thema Retrogaming einfällt. Ausserdem habt ihr jetzt die Möglichkeit, die Artikel und Berichte auf unserer Seite zu kommentieren. Ich hoffe ihr meldet euch zahlreich (und natürlich kostenlos) an und nehmt rege an den kommenden Diskussionen teil. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf eure Beiträge. Zum Forum gelangt ihr über den Link auf der Startseite oder klickt einfach auf -> Forum.

Aber das ist noch nicht genug. Ausserdem will ich euch den versprochenen neuen Test zum Amiga Klassiker Dogs of War präsentieren. Das wie gewohnt witzige Review meines Kollegen Jelzin ist ab sofort in unserer Spieletest Sektion online -> zum Test. Viel Spass bei unseren neuen Features.

 

Umfrage September

 

 

 

Games Convention goes Retro (vom 07.08.2008)

Vom 21. bis 24. August ist es endlich soweit. Die Pforten der Leipziger Messehallen öffnen sich erneut für Spiele-Verrückte aus aller Welt. Wie ihr wahrscheinlich schon erfahren habt, wird die Games Convention dieses Jahr aber leider zum letzten mal in Sachsens grüner "Metropole" stattfinden. Ab nächstem Jahr wird Europas grösste Messe für Games und Entertainment definitiv nach Köln umziehen. Eine eher bedauerliche Entschei-dung, wie ich persönlich finde. Irgendwie hat man sich im Laufe der Jahre doch an das freundliche und offene Flair Leipzigs gewöhnt.

Was die GC aber in den letzten Jahren vor allem für Retrogamer interessant gemacht hat, waren sicherlich die Ausstellungen und Messestände, die sich primär mit klassischen Spielethemen beschäftigt haben. 2006 gab es beispielsweise eine sehr aufwendig gestaltete PONG Ausstellung und erst letztes Jahr konnten alle geschichtsinteressierten Zocker, die teilweise sehr seltenen Exponate der Ausstellung "Telespiele 1972 - 2007" bestaunen.  

Und auch dieses Jahr wartet wieder ein sehr vielver-sprechendes Retro-Projekt, mit dem Titel "History & Culture", auf die Besucher. Auf einer Standfläche von sage und schreibe 524qm (!) wird die vermutlich grösste Ausstellung von klassischen Videospielen und Home-computern präsentiert, die es in unseren Gefilden je zu sehen hab. Als Rahmenprogramm wurde ausserdem ein abwechslungsreiches Unterhaltungspaket, bestehend aus Fachvorträgen, Competitions und allerlei Musikein-lagen angekündigt. Organisiert wird diese Retrolounge von sechs verschiedenen Klubs und Vereinen. Darunter so alte Bekannte wie der Digitale Kultur e.V., der RetroGames e.V. und der CSW Verlag (die Macher vom Retro-Magazin). Finden könnt ihr den Messestand in der Halle 2 (Stand H21 / H22 / I27). Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die Games Convention 2008 und wer Lust hat uns auch mal persönlich kennen zu lernen, meldet sich einfach in unserem Forum.

 

RetroVideogames Rundgang über die GC 2007

 

Messebericht zur GC 2008 ist online (vom 27.08.2008)

Auch dieses Jahr haben wir uns wieder in das Messegetümmel der Games Convention gestürzt und unermüdlich alle relevanten Neuerscheinungen angespielt, um uns einen eigenen Eindruck der kommenden Highlights 2008 / 2009 zu verschaffen. Wie ihr mittlerweile sicher wisst, ist die GC für das Retrovideogames Team definitiv DAS spielerische Highlight des Jahres. Und was auf dieser, leider wohl letzten Leipziger Games Convention gezeigt wurde, konnte sich wirklich sehen lassen.

Zu entdecken gab es erstaunlich viele Perlen (Street Fighter 4, Prince of Persia, Killzone 2, uvm.), aber natürlich auch einige Gurken (z.B. Capcom´s 3D Shooter Versuch Dark Void). Aber trotzdem überwiegten natürlich deutlich die positiven Eindrücke. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, unseren umfassenden Messebericht zu lesen, dann begebt euch einfach in unsere Games Convention Sektion oder klickt auf folgenden Link ->  GC 2008.

Falls euch bewegte Bilder aber mehr sagen als tausend Worte, kann ich euch nur wärmstens unser Messevideo, inklusive aller  Highlights der diesjährigen Games Convention, ans Herz legen.

 

 

 

 

Die Highlights der GC 2008

 

 

Alien Crush kehrt zurück (vom 06.09.2008)

Die Veteranen unter euch werden sich bestimmt noch erinnern. Bereits 1989 erschien eine exzellente Flipper-Simulation namens Alien Crush für die japanische Exoten-Konsole PC Engine. Was dieses Spiel damals wie heute auszeichnete, war vor allem das organische und offensichtlich an Ridley Scotts Kino Hit Alien angelehnte, grafische Setting. Der gesamte Flippertisch war überzogen mit schnappenden Ausserirdischen und ekligen Krabbelviechern. Es war wirklich nicht zu über-sehen, daß sich die Spieldesigner von Naxat Soft, sehr von den morbiden Grafiken und Plastiken des schweizer Künstlers H.R. Giger inspirieren liessen, der wiederum die Vorlage des Ur-Aliens für den ursprünglichen Kinofilm lieferte. Aber genau dieses Element war es, das die Einzigartigkeit dieses Titels ausmachte. Ein paar Jahre später erschien noch ein Nach-folger namens Devil´s Crush (für PC Engine und Mega Drive). Dieser lehnte sich allerdings thematisch eher an das zu dieser Zeit äusserst populäre Horror Genre an.

Aber warum erzähle ich euch das alles? Ganz einfach. Der japanische Publisher und Bomberman Erfinder Hudson Soft veröffentlichte kürzlich einen Trailer zu einem offiziellen Nach-folger, mit dem Namen Alien Crush Returns, für Nintendos Wii Ware Kanal. Das heisst im Klartext: Dieses Game wird aus-schliesslich als Download, zu einem geschätzten Preis von 1000 Wii Points (ca. 10 Euro) verfügbar sein. Die ersten Spiel-szenen machen allerdings schon einen vielversprechenden Eindruck. Das alte Alien Flair wurde erneut sehr gut einge-fangen und grafisch ordentlich in Szene gesetzt. Unklar ist mir allerdings noch das fragwürdige Steuerungskonzept, mit den wii-tpischen Fuchtel- und Rüttel-Einlagen. Es bleibt zu hoffen, daß zusätzlich die klassische Steuerungsmöglichkeit via Joypad eingebaut wird. Zu guter Letzt kommt leider noch der Wehrmutstropfen. Dummerweise gibt es bisher noch kein offizielles Veröffentlichungsdatum. Und auch ob das Spiel überhaupt für europäische Zocker verfügbar sein wird, ist noch unklar. Ich würde mich auf jeden Fall riesig über ein Sequel, der legendären Crush Reihe freuen. 

 

Trailer zu Alien Crush Returns

 

Was macht eigentlich.....? - Teil 1:  Boris Schneider-Johne  (vom 13.09.2008)

Beim Blättern in alten Spielezeitschriften und dem Lesen der launigen Rezessionen der damaligen Redakteure, kam mir die Idee zu einer neuen Serie für Retovideogames mit dem Namen, "Was macht eigentlich......?".

In der Frühzeit der Spiele Branche steckte die Berichter-stattung in den Medien, genau wie die ganze Industrie, noch merklich in den Kinderschuhen. Die Redakteure der wenigen Zeitschriften setzten sich grösstenteils aus "Nerds" der ersten Stunde und leiden-schaftliche Spielern zusammen. Aber genau dieser Enthusiasmus und die ehrlich gemeinte Begeisterung machten meiner Meinung nach den Unter-schied zur heutigen, doch recht interessenge-steuerten und von der Industrie vereinnahmten Berichterstattung aus. Das Hobby der elektronischen Spiele im Allgemeinen stellte zu dieser Zeit definitiv eine Randerscheinung dar und es ver-sprühte, speziell für mich, den Reiz einer neuen und frischen Jugendbewe-gung. In der ersten Folge unserer neuen Serie möchte ich euch deshalb eines DER Urgesteine des deutschen Computer- und Videospiele Journalismus vorstellen - Boris Schneider-Johne.

Viele unter euch dürften den damals noch sehr milchge-sichtigen Spieletester Boris Schneider (wie er damals noch hiess) wohl am ehesten als leitenden Redakteur und Mitbegründer des mittlerweile leider eingestellten Multiformat Magazins Power Play her kennen. Allerdings begann die steile Karriere des vielseitig begabten Multitalents Boris Schneider-Johne bereits in den frühen Achtziger Jahren. Damals arbeitete er zusammen mit einem Schulfreund an einem Schnell-Lade Programm für den C64 namens Hypra Load, das er wenig später dem damals recht erfolgreichen Spielemagazin Happy Computer zur Verfügung stellte.

Das war quasi die Initialzündung für seine weitere Karriere in der Spiele Branche. Nach weiteren selbst gebastelten Programmen und Artikeln als freier Redakteur, landete er wenig später als fester Mitarbeiter in der Redaktion von so namhaften Zeitschriften wie dem 64ér Magazin und der bereits oben genannten Happy Computer. In dieser Zeit lernte er auch seinen späteren Weggefährten und kongenialen Kollegen Heinrich Lenhardt kennen, mit dem er in den weiteren Jahren noch etliche Male sehr erfolgreich zusammen-arbeiten sollte (mehr zu Heinrich Lenhardt erfahrt ihr in der nächsten Folge von "Was macht eigentlich?").

Weniger bekannt ist allerdings, daß Schneider-Johne in den Jahren darauf, als er bereits Mitglied des Gründungs-Teams der neuen Zeitschrift Power Play geworden war (1990), einer der führenden Köpfe hinter der deutschen Übersetzung von so denkwürdigen Point-and-Click Adventures wie Maniac Mansion, Zak Mc Kracken oder Monkey Island (Teil 1 und 2) gewesen ist. Er war maßstäblich dafür verantwortlich, daß vor allem die Monkey Island Reihe auch hierzulande mittlerweile zu Recht absoluten Kultstatus erreicht hat.

 

 

Genau in dieser Zeit verabschiedete sich Boris Schneider-Johne kurzzeitig aus der Medienlandschaft und arbeitete daraufhin als Leiter der deutschen Marketing- und Übersetzungsabteilung von Lucasfilm Games (heute Lucasarts) und u.a. als Produzent für den deutschen Publisher Rainbow Arts (u.a. Vertreiber der Turrican Reihe). Nach diesem kurzen Intermezzo in der Spiele-Industrie kehre Boris allerdings schnell wieder zurück in die schreibende Zunft und war in den nächsten Monaten und Jahren zum Beispiel für das Sega exklusive Magazin Gamers und natürlich die legendäre Power Play, als freier Redakteur tätig. Zu Beginn der Neunziger Jahre gründete er dann zusammen mit Heinrich Lenhardt das erfolgreiche PC Spiele-Magazin PC Player, das er bis 1996 an die Spitze der Beliebtheits-Skala, der Leser führte.

Danach hatte er allerdings endgültig die Schnauze voll von den immer gleichen Spieletests und der wachsenden Kommer-zialisierung der Branche und verabschiedete sich endgültig in Richtung der Hersteller, nämlich zu Microsoft. Hier ist er seit dieser Zeit erfolgreich als Produkt Manager für die Xbox Serie in Deutschland (Xbox und Xbox 360) tätig.

Ich hoffe euch hat unser erster Ausflug in die Geschichte der Computer- und Videospiele Berichterstattung gefallen und ihr freut euch bereits auf die nächsten Teile dieser Serie. Hinter-lasst uns doch einfach einen Kommentar im Gästebuch oder meldet euch kostenlos in unserem Forum an und schreibt uns, was ihr an dieser Stelle in Zukunft lesen wollt und welche, eurer Meinung nach einflussreichen Spieletester Erwähnung finden sollten.

Weitere Infos zu Boris Schneider-Johne findet ihr unter:

www.dreisechzig.net (Weblog)

www.atari-spielanleitungen.de (Interview mit Boris)

 

Interview mit Boris Schneider-Johne während der GC 2008

 

1. Offizielle RETROVIDEOGAMES Party (vom 17.09.2008)

“Wenn wir alle unsere Konsolen zusammen schmeissen, haben wir eine echte Arcade hier“. Gesagt, getan. Am Freitag dem 12.09.08 war es endlich soweit. Unter der Schirmherr-schaft von www.retrovideogames.net fand in Lower East Side München (Für alle Nicht-Münchner, gemeint ist der Stadtteil Neuperlach) die 1. Retroparty für unsere engsten Freunde, klassischer Computer- und Videospiele statt. Und ich kann euch eins verraten, die Party war ein voller Erfolg!                                                                                       Punkt 19:00 Uhr waren alle Konsolen aufgebaut, das Bier und die koffeinhaltigen Getränke kaltgestellt und die geladenen Gäste konnten endlich selbst Hand an die Schmuckstücke unserer privaten Computer- und Konsolensammlung legen. Darunter so edle Stücke wie ein Amiga 500, ein FC Twin (SNES/NES Clone), ein N64 und eine Wii inklusive reichlich Virtual Console Titeln. Aber damit noch nicht genug. In unserer Handheldecke war so ziemlich alles vertreten, was in den letzten Jahren auf den Markt kam: Game Boy Color, Game Boy Advance, Neo Geo Pocket, Sega Game Gear und das Mega Drive Portable (inkl. 20 fest installierten Klassikern).

Die Beigeisterung bei den Beteiligten war riesig und im Laufe des Abends war deutlich spürbar, daß alle richtig Spaß dabei hatten, die alten Klassiker ihrer Jugend noch einmal auf den Original Konsolen zu zocken. Schnell war die ganze Wohnung nicht mehr von einer Spielhalle zu unterscheiden und der Lärmpegel, der dabei entstand, war enorm. Ich hatte am nächsten Tag noch mit einem ordentlichen Tinitus zu kämpfen. 

Zahllose Klassiker (besonders die Multiplayertitel) wie Barbarian, Super Contra, Killer Instinct, Speedball II, Konami Int. Soccer, Street Fighter II oder Duke Nukem 64 fesselten uns bis in die frühen Morgenstunden an die Joypads. 

Bei soviel Begeisterung dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis wir das Ganze wiederholen. Dann werden wir auch einige kleine Kritikpunkte ausmerzen. So bleibt bis zum nächsten Mal bestimmt noch Zeit, uns den sogenannten “Penis-Joystick“ (gemeint war wohl der Turbo Junior Joystick von Computek) für den Amiga zu besorgen, der angeblich in keiner Sammlung fehlen darf und natürlich ganz allein für die verlorenen Matches verantwortlich war ;-). Ausserdem sollte das Getränke-Angebot um einige Flaschen Augustiner Bier erweitert werden.

             Und wann steigt eure nächste Retro Party?

 

 

 

Umfrage Oktober

 

 

 

Retro-Wear (vom 25.09.2008)

Echte Retro-Gamer machen bei klassischen Videospielen und Konsolen nicht halt. Es gibt schliesslich nichts öderes, als seinem geliebten Hobby allein und einsam im stillen Kämmerlein zu frönen. Warum sollte man die Umwelt nicht an seiner Faszination teilhaben lassen? Was liegt da näher, als auch nach aussen hin seinen persönlichen Lebensstil zu präsentieren und Farbe zu bekennen.

Beim Stöbern im Netz bin ich in diesem Zusammenhang auf eine interessante Seite gestolpert. Auf www.lowrez.de könnt ihr euch ganz einfach euer ganz individuelles T-Shirt im coolen Retro-Look zusammenbasteln oder aber einfach auf ein fertiges Exemplar aus der Galerie zurückgreifen.

Die auswählbaren Motive beginnen bei simplen 8-Bit Designs im Stile von Space Invaders und reichen bis zu mehrfarbigen Darstellungen von alten Spielkonsolen oder Joysticks. Natürlich können die Shirts auch mit lustigen Sprüchen und Original Logos versehen werden. Hier sind eurer Fantasie wirklich keine Grenzen gesetzt. Schaut einfach mal vorbei. Schliesslich müssen Retro-Gamer ja nicht zwangsläufig wie graue Mäuse herumlaufen.

 

50 Jahre Videospiele - Wie die Pixel laufen lernten Teil 1  (vom 29.09.2008)     

Kaum zu glauben, aber die ersten Gehversuche in Sachen Computer- und Videospiele liegen bereits fünfzig Jahre zurück.  Wer hätte sich vor einem halben Jahrhundert träumen lassen, dass es jemals möglich sein würde, fotorealistische 3D-Grafiken in Echtzeit über den Bildschirm zu bewegen oder wie selbstver-ständlich mit Menschen, die tausende von Kilometern entfernt wohnen, zu spielen.

So ein Jubiläum gibt es wirklich nicht jedes Jahr und da wäre es doch eine Schande, wenn das retrovideogames Team nicht eine angemessene Retrospektive, inklusive aller Highlights der vergangenen Jahrzehnte, auf die Beine stellen würde. Natürlich kann es dabei vorkommen, daß angesichts dieses langen Zeitraums das eine oder andere eurer persönlichen Lieblings-spiele auf der Strecke bleibt, aber wir mussten uns eben auf die absoluten Meilensteine der Videospiel-Geschichte beschränken. Jetzt wünsche ich euch aber viel Spaß beim ersten Teil unserer ganz persönlichen -> Geschichtsstunde

 

 

I am 8-Bit (vom 02.10.2008)

Heute gibt es wieder mal interessante Neuigkeiten für die Kunst-Kenner unter euch. Unter dem Motto "I am 8-Bit" finden in den USA regelmässig Ausstellungen rund um das Thema klassische Computer- und Videospiele statt. Verschiedene Künstler präsentieren hier ihre von Retro-Games inspirierten Bilder und Plastiken. Von schrillen Pac-Man Grafiken, über abstrakte Video-Installationen, bis zu einer 2 Meter hohen Nachbildung eines Atari VCS 2600 Joysticks gibt es hier alles zu sehen, was das Zocker-Herz höher schlagen lässt.

Neben sporadisch stattfindenden Events, gibt es zudem eine dauerhafte Ausstellung in der World of Wonder Storefront Gallery in Los Angeles (Hollywood). Nach Europa, geschweige denn nach Deutschland, haben es die Macher von "I am 8-Bit" aber leider noch nicht geschafft und so bleibt uns mal wieder nur der neidische Blick über den grossen Teich. Solltet ihr allerdings in nächster Zeit einen USA Urlaub planen, empfehle ich euch dringend einen Abstecher in diese Retro-Gallerie. Ich denke hier dürften auch Kunst-Muffel auf ihre Kosten kommen. Auf der Homepage der Macher (http://iam8bit.net) sind einige der Grafiken abgebildet und es gibt sogar kultige Desktop Wallpapers im 8-Bit Design. Ausserdem könnt ihr im Online Shop Merchen-dise Artikel wie Kalender, Poster usw. käuflich erwerben.   

 

Video-Bericht von einem "I am 8-Bit" Event (2007)

 

 

Umfrage November

 

 

Dragon´s Lair und Space Ace auf Blu-ray (06.10.2008)

Viele Retrogamer werden sich wohl mit eher zwiespältigen Gefühlen an die spielbaren Zeichentrick-Abenteuer Dragon´s Lair und Space Ace erinnern. Einerseits waren diese vom Disney Zeichner Don Bluth grafisch beeindruckend in Szene gesetzten Reaktions-Tests für ihre Erscheinungszeit Mitte der Achtziger Jahre absolut revolutionär. Immerhin handelte es sich bei Dragon´s Lair um einen der ersten Spielautomaten auf Laserdisc Basis (Vorgänger der DVD). Anderer-seits beschränkten sich die Eingriffsmöglichkeiten des Spielers auf sporadisches Knöpfchendrücken und einfache Richtungsimpulse. Dieses simple Prinzip sollte sich auch beim später erschienenen Weltraum Abenteuer Space Ace nicht ändern.

Aber diese Tatsache tat der Popularität (vor allem der Dragon´s Lair Reihe) keinen Abbruch und in den letzten Jahrzehnten erschienen zahlreiche Umsetzungen und Spin-Offs für alle möglichen Heimcom-puter und Konsolen. Da war es auch nur eine Frage der Zeit, bis die ersten HD Versionen dieseKlassiker erscheinen. Wer die aufge-motzten Grafik-Demos nun in Full-HD (Auflösung 1080p) geniessen möchte und Besitzer eines Blu-ray Players ist, sollte spätestens jetzt zugreifen. Wer diese aufgemotzten Grafik-Demos nun in Full-HD (Auflösung 1080p) geniessen möchte und Besitzer eines Blu-ray Players ist, kann spätestens jetzt zugreifen. Als Eingabegerät dient die Fernbedienung eures Abspielgeräts (sofern sie über Richtungstasten und einen Bestätigungs-Button verfügt). Am stilechtesten lassen sich die Games aber auf einer Playstation 3, mit Hilfe eines Joypads spielen. Ausserdem enthalten die beiden Umsetzungen noch DVD-typisches Zusatzmaterial wie Interviews mit den Machern und Audio-Kommentare der Entwickler. Ob euch das nun pro Spiel satte 40 Euro wert ist, müsst ihr selbst entscheiden. Ein nettes Gimmick für Retro-Fans sind diese Disks aber auf jeden Fall.  

(Quelle: http://www.wolfsoft.de)

 

Trailer zu Dragon´s Lair HD

 

Jetzt wird "zurückgebloggt" (vom 11.10.2008)

Die Weiten der sogenannten Blogosphäre sind schier unendlich. Ursprünglich waren die meisten Weblogs nichts weiter als die belanglosen Tagebücher einiger mitteilungsbedürftiger Jugend-licher. Mittlerweile hat sich die Blogger-Welt allerdings zu einem unzensiertem und weltumspannenden Meinungs-Netzwerk gemausert, das aus dem täglichen Leben vieler Menschen einfach nicht mehr wegzudenken ist. Weblogs findet ihr zu annähernd jedem Thema und in jeder Bevölkerungsschicht.

Auch Retro-Gamer dürfen sich nun auf neues Futter freuen. Ab sofort findet ihr in unserem Retrovideogames-Blog zahlreiche Artikel, Erfahrungsberichte und Eindrücke aus dem täglichen (Gamer)Leben, die thematisch und vom Umfang her einfach nicht mehr auf unser bisheriges Online Portal gepasst hätten. Natürlich bleiben wir euch weiterhin treu und versorgen euch nach wie vor regelmässig mit News-Meldungen und neuen Spiele-Tests, hier auf Retrovideogames.net.

Unser neuer Weblog soll vielmehr als neues Feature verstanden werden, welches unsere Online-Präsenz um einen interessanten Aspekt erweitert. Wenn ihr unseren Feed mit einem der kosten-losen RSS-Reader abonniert (z.B. FeedReader), werdet ihr automatisch über neu erschienene Artikel informiert. Als Start-Geschenk findet ihr auf Retrovideogames.wordpress.com ab sofort den zweiten Teil unserer Retrospektive "50 Jahre Videospiele - Wie die Pixel laufen lernten".

 

 

 

 

50 Jahre Videospiele - Wie die Pixel laufen lernten Teil 3  (vom 20.10.2008)     

Langsam aber sicher neigt sich das 8-Bit Zeitalter dem Ende zu. Nachdem sich der ehemalige Marktführer Atari dank ungeschick-ter Geschäftspolitik und veralteter Hardware selbst aus dem Weg geräumt hatte, blickten vor allem zwei japanische Konkurrenten einer rosigen Zukunft entgegen. Wo Nintendo mit frischen Franchises wie Mario, Zelda oder Metroid glänzte, musste sich Sega (vor allem im Mutterland Japan), mit kleineren Brötchen zufrieden geben. Eigenentwicklungen wie Shinobi, Alex Kidd oder Wonderboy waren zwar qualitativ hochwertig, hatten aber im Vergleich zu den oben genannten Konkurrenten klar das Nachsehen....

Den ganzen Artikel findet ihr ab sofort in unserem Weblog. Hier könnt ihr natürlich auch die ersten beiden Teile unserer ultimativen Retrospektive nachlesen. Viel Spaß!

 

Lord British hebt ab (vom 14.10.2008)

Viele von euch werden den Spiele-Designer und Produzenten Richard Garriott (auch bekannt als Lord British) wohl als Erfinder der in den 80er und 90er Jahren äusserst populären Ultima Rollenspiel-Reihe in Erinnerung behalten haben. Ursprünglich für den Apple 2 bzw. den C64 erschienen, mauserte sich die Ultima Serie in den Jahren darauf zu einem der weltweit erfolgreichsten Computerspiele für den PC.

Aber auch privat pflegt der Hobby-Exzentriker und Mittelalter-Fan Richard Garriott einen ....äh nennen wir es mal individuellen Lebens-stil. Garriott wohnt beispielsweise nicht in einem normalen Haus, sondern er residiert vielmehr in einer mit Geheimgängen und Fallen gespickten Villa namens "Britania Manor". Ausserdem leistet sich der selbst ernannte Lord einige äusserst nerdige Hobbies, wie das Sammeln von ausgestopften Vögeln und in Alkohol eingelegte Leckereien, wie Gehirne oder ungeborene Föten. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß Garriott in seiner Freizeit schon mal in einem U-Boot zum Meeresgrund taucht oder Expeditionen zum Südpol unternimmt.

Weniger bekannt ist allerdings, daß Richards Vater, Owen Garriott, sein Geld in den 70er Jahren als Astronaut verdiente und mass-geblich an der Entstehung des ersten Weltraum Labors "Skylab" beteiligt war. Aufgrund eines Augenfehlers schaffte es sein Sohn Richard aber leider nie, seinem raumfahrenden Vater nachzueifern und er entschied sich deshalb glücklicherweise dazu, Spiele zu entwickeln. Der Rest ist Geschichte. Nun aber verwirklichte sich Richard seinen grossen Traum von der Raumfahrt und buchte für läppische 22 Mio. Euro einen Trip zur internationalen Raumstation ISS. An Bord eines Sojus-Raumschiffs verabschiedete sich der Weltraumtourist Richard Garriott am Wochenende in Richtung Weltall. Wollen wir hoffen, daß der Lord bald wieder wohlbehalten auf der Erde ankommt und sich danach wieder seinem eigentlichen Job, dem Entwickeln von innovativen Computerspielen, widmet.

(Quelle: www.sueddeutsche.de)

 

 

Richard Garriott spricht über die Anfänge der Ultima Reihe

 

 

Neue Spiele fürs Mega Drive (vom 28.10.2008)

Ein kleines Entwickler Studio mit dem klingenden Namen Street Fighter Development mit Sitz in Kalifornien, hat sich darauf spezialisiert, Spiele für längst vergangene Konsolen-Generationen zu entwickeln. Dabei handelt es sich grösstenteils um taiwanesische Titel, die für das westliche Publikum liebevoll lokalisiert und um weitere Spielelemente erweitert wurden.

Den Grundstein legten die amerikanischen Retro-Gamer 2006 mit dem gelungenen Street Fighter Clone Super Fighter (für den PC). Dieses Spiel ist mittlerweile sogar kostenlos als Download verfügbar (www.superfighter.net). In den Monaten darauf folgten dann noch zwei Action Rollenspiele für das Mega Drive (Beggar Prince sowie Legend of Wukong) und ein Horizontal-Shooter namens Zaku, für Ataris missglückte Handheld-Konsole Lynx.

Alle Spiele sind natürlich auf der Homepage der Entwickler www.superfighterteam.com käuflich zu erwerben. Meiner Meinung nach sollte soviel Enthusiasmus unbedingt belohnt werden. Firmen wie das hier angesprochene Street Fighter Team oder die in München ansässigen Spiele-Entwickler von Redspotgames (u.a. Last Hope für Neo Geo und Dreamcast) zeigen uns nochmal deu-tlich, was aus den betagten Konsolen herausgekitzelt werden kann und wieviel Spass Spiele für ältere Systeme auch heute noch machen können. Mein Fazit lautet deshalb eindeutig "Mehr davon!"

 

Beggar Prince (Mega Drive)

 

50 Jahre Videospiele - Wie die Pixel laufen lernten  Teil 4 (vom 20.11.2008)

"Zu Beginn der 90er Jahre erstrahlt der Stern der Spielkonsolen-Hersteller so hell wie noch nie. Sega und Nintendo teilen den Weltmarkt klar unter sich auf und beenden quasi wie im Vorbeigehen die Erfolgsgeschichte, der bis dahin äußerst beliebten Heimcomputer der Hersteller Commodore und Atari. Die technische Überlegenheit und die innovativen Spiele lassen die Erinnerung an diese Ära bei den meisten Zockern aber recht schnell verblassen und es formiert sich eine völlig neue Generation von Spielern..."

Den ganzen Artikel findet ihr ab sofort in unserem Weblog. Hier könnt ihr natürlich auch die ersten drei Teile unserer ultimativen Retrospektive nachlesen, falls ihr diese verpasst haben solltet. Viel Spaß!

 

Umfrage Dezember

 

 

Spielspaßgurken Alarm (vom 03.11.2008)

Es ist mal wieder soweit. Einige der schlechtesten Spiele sind einfach viel zu schade, als das sie einfach so in Vergessenheit geraten. Es gibt immer wieder Machwerke, die aufgrund ihrer miserablen Spielbarkeit und ihrer unsäglichen Designmängel so penetrant im Gedächtnis eines Spielers bleiben, daß er sich seinen Frust einfach von der Seele schreiben muss, um keinen psychischen Schaden davon zu tragen.

Genau das ist der Grund, warum ich euch in meinem neuen Spieletest (in unserer Spielspaßgurken Sektion) dieses Mal einen ganz besonderen Vertreter dieser Gattung vorstellen möchte. Die Rede ist von einem äusserst japanophilen Stück Videospiel-geschichte, mit dem Namen Kato-Chan and Ken-Chan, für die Exoten Konsole PC Engine. In diesem wirklich unterirdischen Jump´n Run Vergnügen vom Bomberman Erfinder Hudson Soft, gibt es so viele Design-Mängel und technische Patzer, daß es eine wahre "Freude" ist. Dazu gesellen sich noch ein heftiger Schwierig-keitsgrad und ein sehr ausgefallener Fäkalhumor, der einfach nur aus Japan stammen kann. Lasst euch den ausführlichen Test nicht entgehen. Hier gehts zum Artikel -> Kato-Chan and Ken-Chan.

Was macht eigentlich.....? - Teil 2:  Heinrich Lenhardt      (vom 12.11.2008)

Nachdem ich euch im ersten Teil unserer "Was macht eigenlich....?" Reihe das Branchen-Urgestein Boris Schneider-Johne vorgestellt habe (der mittlerweile als Produkt Manager für die Xbox Reihe bei Microsoft tätig ist) sollten fachkundige Retrogamer eigentlich bereits geahnt haben, welcher gleicher-massen renommierte Spieleredakteur dieses Mal unsere Beachtung finden wird.

Die Rede ist natürlich von keinem Geringeren als Heinrich Lenhardt, dem langjährigen Weggefährten und Kollegen von Boris Schneider-Johne. Auch Lehnhardt wusste bereits in sehr Jungen Jahren, daß seine weitere berufliche Planung fest mit der Spielebranche verbandelt sein würde. Nachdem er in den frühen 80er Jahren bereits einige Artikel und Tests für das beliebte Commodore Magazin 64ér verfasst hatte, packte ihn das Spielefieber dermassen, daß er einige Jahre später, nämlich 1984, bereits hauptberuflich beim Heimcomputer Magazin Happy Computer als Redakteur anheuerte. Kurz darauf wurde Heinrich sogar die Fachverantwortung für den noch recht überschaubaren Spiele-Teil übertragen, in dem hauptsächlich Titel für die damals erhältlichen Computer-Systeme (u.a. C64, Schneider (bzw. Amstrad) CPC oder Atari 400/800) vorgestellt wurden.

Anfang der 90er Jahre, als sich ein Sonderheft der Happy Computer namens Power Play bereits nach kurzer Zeit grösster Beliebtheit erfreute, entschloss sich der damalige Markt & Technik Verlag folgerichtig dazu, aus eben dieser Powerplay ein eigenständiges Magazin zu machen, welches sich nicht nur mit Spielen für Heimcomputer, sondern auch für die zum damaligen Zeitpunkt erhältlichen Spielekonsolen befassen sollte. Dies war die Geburtsstunde eines der ersten (und erfolg-reichsten) Multiformat Magazine im deutschsprachigen Raum. Heinrich Lenhardt, der erste Chefredakteur der Powerplay, hatte einen grossen Anteil an dem Erfolg dieser langlebigen Zeitschrift und begeisterte die Leser mit seiner frischen und witzigen Art zu schreiben. Gefallen haben mir vor allem seine zynischen und teilweise bissigen Kommentare zu misslungenen Titeln, die in dieser unverblümten Art wohl heute nicht mehr abgedruckt werden würden. Damals war die Spielewelt eben noch in Ordnung...

 

 

 

Nach einigen Unstimmigkeiten mit der Verlagsleitung entschied sich Lenhardt aber bereits 1992 dazu, lieber als freier Redakteur für verschiedene Zeitschriften, wie die Videogames, das Sega exklusive Magazin Gamers oder die PC Review zu arbeiten. Und erneut kam es zu einer Zusammenarbeit mit seinem alten Freund und Kollegen Boris Schneider-Johne, mit dem zusammen er wenig später das neue PC Spiele-Magazin PC Player gründen sollte. Dank dieser bereits kampferprobten Kooperation mauserte sich diese Zeitschrift in den Jahren darauf zum beliebtesten und meist verkauften PC Magazin Deutschlands und erschien bis Ende 2001 regelmässig einmal im  Monat.

Bereits vor dem jähen Ende der PC Player (1998) entschied sich Lenhardt allerdings, Deutschland den Rücken zu kehren und erneut als freier Redakteur und Auslandskorrespondent zuerst in den USA und später in Kanada für verschiedene Zeitschriften tätig zu sein (z.B. die Gamepro). Nach seiner kurzfristigen Rückkehr nach Deutschland, wo er unter anderem die Leitung des Massive Multiplayer Online Game Portals buffed.de übernahm, erklärte Heinrich 2008 ein für alle Mal das Ende seiner Wanderjahre und entschloss sich endgültig dazu, nach Vancouver (Kanada) auszuwandern. Aktuell ist Lenhardt nach wie vor für das oben genannte Internet Portal tätig und beglückt uns weiterhin mit seinen Artikeln und Berichten zu Neuerscheinungen im Bereich der Online Spiele.

Für mich zählt Heinrich Lenhardt neben Boris Schneider-Johne zu einem der wichtigsten Wegbereiter für die deutschsprachige Computer- und Videospiele Berichterstattung. Dank seiner launigen und stets kritischen Artikel, blättere ich bis heute immer wieder gerne in alten Zeitschriften und amüsiere mich köstlich über die eine oder andere Spielegurke aus vergangenen Zeiten. Wenn ihr jetzt ebenfalls Lust bekommen habt, wieder mal in einer der oben genannten Magazine zu schmökern, dann kann ich euch nur wärmstens die beiden Online Portale www.kultpower.de und www.kultboy.com ans Herz legen. Hier findet ihr zahlreiche Spieletests (in Form von Scans) aus legendären Zeitschriften wie der Powerplay oder der ASM.

Weitere Infos zu Heinrich Lenhardt findet ihr unter:

www.lenhardt.net (Weblog)

www.buffed.de

 

Heinrich Lenhardt zum Thema Gewalt in Computer- und Videospielen

 

50 Jahre Videospiele - Wie die Pixel laufen lernten   Teil 5 (vom 29.12.2008)

„Die 3D Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und die die meisten Entwickler haben gerade erst damit begonnen, sich mit der neu gewonnenen Dimension anzufreunden. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß die meisten Spiele noch etwas grobschlächtig und aus heutiger Sicht geradezu primitiv daherkommen. Die Branche musste sich eben erst an die neuen Möglichkeiten, die diese Art von Spielen ermöglichte, gewöhnen. Die ersten Meilensteine sollten aber nicht lange auf sich warten lassen...“

Den ganzen Artikel findet ihr ab sofort in unserem Weblog. Hier könnt ihr natürlich auch die ersten vier Teile unserer ultimativen Retrospektive nachlesen, falls ihr diese verpasst haben solltet. Viel Spaß!

 

 

 

 

 

Monkey Island im Schnelldurchlauf (vom 01.12.2008)

Die Beliebtheit der Monkey Island Reihe ist nach wie vor ungebrochen, und das obwohl sich Lucasarts (bzw. Lucasfilm Games wie die Firma früher hiess) bereits vor etlichen Jahren dazu entschlossen hat, bis auf weiteres keine neuen Point and Click Adventures mehr zu entwickeln. Angesichts des grossen Erfolgs von Titeln wie Day of the tentacle oder Sam & Max eine eher unverständliche Entscheidung, wie ich finde.

Aber die Fans waren seit dem Erscheinen der vierten und bisher  letzten Episode nicht untätig. Bisher erschienen zahlreiche Fan-Remakes (z.B. das kostenlose Spiel The Fate of Monkey Island 2), Web-Comics oder Homepages, die sich mit dem Thema Lucasarts Adventures im Allgemeinen und Monkey Island im Speziellen beschäftigen (u.a. www.tentakelvilla.de).

Ein weiteres, sehr witziges Fan-Projekt habe ich vor kurzem in dem Weblog Maju´s Blog entdeckt. Der Comic und Videospiele-Fan Marius Fietzek hat hier unter anderem ein selbst illustriertes und vertontes Flash Filmchen online gestellt, welches die komplette Story des ersten Monkey Island Teils erzählt. Wirklich sehr witzig in Szene gesetzt und auch für alle interessant, die gerade an einer Stelle im Spiel hängen und nicht weiter wissen.

 

Monkey Island Flash Movie

 

Retro Games Kalender (vom 07.12.2008)

"Das neue Jahr kann kommen!" Ihr werdet sicher wissen wollen, was mich zu dieser nahezu euphorischen Aussage bewegt und das trotz der anhaltenden Finanzkrise. Naja, ganz einfach: Sinkende Aktienkurse und eine Inflationsrate von bald 4% kann gestandenen Retro-Gamern wie mir eigentlich nichts anhaben. Schliesslich investiere ich seit vielen Jahren meine gesamte Kohle in klassische Videospiele und Konsolen. Und der Wert dieser Schmuckstücke steigt bekanntermassen im Laufe der Zeit..

Aber mal Spass bei Seite. Der Anlass zu meiner Vorfreude auf das Jahr 2009 ist der in diesen Tagen erschienene Wandkalender der Macher von www.Lexikon-der-Computerspiele.de. Auf dieser Seite kann man neben dem namensgebenden Computerspiele Lexikon nun auch einen kultigen Retro-Games Kalender erwerben. Die Seiten dieses Kalenders zieren die originalen Spielegrafiken von so beliebten Klassikern wie u.a. Arcanoid, R-Type oder Bubble Bobble. Bei einem Preis von gerade mal 14,95 € sollte nun jeder Classic-Gamer, der etwas auf sich hält, zuschlagen. Finanzkrise hin oder her.

 

 

 

 

 

 

 

 

Japanophiler gehts nimmer (vom 11.12.2008)

Im Laufe der letzten Jahrzehnte erschienen immer wieder Spielemaschinen, die das Herz von Videospielern besonders schnell schlagen liessen. Neben dem legendären Neo Geo oder dem Super NES, schaffte dieses Kunststück sicherlich auch die von NEC und Hudson entwickelte Exoten-Konsole PC Engine (oder Turbografx wie das gute Stück in den USA hiess). Umso tragischer war deshalb die Tatsache, daß diese schmucke 8-Bit Konsole leider nie offiziell den Weg nach Europa fand.

Aber warum übt dieser in unseren Gefilden so seltene Zwitter aus 8-Bit CPU und 16-Bit Grafik-Prozessor nach wie vor so einen grossen Reiz auf viele Zocker aus? Ein Grund hierfür ist sicherlich das bereits Anfang der 90er Jahre erschienene CD-Laufwerk, welches die PC Engine zum damaligen Zeitpunkt zu einem absoluten Unikum in der Videospiele-Branche machte. Schliesslich lag die Veröffentlichung der ersten CD-basierten Konsolen wie dem 3DO oder der Playstation noch in weiter Ferne. Aber vor allem waren es wohl die unvergesslichen Spiele, die auch heute noch für glasige Augen bei vielen Zockern sorgen. Darunter befinden sich u.a. solche Perlen wie der Hüpf-Klassiker Bonk (in Europa auch als PC Kid bekannt), die ersten Bomberman Episoden oder der grandiose Fantasy Shooter Lords of Thunder.

Solltet ihr nun mehr über diese wunderbare Konsole und die hierfür erschienenen Spiele erfahren wollen, kann ich euch nur wärmstens unser neues Video empfehlen, welches wir euch nun exklusiv präsentieren wollen. Viel Spaß dabei!

PS: In unserer Video-Sektion findet ihr übrigens auch unsere restlichen Videos zu SNKs Neo Geo und Commodore´s Amiga.

 

 

Die Kugel rollt immer noch (vom 19.12.2008)

"Erinnern Sie sich noch an das Klacken und Klingeln, die vielen blinkenden Lichter und die Freude über einen Extraball? Es ist gar nicht lange her, da gehörte der Flipper zum Inventar von nahezu jeder Kneipe. Erleben Sie bei uns über 70 faszinierende Flipperautomaten aus den 1930er Jahren bis zur Gegenwart."

Diese einleitenden Worte kann man lesen, sobald man einen Blick auf die Startseite des ersten (und wahrscheinlichen einzigen) deutschen Flippermuseums wirft. Na gut, Flipper Automaten haben nicht viel mit Videospielen gemein, aber wer hat in seiner Jugend nicht gerne mal die eine oder andere Mark in einen dieser wild blinkenden und herrlich mechanischen Unterhaltungsgeräte versenkt? Leider musste ein Grossteil der ehemals erfolgreichen Hersteller von Flipper-Automaten, wie Gottlieb oder Williams, mittlerweile Konkurs anmelden, aber trotz alledem gibt es immer noch genug Menschen, die den Verlockungen der elektronischen Unterhaltung wehement trotzen und weiterhin lieber  silberne Kugeln über blinkende Felder jagen und auf den höchsten Highscore schielen. Solltet ihr ebenfalls ein Faible für diese wunderbar nostalgischen Spielautomaten haben, kann ich euch nur wärmstens die Seite www.flippermuseum.eu empfehlen. Noch besser wäre es allerdings, wenn ihr dem Flipper Museum in Neuwied (Rheinland / Pfalz) direkt einen Besuch abstatten würdet.

 

 

 

 

 

 

Meeerry Christmas (vom 24.12.2008)

Ja es ist wieder einmal soweit. Die schönste Zeit für Gamer steht kurz bevor. Die meisten haben Urlaub, die Geschäfte sind geschlossen und die Verwandten rücken spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag (hoffentlich) wieder ab. Was gibt es da schöneres, als sich gemütlich vor den Fernseher zu lümmeln, das Joypad in die Hand zu nehmen und endlich mal die Spiele zu zocken, die man schon seit langer Zeit durchspielen wollte. Gerade bei Retro-Zockern, die sich innerhalb kürzester Zeit mit einer Vielzahl von Spielen eindecken, um ihre geliebte Sammlung zu komplettieren (meistens über eines der bekannten Online-Auktionshäuser), bleibt selten genügend Zeit, um die neu erworbenen Schätze auch ausreichend zu würdigen.

Deshalb wünsche ich euch im Namen des gesamten RetroVideogames-Teams ein wunderschönes Weihnachts-Fest und ich hoffe ihr besucht auch in Zukunft so zahlreich unsere Homepage. Zur Einstimmung auf die Feiertage empfehle ich euch noch die folgende (herrlich nostalgische) C64 Weihnachts-Demo:

 

C64 Christmas Demo (1982)